V-Strom kurzer Kupplungs- und Bremshebel

Warum wechselt man Kupplungs- und/oder Bremshebel?

1. ) Weil sie durch einen Sturz beschädigt sind –> Nein, sie sind absolut intakt

2.) Weil sie nicht einstellbar sind –> Nein, die originalen der V-Strom sind einstellbar

3.) Weil man sich erhofft die Hebelkräfte zu verändern –> JA!

Ich habe die original Hebel der Maschine gegen günstige Hebel des Herstellers AVDB Moto ausgetauscht. Diese sind voll einstellbar in 6 Stufen. Außerdem habe ich die kurze Variante der Hebel gewählt welche super mit 2 Fingern zu bedienen sind. So verbleiben Ring und kleiner Finger am Lenker und sorgen für mehr Halt. Die Kröpfung der AVDB Hebel erleichtert außerdem die Betätigung der Hebel und steigert somit den Komfort und die Langstreckentauglichkeit.

Ein weiterer Vorteil ist das im Falle eines Sturzes die kürzeren Hebel nicht so gefährdet sind was das Abbrechen angeht.

Nach nun über 10.000km mit den neuen Hebeln und einem massiven Sturz kann ich die Vorteile definitiv bestätigen. Gerade auf längeren Etappen sind die anders gekröpften Hebel wesentlich angenehmer zu bedienen. Bei meinem Sturz im Oktober 2015 musste zwar der Handprotektor gewechselt werden da er gebrochen war. Der Kupplungshebel war aber gänzlich unversehrt.

Endurobrille – alternative Befestigung Quick Straps

Wer einen Crosshelm im Alltag fährt hat sich mit Sicherheit auch schon einmal geärgert wie unpraktisch es ist die Brille unter der Fahrt aufzusetzen oder abzunehmen. Genau diese Thematik adressieren die Quick Straps.

Setzt man die Brille mit dem normalen Brillengummi einfach nach unten aufs Kinnteil leiert der Brillengummi auf Dauer aus. Zieht man die Brille mit einer Hand runter bis man sie um den Hals hat kriegt man sie mit einer Hand nicht mehr in Position. Die Quick Straps bestehen aus vier Teilen. Ein runder 3M Klettkleber, ein Kunststoffhalter mit 3M Kleber und die beiden Gummis für links und rechts. Man befestigt die Kleber entsprechend der Anleitung am Helm nachdem man die Klebestellen entfettet hat. Nun muss man noch den Gummi der Brille gegen die beiden Quick Straps austauschen und schon ist man die Probleme los. Auf der rechten Seite ist die Brille drehbar eingeclipst so dass sie auch ganz entfernt werden kann. Sie hängt dann einfach auf der rechten Seite am Helm herunter. Wenn man sie aufsetzen will führt man sie einfach in Position und klettet sie auf der linken Seite fest. Die 3M Klettflächen sollten auch auf Dauer guten Halt garantieren. Erste Probefahrten steigerten die Begeisterung über das System enorm!

Handschützer Suzuki V-Strom DL1000 K2

Unsere 1000er V-Strom war bereits beim Kauf mit seitlich offenen Handschützern ausgestattet. Um den Schutz bei einem Sturz zu erhöhen wollte ich diese gegen seitlich geschlossene Tauschen wie sie ab späteren Baujahren oder auch bei der 650er verbaut waren. Die Original Suzuki Handschützer kann man leider nicht mehr erwerben also suchte ich im Zubehörhandel nach passenden. Touratech hat hier etwas im Angebot, Sw-Motech auch, Polisport, Bark Buster und noch viele mehr. So richtig gefallen wollte mir aber keine dieser Lösungen. Ich wollte die Lenkerendengewichte behalten. Dies sollte nur mit den Touratech Handschützern möglich sein. Im V-Stromforum wurde hier aber der Anbauanleitung von Touratech wiedersprochen. Es ergab sich dass ich die neue 1000er V-Strom für einen Tag zur Verfügung bekam und ein paar Vergleiche anstellen konnte. Die neuen Handschützer der 2014er V-Strom sollten auch an die alte passen.

