Motorradstrasse Deutschland Westroute Tag 11 – 289 km

Wie schon nach den letzten Reisen folgt der Bericht zum letzten Tag mit ein wenig Verzögerung. Erstmal musste das ganze ein wenig sacken. Das Hotel Sonnenberg in Schotten war uns eine perfekte Unterkunft für die letzte Nacht. Das Restaurant hatte leckeres und erschwingliches Essen im Angebot. Das Frühstücksbuffet war reichlich und gut sortiert. Das Zimmer groß und wir hatten eine Badewanne. So ausgeruht erschien die letzte Etappe mit geplanten 250 km fast ein wenig unterdimensioniert. Wir wollten uns ein wenig Puffer nach hinten raus lassen, falls wir nicht wie geplant vorwärts kämen, dieser Puffer war aber nicht nötig. So starteten wir bei strahlend blauem Himmel, um die letzten km unter die Räder zu nehmen.

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Zum Warmfahren kam uns die B276 von Schotten nach Gedern gerade recht. Eine immer wieder unter Motorradfahrern erwähnte Strecke. Aber auch nach dem Verlassen dieser Strecke wird die Landschaft nicht hässlicher und die Kurven nicht weniger. Wir streifen Bad Brückenau, welches durch das Bayerische Staatsbad und seine 7 Mineralquellen bekannt ist. Der Nachhauseweg geht flott voran. Wir nehmen den Weg über Hammelburg in Richtung Schweinfurt. Ab Schweinfurt wollen wir die B286 nehmen, um die Tour gemütlich ausklingen zu lassen.

Nach einigen Kilometern auf der Bundesstrasse (die für 120 km/h freigegeben ist) nerven uns die vielen LKWs, die uns daran hindern das zu tun, wozu wir die Bundesstrasse genommen haben – zügig voran zu kommen. Kurz nach Gerolzhofen werfe ich die Planung über den Haufen und ergebe mich dem Zumo. Neuplanung an und per Kurvenreiche Strecke mit dem Ziel Langenzenn eine neue Route berechnen lassen – mal sehen was sich ergibt. Dieses Feature am Garmin Zumo 590LM funktioniert wirklich perfekt! Schönste kurvige Straßen werden uns kredenzt. Und das in einer Gegend, die uns grundsätzlich bekannt ist. Die vom Garmin gefundenen Straßen kennen wir aufjedenfall noch nicht.
In Langenzenn wollen wir ein letztes Highlight setzen. Die Eisdiele Carlo Polaris ist unser Ziel. Wir genießen bei bestem Wetter ein paar Kugeln, bevor wir auch unsere Gedanken wieder auf die kommenden Tage richten und so richtig zu Hause ankommen. Die letzten Kilometer vergehen wie im Flug. Noch ein kurzer Tankstopp in Großhabersdorf, um die Motorräder vollgetankt abzustellen. Dann sind wir auch schon in der heimischen Garage angekommen. Motorräder abpacken und Wäsche waschen, der Urlaub ist nun leider vorbei.

Aber wie schon öfter erwähnt, nach der Tour ist vor der Tour. Die Planungen für den nächsten „kleinen Ausflug“ laufen bereits. 2013 hatten wir die Ostroute der MSD erkundet. 2015 nun die Westroute. Beide haben uns sehr gut gefallen. Das Konzept hinter den Strecken geht scheinbar auf. Auch der Ausflug nach Luxemburg hat nur positive Erinnerungen hinterlassen. Ich bin schon gespannt, wann wir die Zeit finden Nord oder Süd unter die Räder zu nehmen.

Motorradstrasse Deutschland Westroute Tag 10 – 332 km

Die Wahl des Bettes gestern Abend war nicht ganz die richtige. Wir wachen beide mit Rückenschmerzen auf und hoffen auf ein aufmunterndes Frühstück im Hotel Hubertushöhe. Schnell noch unter die Dusche, die erste Ladung Sachen gepackt und in den Koffern verstaut, schon sitzen wir bei Tisch. Aufbacksemmeln und eine Thermoskanne stehen schon da. Da kommt auch schon die Wirtin und bringt uns ein Lächeln auf die Lippen. Rührei, eine große Wurst- und Käseplatte und Orangensaft. Wir sind zufrieden und schlichten uns den Bauch voll. Heute wollen wir nochmal mindestens 320 km schaffen damit die letzte Etappe ein wenig kürzer ausfällt. Nach dem Frühstück geht es direkt los.

