Kroatientour 2014 – Tag 5 – 288km – Istrien und Cres

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Nachdem wir den gestrigen Tag mit Ausschlafen, einem Strandpromenadenbummel in Crikvenica und Schlemmen im Restoran Klostar, welches gegenüber unserer Unterkunft ist , verbacht hatten stand für heute wieder etwas mehr Motorradfahren auf dem Programm. Wir hatten uns für heute die Insel Cres vorgenommen. Das Wetter sollte überragend werden, also beschlossen wir sehr früh in den Tag zu starten um die etwas kühleren Morgenstunden zu nutzen.
Um 5 Uhr klingelte der Wecker – ja wir sind im Urlaub! Und ja wir hätten ihn fast getötet! Aber wir haben den inneren Schweinehund überwunden und starteten um 6 Uhr die Motoren.
Erstmal ging es flott auf der D8 an Rijeka vorbei, den Sonnenaufgang im Spiegel.

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Noch schnell die Tanks gefüllt und dann auf der Jadranska Magistrala in Richtung Istrien. Zuerst ging die Küstenstraße noch durch langgezogene Ortschaften und wir mussten uns mit gemäßigter Geschwindigkeit fortbewegen. Je weiter südlich wir kamen desto freier wurden die Straße und wir konnten die Kurven der Küste in vollem Maße genießen. Ein kurzer Fotostop dann ging es schon weiter. Wir wollten die Fähre von Brestova auf die Insel Cres um 8:15 erwischen.

Unsere Zeitplanung ging voll auf. Kurz nach 7:30 rollten wir an den wartenden Autos vorbei an die Anlegestelle. Tickets kaufen, etwas trinken, kurz mit dem Foto spielen da war die Wartezeit auch schon um und wir konnten als erste auf die Fähre rollen. Mit der gesicherten guten Startposition (vor allen Wohnmobilen) genossen wir die Fährüberfahrt.

Nach Ankunft am Anleger beeilten wir uns von der Fähre zu kommen und starteten direkt durch. Wir wollten die Insel Cres (welche quasi nur eine Straße hat) zweimal überqueren. Auf dem Weg nach Veli Losinj wollten wir keine größeren Halts einlegen. Erstmal gucken, dann auf dem Rückweg halten und genauer schauen. Wir kamen wesentlich besser voran, als wir dachten und so waren wir bereits um kurz nach 10 Uhr in Veli Losinj am geplanten Wendepuntk angelangt. Die Temperaturen stiegen langsam aber sich an, das frühe Aufstehen machte sich bemerkbar. Nach etwas zu Trinken starteten wir den Rückweg.

 

Aufgrund der steigenden Temperaturen, beschlossen wir stillschweigend das Sightseeing zu Fuss in Motorradklamotten zu unterlassen. Wir cruisten mit dem Motorrad durchs Zentrum Mali Losinjs und suchten nach einer Pekarna (Bäckerei). Wir fanden keine und begaben uns wieder auf den Rückweg. Speed bedeutet Kühlung. Eine Besonderheit der Insel Cres sind die vielen schmalen Stellen der Insel an welchen man beiderseits sehr nahe am Meer ist. Wir besuchten noch die Orte Sveti Jakov und Nerezine. Auch hier wurden wir auf unserer Suche nach einem Bäcker nicht fündig. In Osor sind direkt neben der Straße viele kleine Bootsanleger. Auch unsere Runde durch Cres Stadt war nicht von Erfolg gekrönt auf der Jagd nach etwas Essbarem. Es gab viele Konobas, am Straßenrand wurde Spanferkel feilgeboten, aber wir wollten nur ein kleines Stück Gebäck. Wenn man wählerisch ist, muss man eben geduldig sein.

Nachdem wir Cres Stadt verlassen hatten strebten wir direkt zum Fähranleger in Merag. Wir wollten den Rückweg über die Insel Krk antreten. Kurz nach 12 Uhr erreichten wir diesen und genehmigten uns in dem Imbiss am Anleger ein paar Sandwiches. Der Gedanke, den in geringer Distanz liegenden Geocache zu heben, während wir auf die Fähre warten verwarfen wir aufgrund der 150 Höhenmeter, welche in der Mittagshitze mörderisch gewesen wären. So saßen wir im Schatten, aßen und tranken etwas und plötzlich war die Fähre da. Hektisch aufgesattelt und bereit gestellt. Das entladen dauerte dann allerdings doch länger als vermutet, da die vermeintlich leere Fähre eine Klappe im Boden öffnete und noch eine zweite Etage für Fahrzeuge offenbarte. Auch auf dieser Fähre sicherten wir uns die Pole Position.