 

Kurzerhand habe ich diese inklusive Anbauteile bestellt um das zu verifizieren. Und wie auch schon beim Schalthebel stellte sich heraus sie passen perfekt! Die Form der neuen Handschützer gefällt mir zudem viel besser als die der alten. Ein Passformproblem gibt es nur sollte einmal der Lenker gegen ein Zubehörmodell getauscht werden, was ich allerdings nicht ins Auge gefasst habe. Der Wetterschutz ist mit den neuen Protektoren immer noch ausreichend gegeben (sie sind etwas niedriger als die Originalen) im Sommer jedoch spürt man deutlich dass ein wenig mehr Fahrtwind an die Hände kommt.

Ein Reifen fürs Grobe: Michelin Anakee Wild auf Suzuki V-Strom DL 1000 K2

Gegen Ende 2015 kontaktierte mich Michelin, ob ich Lust hätte, einen neuen Reifen zu testen. Nach ein wenig Beschnuppern und gegenseitigen Erwartungen abklären konnte ich dann kurz vor Ostern den neuen Michelin Anakee Wild in den Dimensionen 110/80 R 19 M/C 59R TL/TT und 150/70 R 17 M/C 69R TL/TT in den Händen halten.
Ein komplett neu entwickelter 50/50 Reifen. Die Werbetexte versprechen einen belastbaren echten Geländereifen mit guten Selbstreinigungseigenschaften, der zugleich auf der Straße guten Grip und eine hohe Lebensdauer bieten soll.

Mit dem Mitas E07 war ich mir schon bewusst, dass ein Reifen immer einen Kompromiss darstellt. Ein Straßenreifen der viele Kilometer hält und Grip bis auf den letzten Milimeter bietet, wird im Gelände enttäuschen und genau andersherum wird ein grobstolliger Geländereifen auf der Straße Schwächen haben. Inwieweit nun welche Kompromisse mit dem Anakee Wild einzugehen sind, bzw welche Erwartungshaltungen man haben darf will ich hier anhand meiner bisherigen Erfahrungen schildern.

Der Reifen wird als 50/50 Reifen betitelt. Einen 50/50 Einsatz wird ein in Deutschland fahrender wohl nicht ganz hinbekommen. Daher war auch mein bisheriger Test ein wenig straßenlastiger.

Die Montage der Reifen warf auch die Frage auf, wie sich der Reifen mit der Hand montieren lässt. Die Anakee Serie von Michelin hat den Ruf knüppelhart zu sein und den manuellen Monteur gewaltig zum schwitzen zu bringen. Der Anakee Wild bleibt dieser Tradition treu. Mit der Hand montieren ist kein Spaß. Das ist leider der erste Kompromiss und gibt einen Minuspunkt für die große Abenteuertour, auf der man eventuell auch Unterwegs mal einen Platten beheben muss.

Die ersten Straßenkilometer mit dem Reifen durfte ich gleich bei Regen erfahren. Von Beginn an baute sich ein stetig wachsendes Vertrauen auf. Keine Rutscher, nichts Unberechenbares. Der Reifen verhielt sich sozusagen „unauffällig“. Genau das ist es, was ein Reifen meiner Meinung nach tun sollte. Er sollte einen nicht dazu bringen, nachzudenken was man auf den Felgen hat, sondern einfach da sein und funktionieren. Erste Fahrten auf Schotter zauberten mir ein Grinsen ins Gesicht und zeigten deutlich, wo ich mit den Mitas E07 den Kompromiss einging. Stabil, Grip ohne Ende und absolut kontrollierbar verhielt sich der Anakee Wild hier. Die nächste Teststrecke war für mich ein Stück Autobahn. Hierfür ist der Reifen nicht gebaut und das spürte ich auf der DL1000 auch. Bis 140 km/h fällt der Reifen nur durch seinen Sound auf. Aber zwischen 140 km/h und 170 km/h zeigte sich ein deutliches Pendeln, welches im Bereich um die 170 fast nicht mehr fahrbar war. Wer allerdings regelmäßig und lange Distanzen auf der Autobahn verbringt wird wohl eher einen Michelin Pilot Road 4 Trail fahren.