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Wir starten heute noch im Taunus und wenden uns zuerst noch einmal gen Norden um dem Fluss Sieg zu folgen. Wie schon die letzten Tage bedeutet ein Fluss auch gleichzeitig Kurven, Täler und Ortschaften. Wir verlassen die Sieg in Wissen um noch eine Schleife nach Norden zu drehen, grenzen nochmal an den Westerwald und drehen in Freudenberg endgültig ab in Richtung Süden. Die Landschaft ähnelt immer mehr der für uns heimischen fränkischen. Es kommen auch langsam wieder Fachwerkhäuser ins Blickfeld. Ebenso tauchen auch wieder Solarflächen zur Stromerzeugung auf. Dies ist uns auch schon auf der Ostroute aufgefallen. In nördlicheren Gefilden Deutschlands findet man fast keine Solarplatten. Mir fällt es heute schwer einen Blick für die Landschaft zu bekommen. Mein rechter Arm bereitet mir Probleme und irgendwie wäre es mir mal nach einem radikalen Wechsel im Landschaftsbild. Dies ist aber auf dieser Tour nicht mehr zu erwarten. Außerdem habe ich langsam das Gefühl, dass der Kopf voll ist mit Eindrücken, welche jetzt erstmal verarbeitet werden müssen. Auf dem Weg gen Süden legen wir mit Blick auf die Burg Greifenstein eine Pause ein und genießen die Sonne und den blauen Himmel. Außerdem muss die Kette an Anja’s 650er dringend gespannt werden.

Weiter geht es durch den Taunus in Richtung Feldberg. Schon oft haben wir Bilder vom Feldberg gesehen oder darüber gelesen, dass sich hier viele Motorradfahrer treffen. Als wir ihn erklommen haben zeigt sich ein eher ernüchterndes Bild, was wohl daran liegt dass die meisten Leute gerade auf der Arbeit verweilen. Wir nutzen auch hier das Wetter für eine ausgedehnte Pause bevor wir ins Hessische Bergland aufbrechen. Oberhalb von Frankfurt geht es auf unser heutiges Etappenziel Schotten zu. Hier endet für uns die Westroute der MSD und wir treten dann am Mittwoch den Weg nach Hause an. Noch gilt es aber in Schotten eine Unterkunft zu finden. Das Hotel und Restaurant Haus Sonnenberg kommt genau im richtigen Moment. Nur wenige Minuten nachdem wir eingecheckt haben fängt es an zu Donnern und es regnet. Wir machen uns derweil frisch um ein gefülltes Schnitzel im Restaurant zu genießen.

Es ist immer wieder erstaunlich, was unsere Heimat zu bieten hat. Die Deutschen Mittelgebirge sind wunderschöne Urlaubsregionen, in denen sich auch sehr deutlich um die Gäste bemüht wird. Die Weinregionen hätten wohl das Herz jedes Weinliebhabers höher schlagen lassen. Wir staunen hingegen über die Hanglagen in welchen Wein angebaut wird. Die Flüsse, welche Deutschland zu bieten hat wären auch einmal eine ausgedehnte Schifffahrt wert. Es muss nicht immer ins ferne Ausland gehen, wenn doch vor der eigenen Haustür auch einiges zu entdecken ist.

Motorradstrasse Deutschland Westroute Tag 9 – 341 km

Solltet ihr mal ein Hotel im Hunsrück suchen, wir haben da einen Tipp: Das Hotel Tannenheim in Boppard. Bis jetzt der beste Spontanfund auf unserer Tour! Das Haus ist schon ein bisschen älter, wurde aber immer wieder saniert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht, hat aber seinen Charme dabei nicht verloren. Die Bettdecken, gefühlt einen Meter dick, zauberten bei Anja schon beim ersten Anblick ein Lächeln auf die Lippen. Gut erholt tapsten wir in den Frühstücksraum in Erwartung eines Buffets. Nix da. Das Frühstück ist mit Bedienung. Wir wurden noch nie derartig rücksichtsvoll und zugleich aufmerksam umsorgt wie hier. Es mangelte an nichts. Das hausgemachte Aprikosengelee war zum Niederknien! Wir überlegten spontan noch eine Nacht dranzuhängen und dafür den Rückweg abzukürzen, entschieden uns dann aber doch lieber einfach mal ein verlängertes Wochenende hier einzulegen. Mal sehen wann das klappt. Nach dem Frühstück also die Motorräder aus der Garage geholt und los geht’s. Da wir gestern etwas verkürzt hatten lagen heute geplante 360 km vor uns.