 

Die kühle Brise auf dem Meer tat uns beiden sehr gut. Warum geht man gleich nochmal im Juli in Kroatien Motorradfahren? Achja… weil wirs können! Anders als viele Motorradfahrer welchen wir begegneten verzichten wir nicht auf Schutzkleidung, auch wenn diese manchmal aufgrund der Temperaturen unangenehm wird. Aber ich möchte mir nicht vorstellen, in kurzer Hose, mit T-Shirt und Flip Flops über den rauen koratischen Ashpalt zu rutschen.

Auf Krk angekommen schalteten wir in den „Ankommen“ Modus und glitten flott zur großen Brücke aufs Festland. Die Insel wollen wir uns an einem anderen Tag noch etwas genauer anschauen. Die Überquerung der Brücke ist erfreulicherweise in Richtung Festland Mautfrei, was wir im Vorfeld nicht gewusst hatten. Dann wieder ab auf die D8 und die restlichen paar Kilometer bis Jadronovo auf der linken Arschbacke abgehockt.

An der Unterkunft angekommen beschlossen wir noch den Weg zum Meer anzutreten und uns ein wenig abzukühlen. Über verschlungene und schattige Pfade gelangten wir an die Küste. Hierzu müssen einige Höhenmeter überwunden werden. Nach einer guten Stunde im Wasser gönnten wir uns noch ein Eis um den Anstieg auf dem Rückweg angenehmer zu gestalten. Und nun, ihr ahnt es schon sitze ich hier und tippe damit ihr auch etwas von unserer Tour habt.

Wie haltet ihr es mit der Schutzkleidung? Kurze Strecken? Heiße Temperaturen? Ist dies ein Grund für euch auf Schutzkleidung zu verzichten?

About Tobias Seidel

Tobias Seidel wurde 1981 geboren und hat sein Hobby IT zum Beruf gemacht. In seiner Freizeit beschäftigt er sich viel mit den Themen Android, Motorräder, Geocaching, Fotografie und Tanzen (Standard).
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6 Responses to Kroatientour 2014 – Tag 5 – 288km – Istrien und Cres

  1. Tom says:

    Ich verzichte auf kurzen Strecken in der bollenhitze auch gerne mal auf Protektorenkleidung.

    Aber nicht in Deutschland, da ist mir die dränglerei der „Weg da, jetzt komm ich“ gesellschaft zu gefährlich.

    Also auf verkehrsarmen Schleichwegen , und die gibts ja in Kroatien oder Südfrankreich reichlich, da komm ich schon mal mit nem T-Shirt , kurze Hosen und Sandalen um die Ecke.

    Aber denn bin ich auch nicht auf den Fußrasten schleifend unterwegs.

    Tom

  2. Antje says:

    Also ich muss zugeben, in Griechenland vor 4 Wochen haben wir auf die Motorradhosen und Stiefel verzichtet, weil es einfach viel zu heiß war. Wir haben einfach unsere langen Zip-Off Hosen und Turnschuhe getragen. Aber die Jacken haben wir angelassen, schon aus Sonnenschutzgründen.
    Vielleicht sollte man sich für diese Gegeben einfach andere Kleidung zulegen, speziell eben einen Sommeranzug? Was haltet Ihr davon?
    LG Antje

    • Ich hatte ursprünglich schon mal reine sommerklamotten. Davon ist leider nur noch die Hose übrig. Für die Runden daheim rum oder ein bis zwei Tages Trips nehme ich gerne auch den Friedhelm wenn’s warm ist. Aber bei einer mehrwöchigen Tour möchte ich dann doch den Wetterschutz der Membranklamotten dabei haben. Einen interessanten anderen Ansatz als die meisten Hersteller verfolgt da Touratech mit dem von Stadler produzierten Companero. Ein leichter Sommeranzug mit vollem Schutzprogramm über den die zweite Schicht drüber gezogen wird. Nicht wie in der Regel das Futter in die Membranklamotten rein. Leider ist der Anzug aber auch äußerst exklusiv im Preis.

  3. sylvia busch says:

    Wenn ich die Bilder sehe und lese was ihr so macht, fühle ich mich fast so als wäre ich selber dabei.
    Da werden Erinnerungen wach….! Traumhaft!!!

    Liebe Grüße und viel Spass noch.

    Patin

  4. Sandra says:

    Tauschen!!! Tauschen !!!
    ich will sofort mit Euch tauschen!
    🙁
    Viel Spass noch 😉

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