Das Vertrauen zum Reifen ist nach 2000 km auf jeden Fall ungebrochen. Auf der Straße leistet er für einen Stollenreifen unglaublich ruhig und unauffällig seinen Dienst. Im Gelände spielt er seine Stärken dann erst richtig aus. Unsere Tour nach Kroatien lässt auch erste Rückschlüsse auf die Haltbarkeit des Reifens zu. Bei Montage hatte der Vorderreifen eine Profiltiefe von 8,5 mm und der Hinterreifen von 11,5 mm. Nach nun 2000 km hat der Vorderreifen noch 6,5 mm und der Hinterreifen noch 5,6 mm Profil. Der Großteil der Kilometer (1554 km) wurde dabei mit Vollbeladung im Soziusbetrieb gefahren. Wenn der Verschleiß des Hinterreifens linear so weitergeht dann ist bei ca. 3500 km Gesamtlaufleistung Schluss. Beim Vorderreifen wären es ca. 7000 km. Wenn man nicht Vollbeladen mit Sozia unterwegs ist sollte da durchaus ein wenig mehr drin sein. Aber mehr als 5000 km mit dem Hinterreifen halte ich für unwahrscheinlich.

Ob der Reifen für einen persönlich geeignet ist, muss man daran festmachen, wo man bereit ist Kompromisse einzugehen. Für den Continental TKC 80 ist der Michelin Anakee Wild meines Erachtens ein ernstzunehmender Konkurrent. Heidenau Scout K60 und Mitas E07 punkten mit deutlich mehr Laufleistung, aber schlechterer Geländeperformance. Ich persönlich werde wieder auf den Mitas E07 zurückwechseln, da dieser Reifen mir deutlich mehr Kilometer bei einem signifikant niedrigerem Preis bietet und besser zu meinem Hauptnutzungsprofil passt. Dabei muss ich auf der Straße im Vergleich zum Michelin Anakee Wild keine, und im Gelände nur geringe Einbußen hinnehmen.

Hier noch zwei Videos zum Michelin Anakee Wild:

 

Hinweis: Michelin hat mir die Reifen freundlicherweise für den Test zur Verfügung gestellt. – Vielen Dank hierfür. Meine Leser dürfen wie immer sicher sein, dass ich hier stets meine Ansichten und Begeisterung vertrete.

gröberer Reifen – Mitas E07

Der ambitionierte Motorradfahrer ist wohl immer auf der Suche nach dem perfekten Reifen. Zum einen soll er Grip bieten, zum anderen soll er wenig Verschleiß zeigen, auf Asphalt genauso funktionieren wie auch auf Schotter. Diese eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Man muss immer einen Kompromiss eingehen. Trotzdem arbeiten die Hersteller genau daran den perfekten Reisereifen zu entwickeln. Continental z.B. hat letzte Saison erst den TKC70 auf den Markt gebracht. Ich bin gespannt wie die ersten Laufzeitberichte dazu sind.
Nach meinen bisherigen reinen Straßenreifen wollte ich nun einen etwas gröberen Vertreter der schwarzen Gattung testen. Die erste Hürde bei dem gewählten Reifen ist der Bezugsweg. Sämtliche lokal ansässigen Händler können den Reifen nicht liefern. Nach einem Tipp wurde ich dann bei Reifendirekt.de fündig. Der Mitas E07 ist in den passenden Dimensionen vorrätig. Nach nun inzwischen 15000km mit diesen Reifen ist es Zeit ein Fazit zu ziehen.