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Das Hotel liegt direkt an der Hunsrück-Höhenstraße, welche wir dann auch die ersten Kilometer nutzten. Zu Beginn ging es zügig dahin, was uns bei der angedachten Tagesstrecke sehr entgegenkam. Es sollten ja noch viele kleine Strässchen folgen, welche die Durchschnittsgeschwindigkeit erfahrungsgemäß doch ein wenig runterziehen. Nach einem Halbkreis in Richtung Süden stoßen wir in Trei-Karden wieder auf die Mosel. Noch einmal geht es bis Bramm an den Moselschleifen entlang. Dieser Teil ist deutlich flüssiger zu fahren als unser „Ruhetag“ an dem wir von Schweich aus die Mosel erkundeten. Die Reichsburg in Cochem trohnt weit über der Mosel und hat eine bewegende Geschichte hinter sich. Entlang der Mosel begegnen uns auch wieder zahlreiche Weinberge. Teilweise ist es aberwitzig in welch steilem Gelände hier noch Wein angebaut wird. Eines schießt mir noch in den Sinn. Die Westroute der MSD könnte durchaus auch Weinroute genannt werden. Ich kann mich an fast keinen Tag erinnern an welchem nicht Wein das Landschaftsbild mitbestimmte.

Nachdem wir die Mosel Richtung Westen verlassen hatten, fanden wir uns in der Eifel wieder. Diese Gegend gilt aus geologischer Sicht heute noch immer als vulkanisch aktiv. Kennzeichen dieser andauernden vulkanischen Aktivität sind unter anderem austretende Gase, zum Beispiel Austritte von Kohlenstoffdioxid im Laacher See. Wir können allerdings keine aktuellen Eruptionen feststellen, sondern finden bewaldete und kurvenreichen Strecken.

Bei Brohl-Lützing treffen wir ein letztes Mal auf dieser Tour auf den Rhein, welchen wir dann in Andernach überqueren. Diesmal leider nicht per Fähre sondern ganz unspektakulär über eine große Brücke. Nun geht es in das Zielgebiet des heutigen Tages, den Westerwald. Als Wegweiser durch den Westerwald nutzen wir ein kleines Flüsschen namens Wied. Entlang dieser geht es in zahlreichen Windungen auf eher schlechtem Straßenbelag voran.

Wir legen noch einen Stopp an einer Norma ein, um uns mit Essen und Trinken für den Abend einzudecken und begeben uns dann auf die Suche nach einer Unterkunft. In der Nähe der Ortschaft Schürdt steht auf freier Flur das Hotel Restaurant Hubertushöhe. Nach einem kurzen Blick in ein Zimmer checken wir ein. Noch verwöhnt vom Vortag kann diese Unterkunft nicht mithalten, aber wir verweilen auch nur für eine Nacht hier. Ein paar Semmeln, Tomaten und eine Gurke später logge ich mich ins Wlan ein und beginne den Tag nochmals Revue passieren zu lassen. Die Artikel hier auf der Homepage haben nicht nur den Sinn euch an unseren Reisen teilhaben zu lassen, sondern sie stellen auch eine Art Tagebuch für uns selbst dar. Das Gesehene und Erlebte muss auch verarbeitet werden. Zudem bilden sich beim durch die Berichte schmökern, mit einem Schmunzeln wieder neue Ideen für nächste Ziele…

Motorradstrasse Deutschland Westroute Tag 8 – 292 km

Jede Party endet irgendwann. So leider auch das 30-jährige Juliläum des MC The Bikers Nider-Olm. Freitag hatte und Roughhouse gerockt und Kai mit seiner Didgeridoo und Feuershow bei Laune gehalten. Samstag pflegten wir den Tag über alte und neue Freundschaften und schliefen auch noch ein bisschen. Abends gab uns dann Amplified den Takt vor und ein kurzes Unwetter sorgte dafür dass das Zelt auch mal nass wurde. Insgesamt war es eine absolut geile Party und wir hatten viel Spass!

