Kroatientour 2014 – Tag 1 – 407km

Der Jahresurlaub 2014 steht an. Kurzfristig stellt sich die Frage was machen wir und vor allem wo? Anja hat inzwischen selbst den Motorradschein und die Honda NTV ist reaktiviert. Meine Zeit an Krücken ist vorbei. Kurzfristig beschließen wir nach Kroatien zu fahren. Hatten wir doch schon öfter. Nein nicht so. Wir waren bisher immer mit dem Auto in Kroatien.

Die Planungsphase schlug um in akute Planungsunlust. Also einfach drauflos. Wer uns kennt weiß dass dies nicht in unserer Natur liegt. Wenigstens ein Ziel in Kroatien brauchen wir. Dies ist schnell gefunden. Ein Bekannter aus dem V-Stromforum vermittelt uns eine Unterkunft in Jadronovo. Wann es los gehen soll wissen wir auch schon: Heute!
Gestern noch bis spät die Koffer gepackt naja das meiste eigentlich heute früh. Als Grundlage für die Anfahrt freundlicherweise von Tom alias Idefix aus dem V-Stromforum zur Verfügung gestellte GPX Dateien mit zu Rate gezogen und schon gehts los.

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Wir starten Richtung Roth da wir so wenig wie möglich Autobahn fahren wollen. Das erste Zwischenziel ist Greding.
War da nicht was? Achja in Roth stellen wir fest dass quasi nahezu alle Wege aufgrund der Datev Challenge Roth gesperrt sind. Wer braucht eigentlich Triathlon? Na gut, ich muss schon sagen dass jene Leute welche es durchziehen meine Hochachtung verdient haben. Ich fahr lieber Motorrad als eine Höllen Distanz mit Schwimmen, Fahrrad fahren und Laufen zu überwinden. Fakt ist: Der Triathlon kostet uns richtig Zeit und Nerven!
Nachdem wir diesen endlich irgendwie umfahren haben (teilweise mit den Radfahrern auf der Strecke) gehen wir in Greding auf die A9 um endlich ein wenig vorwärtszukommen. Denkste. 20 km Stau und das bei guten 30° Grad in einer ewigen Baustelle mit engen Spuren und ohne Standstreifen, mit voll beladenen und somit breiten Motorrädern. Ungünstige Situation. In Allershausen die Überlegung die A9 zu verlassen und München großräumig zu umfahren. Aber einmal heute treffen wir die richtige Entscheidung und bleiben auf der Bahn. Nach weiteren 2 km ist der Stau verschwunden. Wir lassen fliegen und umrunden München auf der A99. In Holzkirchen verlassen wir die Autobahn und wenden uns Richtung Tegernsee. Kurz vor diesem legen wir eine längere Pause an einem kleinen Parkplatz ein und genießen den Blick in den Himmel.

 

Ein kurzer Anruf im Gasthof Waidachhof vor dem Gerlospass sichert uns unsere Unterkunft für diese Nacht. Frisch gestärkt durch im Tankrucksack geschmolzene Schokolade (neue Art von Fondue oder Schokobrunnen), welche Anja mit Ihrem „Göffel <- unverzichtbares Werkzeug!“ vernichtet hat starten wir wieder.
Über den Achenpass (941m) fahren wir nach Österreich. Noch ist es schwül warm und trocken. Dies ändert sich schlagartig am Achensee. Prasselnder Regen und heftige Windböen schütteln uns durch. Wir überqueren zügig den Inn und fahren ins Zillertal ein. Hier lässt der Regen nach und es beginnt auzuklaren. In Hainzenberg (nahe Zell am Ziller) kommen wir gegen 16 Uhr am Gasthof Waidachhof an. Kurzer Check in, zwei Stücke Kuchen und was zu trinken. Dann geht es noch mal auf eine kleine Runde zu den Krimmler Wasserfällen. Um zu diesen zu gelangen müssen wir den Gerlospass (1507m) überwinden. In Krimml freuen wir uns über die kostenlosen Motorradparkplätze mit Schließfächern für Helm und Klamotten. Wir drehen eine kurze Fotorunde zu Fuß, heben einen kleinen Cache und machen uns wieder auf den Weg zurück zum Gasthof.

 

Zum zweiten Mal heute queren wir den Gerlos und dürfen dies fast ohne Verkehr genießen.
Schnell unter die Dusche, dann endlich was zu essen und schon fallen wir fast ins Bett. Das einzige was uns noch daran hindert ist dieser Bericht.
Morgen soll es dann bis kurz vor die Italienische Grenze gehen.