Es ist erstaunlich wie ruhig ein so grober Reifen eigentlich läuft. Man kann ihn mit Sicherheit nicht mit einem Michelin Pilot Road vergleichen welcher ganz klar seine Stärken auf der Straße hat. Ich fühle mich aber auch nicht unsicherer auf Asphalt als mit eben diesem. Sowohl hohe Temperaturen als auch Regen brachten den Mitas bisher nicht aus der Ruhe. Der Vorderreifen zeigte nach 9500km deutlich abgeschrägte  und abgenutzte Profilblöcke und wurde daher ausgetauscht. Der Hinterreifen wurde nach 11100km getauscht da er unseren Balkantrip nicht mehr überstanden hätte. Für gute 1000km wäre er wohl noch gut gewesen. Seine große Stärke spielt der Mitas auf Schotter aus. Hier gräbt er sich griffig in den Untergrund und vermittelt einem die nötige Sicherheit.

Aktuell zur Saison 2016 bringt Michelin nun einen neuen Reifen in diesem Segment auf den Markt welcher noch ein wenig gröber ist und am Hinterreifen keinen durchgehenden Steg bietet. Der Michelin Anakee Wild wird in den nächsten Tagen den Weg auf meine V-Strom finden um ausgiebig getestet zu werden bevor es heuer im Juli für ca. 9000km nach Norwegen geht.

Touratech oder SW Motech Schalthebel? Oder doch original?

Seit ich denken kann stöbere ich durch den Zubehörkatalog von Touratech. Ja ich bin anfällig für die Teile welche sie anbieten. Aber ich kaufe auch nichts völlig ohne Grund. In diesem Fall ging es mir wie mit der Scheibe für die V-Strom. Ich durchlief einen Findungsprozess. Im ersten Schritt tauschte ich nicht den Schalthebel sondern die Umlenkung. Der Umlenkhebel der TL1000 sorgt für einen kürzeren und direkteren Schaltweg. Hiermit war ich rundum zufrieden bis ich mir neue Stiefel anschaffte. Anfang 2015 hatte ich mir die Alpinestars Toucan gekauft und festgestellt dass diese zu massiv für den Original Schalthebel in Verbindung mit den Pivot Pegz Mark III Fussrasten sind.

Touratech bietet einen Schalthebel an welcher nicht umgelenkt wird, sondern direkt auf der Schaltwelle montiert wird. Leider war dieser nicht lieferbar. Also suchte ich nach einer Alternative. Fündig wurde ich bei SW-Motech. Hier wird für die neue 1000er V-Strom (ab 2014) ein verstellbarer Schalthebel angeboten. Der Preis für diesen treibt einem Tränen in die Augen, aber Louis hatte gerade eine Gutscheinaktion parat. Der Schalthebel passt entgegen der Aussage von SW-Motech auch an das alte Modell der 1000er. Schnell war dieser angebaut und funktionierte mit den Endurostiefeln sehr gut. Nachdem ich mich nach gut 1000km wieder von den Stiefeln getrennt hatte und zurück zu Daytona fand baute ich den Schalthebel wieder zurück auf Original, da ich die Verstellung nicht mehr benötigte.

Knapp einen Monat später war dann endlich der Touratech Schalthebel lieferbar. Dieser kann zwar nicht in der Länge verstellt werden und auch die Höheneinstellung ist wesentlich gröber als mit der Umlenkung, aber er sitzt schon gut 2 cm weiter vorne als der Originale und ist nochmal ein ganzes Stück direkter als der Umbau der Umlenkung auf den Hebel der TL 1000 da er direkt auf der Schaltwelle sitzt. Außerdem ist er klappbar (der Originale ist dies nicht), sollte also im Sturzfall einfach ausweichen.

Nachdem ich alles ausprobiert hatte was der Zubehörmarkt hergibt habe ich nun endlich meine ideale Lösung gefunden.