Der Sonntag Morgen brachte dann eine gänzlich andere Packroutine. Chaos im Zelt beseitigen und die ganzen Campingsachen wieder verstauen. Die Vorfreude auf eine Dusche heute Abend beschleunigte den Packvorgang enorm. Nachdem die Schlachtrösser beladen waren mussten wir natürlich nochmal eine Runde drehen um uns von den vielen Bekannten zu verabschieden. Erfreulicherweise sieht man sich schon bald an unserem Motorradtreffen wieder. Für heute standen nun geplante 330 km auf dem Garmin und so legten wir los.

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Man merkt doch einen Unterschied ob man die letzten beiden Nächte in einem Hotelbett, auf einem Campingplatz im Zelt oder auf einem Motorradtreffen im Zelt verbacht hat. Wir hatten zwar viel und eigentlich auch gut geschlafen, aber ganz so ausgeruht waren wir doch nicht. Gut dass es erstmal mit leichten Kurven an Bad Kreuznach vorbei ging. In Stromberg stiegen wir dann wieder auf die MSD West Route ein. Von hier aus geht es nochmal durch den Hunsrück bis wir in Bacharach den Rhein erreichen. Wir setzen mit der Fähre von Niederheimbach nach Lorch über und nehmen uns jetzt erstmal den Taunus vor.

Das heutige Höhenprofil der Route zeigt schon dass es immer wieder auf und ab ging. Dies natürlich immer gepaart mit Kurven. Die Strecke von Bad Schwalbach nach Burg Schwalbach entlang der Aar lässt uns fast zum einhändigen Fahrer werden. Unmengen an Motorrädern begegnen uns hier. Immer wieder sehen und hören wir leider live warum immer mehr Streckensperrungen uns Motorradfahrern das Leben schwer machen. Muss es denn sein dass man auf absolut unübersichtlicher Strecke im Hangoff mit dem Knie am Boden mit mindestens 150 Sachen überholt? Noch dazu mit einer Lautstärke welche einfach nicht legal sein kann bei einem Motorrad derart neuen Baujahrs. Wir sind selbst gerne flott unterwegs (Bei uns nennt man das G’schmeidig). Aber solche Aktionen werfen ein schlechtes Licht auf uns alle! Ich entschleunige ertsmal und nutze die stillgelegte Bahnstrecke entlang der Aar noch für ein paar Bilder. Bevor wir uns in den Westerwald begeben.

In Obernhof an der Lahn legen wir nochmals einen kurzen Stopp ein und beschließen dass wir heute keine 330 km fahren sondern ab 16 Uhr nach einer Unterkunft Ausschau halten wollen. Die letzten beiden Nächte stecken uns noch zu sehr in den Knochen. Und warum nicht den Vorteil ausspielen dass wir bei der Wahl der Unterkunft flexibels sind. Über Montabauer und Koblenz drehen wir eine große Kurve und begleiten den Rhein ein wenig Flußabwärts. Das Unesco Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal zaubert nochmal ein Strahlen in unsere Müden Augen welche bereits nach einer Unterkunft Ausschau halten. Irgendwie sind wir heute aber zu wählerisch. In Sankt Goarshausen fällt uns der Traubenzucker wieder ein welchen wir gekauft hatten. Dieser sollte uns nochmal einen Schub geben bis wir eine Station für die Nacht gefunden haben. Wir setzen nochmals mit der Fähre über den Rhein und es folgen kurz aufeinander noch zwei Fotostops um die Landschaft zu verewigen.

Kurz vor Buchholz fällt uns das Hotel Tannenheim ins Auge und hier ist auch noch ein Zimmer für uns frei. Leider hat das Restaurant heute geschlossen, deshalb begeben wir uns noch kurz zur Nahe gelegenen Tankstelle, decken uns dort mit Getränken und Semmeln ein welche wir zu unseren Dosensuppen vom Gaskocher genießen. Es können die einfachen Dinge sein die manchmal am besten sind. So gestärkt nutze ich das WLan und schreibe nun diesen Bericht während Anja bereits die Müdigkeit bekämpft. So langsam aber sicher nähert sich unsere aktuelle Tour leider wieder dem Ende. Drei Tagesetappen mit insegsamt knapp 900km liegen noch vor uns. Mal sehen wie weit wir morgen kommen.

