Slowenien 2020 – Tag 07 – Citywalk Maribor

Als wir ausgeschlafen aufwachen regnet es. Es hatte irgendwann heute Nacht begonnen und sollte heute den Tag über auch nur ab und an kurze Regenpause geben laut Vorhersage. Uns ist das egal da wir heute eh nicht fahren wollen. Wir gammeln noch etwas im Bett und gehen um 9 Uhr Frühstücken. Eier mit Speck, Wurst und Käseauswahl, Aufbacksemmeln und Brot – solide, aber nix Besonderes. Nachdem wir satt sind verkriechen wir uns nochmal ins Bett. Ein bisschen Planung für morgen und wie wir das neue Covid19-Risikogebiet in Slowenien auf dem Weg nach Piran umfahren. Wir wollen ja schließlich noch an die Küste und ein bisschen baden. Um 13:44 fahren wir dann mit dem Bus nach Maribor rein. Vormittags hat es relativ wenig geregnet, just als wir im Bus sitzen fängt es wieder an. Als wir am Glavni trg aus dem Bus aussteigen legt es so richtig los. Also erstmal die Jacken anziehen, die Regenhülle über den Rucksack und die Duschhauben – ja die Duschhauben! Das wichtigste Equipment des Fotografen! – über die Kameras gezogen. Dann legen wir los.

Wir schauen uns das Rathaus an und laufen durch die Fussgängerzone zur Drava (Drau). Hier liegt das Lent Viertel durch welches wir wieder in die andere Richtung zurück laufen. Das Haus der alten Rebe (die älteste noch Früchte tragende Weinrebe der Welt) steht auch hier im Lent Viertel. Wir bestaunen diese und machen ein paar Bilder, dann geht es weiter am Ufer entlang. Wir wenden uns wieder in Richtung Innenstadt und sind alsbald am Denkmal des nationalen Befreiungsschlages (Spomenik) welches von den Slowenen den Spitznamen „Kojak“ bekommen hat. Während ich ein paar Bilder mache schlägt Anjas Spürnase an – da ist ein Kaffeehaus (Moja Kavarna) und die haben Kuchen – Ich stelle sofort das Fotografieren ein – eine Frau die Kuchen gewittert hat darf man nicht warten lassen. Happy Wife – happy life! Wir setzen uns innen in eine Ecke und der Kellner präsentiert uns die Kuchenauswahl. Anja nimmt ganz unerwartet eine Torte mit Marzipan, ich wähle zwei Teile *g* eine Nutellatorte und ein Glas mit dreierlei Schokoladen. Die Kuchen sind ein Gedicht, Kaffee und Tee auch. Als wir das Kaffeehaus wieder verlassen hat es aufgehört zu regnen und wir wollen in die Franziskaner Kirche. Leider ist diese abgeschlossen und so suchen wir das Stadtschloss. Wir umrunden dieses einmal bevor wir realisieren dass wir es bereits gefunden haben.

Nun schlendern wir etwas planlos durch die Gassen und lassen uns einfach treiben. Immer wieder gibt es kurze Schauer. Wir kaufen ein neues leeres Notizbuch für Anjas Reiseaufzeichnungen. Die Kathedrale besichtigen wir auch noch und haben ehrlich gesagt beide am nächsten Tag bereits vergessen wie es innen ausgesehen hat. Lediglich an eines erinnere ich mich noch deutlich. Es gibt hier „neue“ Buntglasfenster. Sie wurden zum Besuch des Papstes 1999 eingesetzt. So etwas sieht man nicht so häufig in Kirchen. Meist sind die Fenster sehr alt. Da wir bereits den Bus um 20:30 erwischen wollen gehen wir früh Abendessen. Wir haben ein bosnisches Gasthaus rausgesucht und beginnen dort bereits um 17:30 mit einem Weißwein den Tag ausklingen zu lassen. Ich wähle eine Grillplatte mit Cevapcici, Rasnici, Hähnchen und Brot. Anja entscheidet sich für Kalb mit einer Pflaumen-Refosk-soße und Spinatreis. Als Nachtisch gibt es mit Walnüssen gefüllte Pflaumen in einer süßen Rotweinsoße. Das Fresskoma ist uns garantiert. Pünktlich zur blauen Stunde verlassen wir das Restaurant und ziehen nochmal durch die Stadt. Gut dass die Hot Spots sehr kompakt liegen. Am Schloss fängt es wieder an zu regnen, deshalb laufen wir zügig zur Bushaltestelle und stellen uns in einem Hauseingang unter. Leider sind wir etwas früh dran und müssen noch einige Zeit auf den Bus warten.

Die Zeit bis der Bus kommt nutzen wir für Brainstorming für die weitere Routenplanung. Das RKI hat Tirol zum Risikotgebiet erklärt. Und es scheint sich abzuzeichnen dass noch mehr Regionen in Österreich in den nächsten Tagen dazukommen könnten. Da wir irgendwie nach Deutschland zurückkommen wollen ohne ein Risikogebiet zu durchfahren, was dazu führen würde dass wir in Quarantäne müssten, beschließen wir den Slowenien Aufenthalt abzukürzen und nach Deutschland zurückzufahren. Nachdem uns der Bus zurückgebracht hatte rufen wir noch im Wellnesshotel Adams Bräu in Bodenmais an und buchen ein Zimmer ab kommenden Dienstag. Anjas Schwester ist dort und wir wollen sie überraschen. Sie hat am Mittwoch Geburtstag und so können wir gemeinsam feiern. Wie wir die Route bis Dienstag gestalten ist noch völlig offen. Wir wissen ledigich dass es morgen nach Ogorevc geht.

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Über Tobias Seidel

Tobias Seidel wurde 1981 geboren und hat sein Hobby IT zum Beruf gemacht. In seiner Freizeit beschäftigt er sich viel mit den Themen Android, Motorräder, Geocaching, Fotografie und Tanzen (Standard).

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