 

Schwarzwald – Tag 2, Tag 3, Tag 4 – Entschleunigen im Friedrichsbad

Der Plan war eigentlich anders, aber das Wetter und unsere Motivation ließen uns die 3 Tage mal ganz ruhig angehen.
Montag also erst mal lange geschlafen, gemütlich frühstücken gegangen und weil es so schön war, gleich wieder ins Bett und noch ein bisschen geschlafen.
Irgendwann musste dann ein Abendessen her. Die nächste Einkaufsmöglichkeit in 3 km Entfernung war uns zu weit zu laufen, aber zu kurz um beide Mopeds aus der Garage zu holen… Interessante Sache mal wieder hinten drauf zu sitzen, hab es fast ein bisschen vermisst. Unterm Strich fahr ich aber doch lieber selber…
Und dann die Katastrophe und der Grund, warum keine Berichte mehr kamen: Zuerst war die Homepage kaputt (warum auch immer!?) und dann auch noch der Laptop. Das war dann der Moment in dem ich einfach nichts mehr gesagt habe… besser war das…

Tag Nummer 3 sollte ganz im Zeichen der Entspannung stehen. Auf dem Plan stand ein Besuch im Friedrichsbad in Baden Baden. Das römisch-irische Bad besteht seit 1877 und es wird traditionell textilfrei gebadet. Mitbringen braucht man nichts, alles was man benötigt wird gestellt.

Mit dem Bus fuhren wir vom Hotel direkt zu den Caracalla-Thermen und dem Friedrichsbad. Mit dem Cityplus 3 Waben Ticket konnten wir zu zweit den ganzen Tag nach und in Baden Baden mit den Bussen fahren. Warum also Mopeds mitnehmen und dann feststellen, dass an dem Bad keine Parkplätze sind?

Da wir gleich um 10 Uhr da waren, ging es noch relativ ruhig zu. Wir bekamen eine kleine Einleitung und schon ging es los.  Die Zeit verging wie im Flug und schon hatten wir die 17 Stationen durchlaufen. Durch die angegebenen Zeiten der verschiedenen Stationen wird man „entschleunigt“, niemand hetzt und man lässt sich einfach gehen. Nach knappen 4 Stunden waren wir wieder draußen und gefühlt so sauber wie noch nie. Ich hoffe, dass wir uns bald wieder in der Ecke aufhalten und einen Besuch in diesem Bad einbauen können. Hier mal der Link und ein Video dazu.

Schon mal in Baden Baden und noch einen halben Tag Zeit, wollten wir uns hier noch ein bisschen umschauen.
Wir schlenderten durch die Stadt, ließen uns Kaffee und Kuchen schmecken und fanden zurück zur Bushaltestelle. Unser Ziel war der Hausberg Merkur und eine Bergbahnfahrt auf den Aussichtspunkt. Die Bergbahn hat eine Länge von 1192 m und man wird in ca. 5 Minuten bei einer Steigung von bis zu 54 % 370 m nach oben bewegt. Höhenangst sollte man nicht haben, wenn man während der Fahrt mal einen Blick nach unten wirft.

Oben angekommen vertrödelten wir die Zeit mit Aussichtsturm besteigen, Fotos machen, Tobi mit geocachen und ich mit dumm schauen.
Unser nächster Halt nach der Abfahrt mit der Bergbahn war die Lichtentaler Allee. Die Parkpromenade führt an der Oos entlang und enthält verschiedenste einheimische und exotische Bäume und Pflanzen. Keine der Brücken über die Oos gleicht der anderen. Wir spazierten durch den Park bis zu den Rosengärten.


Ab hier machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel und jagten uns unterwegs noch einen Snack als Abendessen.