Motorradstrasse Deutschland Westroute Tag 7 – 304 km

Der heutige Tag startete mit blauem Himmel und einem Grummeln im Bauch. Das Sauerkraut welches dem Pfälzer Saumagen als Beilage diente, zeigte Wirkung. Definitiv eine zu empfehlende lokale Spezialität. Aber ich hätte vielleicht doch Bratkartoffeln dazu wählen sollen… Das Frühstücksbuffet fiel erstaunlich karg aus. Kein Gemüse und keinerlei Gebäck. Naja es reichte um satt zu werden. Geht es heute so weiter wie es gestern aufgehört hatte? Kurven satt in wunderschöner Umgebung?

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Ja es ging genauso weiter! Die ersten 100km waren Kurven pur! Pfälzer Wald vom feinsten. Kleine Täler mit wundervollen Kurven. Nicht zu eng, so dass man den Bock komplett zusammenbremsen muss. Aber auch nicht zu weit. Die Zeit verging nochmal deutlich schneller als gestern. Die Gegend wurde wieder flacher, der Blick konnte weiter in die Ferne schweifen, Wein übernahm wieder das Landschaftsbild. Unglaublich wieviel Wein in der Pfalz steht. Mir fallen spontan die Statistiken ein wieviel Bier jeder Deutsche pro Jahr trinkt. Ich habe allerdings noch nie soviel Hopfen gesehen wie wir auf dieser Tour Wein gesehen haben. Es stellt sich also die Frage wieviel Wein trinkt eigentlich ein Deutscher pro Jahr? In dieser Gegend wächst der Wein auch weniger an Hanglagen, diese sind bewaldet. Der Wein steht in flachem Gebiet.

Und wieder geht es in kleine Täler mit absolut geilen Kurven! Es läuft!!! Eigentlich wollten wir auf den ersten Kilometern noch unsere Getränke Vorräte auffüllen, dies ging irgendwie unter. Ziemlich genau zur heutigen Halbzeit kümmerten wir uns um Ersatz für die verlorene Schraube an Anjas Zusatzscheinwerfer. Tankstelle, Werkstatt und Penny direkt nebeneinander kamen wie gerufen. Mit aufgefüllten Vorräten ging es weiter.

Die Geschwindigkeit steigerte sich. Das Garmin zeigte eine Ankunftszeit in Nieder-Olm um 14:20 Uhr an. Viel zu früh, wir müssen doch das Wetter ausnutzen und außerdem tut der Arsch noch gar nicht richtig weh. Mir fällt es wie Schuppen von den Augen. Ich habe einen Planungsfehler gemacht. Immer wenn wir in der Gegend sind wird in Meisenheim am „Das Cafe“ gestoppt um mindestens 2 Stück Torte pro Person zu vertilgen. Hier werden Kuchen verkauft welche von Hausfrauen gebacken werden. Und die sind zum Niederknien!!! Also kurzer Check auf der Karte wo wir genau sind. Eigentlich schon zu weit für Meisenheim. Aber egal wir haben ja noch Zeit. Das Garmin bemüht: Kurvenreiche Strecke, Ziel: Das Cafe. Schon gehts los. 30 Minuten später sitzen wir auf der Terasse in der Sonne und erfeuen uns an Kaffee, Heißer Schokolade und Torten.

Der Himmel ist unverschämt blau, trotzdem geht jede Tour irgendwann zu Ende. Um ca 16:30 fahren wir aufs Partygelände des MC The Bikers Nieder-Olm. Zelt Aufbauen, einräumen und dann erstmal was zu trinken. Man erntet gar keine komischen Blicke wenn man mit dem Laptop auf einem Motorradtreffen sitzt um Bericht zu schreiben. Aber egal. Morgen is erstmal Pause angesagt. Frei nach dem Motto PARTY HARD!!!

Motorradstrasse Deutschland Westroute Tag 6 – 313 km

Weiter im Programm. Heute ist wieder MSD angesagt. Knapp 300 km haben wir uns vorgenommen. Bis in die Gegend um Bad Bergzabern wollen wir heute kommen. Dann am Freitag noch den zweiten Teil bis nach Nieder Olm, wo wir das Wochenende auf dem Motorradtreffen der „The Bikers“ verbringen wollen. Die Packroutine sitzt und so sitzen wir, vom Frühstück frisch gestärkt, um Punkt 9:30 Uhr auf den Motorrädern und rollen los.