Am nächsten Tag wachten wir auf und es regnete, den Plan heute Motorrad zu fahren verwarfen wir gleich wieder und dümpelten den ganzen Tag am Zimmer.
Der späte Nachmittag überraschte uns dann mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Perfekt um ein Stückchen zu laufen. Tobi hatte die ganze Zeit schon die Geroldsauer Wasserfälle im Blick. Die Fotoausrüstung war schnell gepackt und los ging es.
Beim ersten Plätschern des Flusses wurde natürlich das Stativ ausgepackt und dann für knappe 4 Stunden auch nicht mehr weggepackt. So lange brauchten wir, um den Weg von einfachen 1.2 km bis zum Wasserfall und zurück zu schaffen.

Meine Wenigkeit stand die meiste Zeit wieder ein bisschen unnütz herum, freut sich aber jetzt über die schönen Bilder:

Schwarzwald – Tag 1 Anreise – 328km

Die letzte Reise ist schon wieder viel zu lange vergangen. Der Kurztrip in die Schweiz mit dem Motorradclub hat die Reiselust noch nicht gestillt. Gut, dass wir endlich mal wieder eine Woche frei haben. Doch wo soll es hingehen? Ich war nach unserer Rom Reise über das Friedrichsbad in Baden Baden gestolpert, welches an den Caracalla Thermen in Rom angelehnt ist. Diesmal wollten wir nicht nur fahren, sondern auch ein wenig rasten, was bot sich also besser an als das Friedrichsbad? Kurz die Weiten des Internets bemüht um eine Unterkunft in der Nähe zu finden und schon hatten wir gebucht. 7 Tage im Schwarzwaldhotel Sonne in Geroldsau, welches uns als Basislager dienen sollte.

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Heute war es soweit, Elli und Ari standen gepackt im Hof und wir brannten darauf endlich loszukommen. 25 Grad, blauer Himmel und Sonne versprachen perfektes Wetter für die Anreise. Und das Versprechen hielt. Kurz nach 10 Uhr nahmen wir die Straße unter die Räder. Was schreibt man nun zu einer Fahrstrecke, die einfach nur unspektakulär war. Nicht im negativen Sinne. Nein, es hat einfach alles gepasst. Kleine Straßen mit schönen Kurven wechselten sich ab mit zügigen Fahrstrecken auf größeren Straßen. Große Städte umfuhren wir elegant. Zwei Stopps verzögerten die Ankunft ein wenig. Je tiefer wir in den Schwarzwald vordrangen, desto kurviger wurden die Sträßchen und desto mehr Motorräder waren unterwegs. Man merkte deutlich, dass Sonntag und perfektes Motorradwetter war. So lange wir der Abfahrt entgegengefiebert hatten, so schnell war die Anfahrt geschafft und wir checkten im Hotel ein. Frisch renovierte Zimmer, WLAN mit perfektem Empfang und eine Garage für Elli und Ari. Was will man mehr. Achja, was zu essen wäre nicht schlecht. Einige hundert Meter neben dem Hotel hatten wir den Gasthof Hirsch gesehen, welcher mit einem Badischen Barbecue warb. Also ab unter die Dusche und zu Fuss auf den Weg gemacht.


Das Badische Barbecue füllte unsere Bäuche mit Unmengen an Salat, einer Ofenkartoffel, Forellenfilets und Lende im Speckmantel vom Grill. Eine rundum gelungene Sache! Der Weg zurück zum Hotel erschien nach dem Schlemmen auf einmal unbezwingbar. Morgen ist jetzt erstmal Pause angesagt. Ausschlafen, Frühstück genießen und vielleicht je nach Lust Nachmittags ein bisschen Geocachen. Dienstag wollen wir dann eine Runde durchs Elsass drehen und uns ein paar Fachwerkhäuser anschauen.

Motorradhandschuhe – Rev’it Dominator

Alles neu macht 2015. So auch die Handschuhe. Auch hier war wieder ein gewisser Anspruch vorhanden.

  • Goretex Membrane
  • keine gefütterten Winterhandschuhe
  • kurze, enge Stulpe
  • nur einen Klettriegel
  • hoher Schutzfaktor

Mit der Rev’it Poseidon GTX Jacke trage ich zum ersten Mal die Stulpen des Handschuhs innerhalb der Jackenärmel. Meine leichten Sommerhandschuhe haben eine sehr kurze Form, schließen eng ab und verschwinden problemlos in den Ärmeln der Jacke. Meine bisherigen Allwetterhandschuhe hatten eine recht lange Stulpe und zwei Klettriegel. Die Suche nach einem neuen perfekten Handschuh gestaltete sich recht schwierig. Zuerst suchte ich die üblichen drei Läden auf: Louis, Polo, Hein Gericke. Keiner dieser Händler hatte etwas derartiges anzubieten. Ein wenig Internetrecherche ließ mich dann bei Rev’it über den Dominator GTX stolpern. Also kurzerhand bei Motorrad Taf vorbeigefahren und sie hatten die Handschuhe sogar vorrätig. 30 Minuten Probetragen mit Testlenker und schon hatte ich sie erworben. Nach nun ca. 8000km mit diesen Handschuhen denke ich auch nicht mehr über den hohen Anschaffungspreis nach. Der Schutz meiner Hände ist es wert. Sie drücken nicht, der geniale Verschlussmechanismus mit den Spannbändern über die Hand ist genial und ein Alleinstellungsmerkmal. Die Goretex Membran hält alle Versprechen.

Neuer Motorradanzug – Revit Poseidon GTX

Seit 8 Jahren fahre ich nun schon die gleiche Motorradbekleidung. Die Kombi Mohawk MVS-1 von Polo hat mir in dieser Zeit gute Dienste geleistet, zeigt aber inzwischen deutliche Verschleisserscheinungen.

In den engeren Kreis der Kandidaten für die Nachfolge fasste ich nur Goretex Proshell Laminat Anzüge. Bei der Suche im Internet stieß ich so auf den Rev’it Anzug Poseidon (Rev’it Poseidon Hose). Meine Erfahrungen mit diesem Hersteller waren bisher gleich Null, daher suchte ich Personen welche mir Infos liefern konnten. Freiheitenwelt – Martin Leohnardt ist aktuell mit genau diesem Anzug auf einer „etwas“ längeren Reise unterwegs und hatte bereits vorher einen Rev’it Anzug.

Ein ortsansässiger Händler welcher mir Jacke und Hose zur Anprobe bestellte war schnell gefunden. Die Beratung und der Service bei Motorrad Taf waren mal wieder erste Klasse. Nun aber ein paar Worte zum Anzug.

Merkmale welche mir wichtig waren:
– Gore Tex Pro Shell Laminat
– herausnehmbares Futter
– gute Belüftungen
– Gewicht
– Helle Jacke

Genau diese Funktionen fand ich im Rev’it Poseidon. Nach nun 7000km mit dem Anzug bin ich nach wie vor äußerst zufrieden mit dem Kauf.
Zwei Kleinigkeiten empfand ich als störend. Bisher gab es vom Hersteller keine Hosenträgerlösung. Dies hat Rev’it erst mit dem neuen Dominator GTX eingeführt. Hier konnte ich mir mit Handlsüblichen Hosenträgern behelfen. Die zweite mir unverständliche Sache ist dass an den Reisverschlüssen der Lüftungen keine Zipperpulls angebracht sind, so dass man sie mit Handschuhe quasi nicht greifen kann. Hier habe ich mir mit ein wenig Paracord und einigen Diamantknoten beholfen.

Nach nun einem halben Jahr Nutzung des Anzugs würde ich ihn ganz klar weiterempfehlen. Sowohl warme Temperaturen als auch kalt und Nass ist mit diesem Anzug kein Schrecken mehr.

Wer gerne noch ein Video Review sehen möchte, ich finde die Demos von Revzilla sehr gelungen.