Ein Adventswochenende in Salzburg

Zum Jahresende 2013 hatten wir noch ein wenig Urlaub zur Verfügung. Eine kurze Städtereise an einem verlängerten Wochenende bot sich an. Ein Motto war auch schnell gefunden -> Advent. Nach ein wenig Brainstorming und „googeln“ fanden wir die Aussage: „Der Advent gehört unbestritten zu den allerschönsten Zeiten in der Stadt Salzburg“ auf www.salzburg.info sehr vielversprechend.

Eine kurze Recherche führte auch gleich zur Buchung im Ibis Budget Salzburg. Dieses liegt etwas außerhalb, ist allerdings durch die Nähe zum Flughafen sehr gut mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln angebunden. Diese sind auch gleich eine der ersten Besonderheiten in Salzburg. Hier kommt weder eine U-Bahn noch Straßenbahnen zum Einsatz. Das Straßenbild ist trotzdem geprägt von Oberleitungen, allerdings ohne Schienen. Salzburg besitzt das fünftgrößte elektrisch betriebene Oberleitungsbusnetz der Welt. Insgesamt gibt es 11 Linien mit 154 Haltestellen und ca. 100 Wagen. Ein weiteres Prägendes Element des Stadtbildes sind die Fiaker.

Dank der Salzburg Card konnten wir für 72 Stunden alle öffentlichen Verkehrsmittel nach belieben nutzen. Sie sicherte uns auch kostenlose Eintritte in viele Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das Prinzip mit den Städtekarten war uns bereits aus Wien, Berlin und München bekannt und hatte sich für uns bewährt. Der Erwerb der Karte führte uns auf einen kurzen Abstecher in den Flughafen von wo aus uns die OBus Linie 10 innerhalb von 15 Minuten direkt in den Kern von Salzburg brachte.

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Als Startpunkt für unsere Tour am Freitag hatten wir uns den Weihnachtsmarkt am Mirabellplatz auserkoren. Ein übersichtlicher Markt welcher direkt am Mirabellgarten angesiedelt ist. Nach einem kurzen Rundgang beschlossen wir durch den Mirabellgarten über den Makartsteg in die Altstadt zu überzugehen. Der Mirabellgarten bot uns noch einen schnellen Fund bei dem gleichnamigen Geocache.

Der Markartsteg ist geprägt von dem Brauch Liebesschlösser aufzuhängen, welchen der italienische Schriftsteller Federico Moccia durch seinen Roman „Ich steh auf dich“ populär gemacht hat. Eine sehr gute Idee ist der hier versteckte Geocache „Per Sempre“. Leider blieb es uns verwehrt diesen zu finden. Beim Schlendern durch die Getreidegasse, Judengasse, Goldgasse, Kaigasse und noch einige andere Gassen konnten wir die Salzburger Altstadt genießen. Der Markt am Universitätsplatz bot einiges an lokalen Köstlichkeiten auf und verzauberte vor allem unseren Geruchssinn. Die Kollegienkirche bot uns einen ersten Einblick in die sakrale Kunst in Salzburg.

Das große Ziel des heutigen Tages war der Salzburger Christkindlmarkt direkt am Dom. Dies ist der größte der vielfältigen Weihnachtsmärkte in Salzburg. Von Handwerkern über Essenstände bis hin zu verschiedensten Darbietungen werden hier alle Sinne gereizt. Den Höhepunkt stellt dann der Besuch des Domes dar. Die Reizüberflutung auf dem Markt führte zu einem deutlichen Hungergefühl welches wir zum Abschluss des ersten Tages in einem der ältesten Salzburger Bierhäuser stillten. Das Zipfer Bierhaus bietet gut bürgerliche und typische Salzburger Küche in einem rustikalen und sehr gemütlichen Ambiente. Im Verlaufe des Abends hatte sich noch der ein oder andere Cachefund ergeben: Mozarts Premiere, Der Salzburger Dom und 424,250 (Most found Cache in Salzburg!!!).

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Den Samstag starteten wir bei bestem Wetter mit der Besichtigung der Erzabtei St. Peter mit dem dazugehörigen Friedhof. In den Katakomben zeigte sich uns an dem gleichnamigen Cache ein wundervoller Ausblick über die hier dicht stehenden Kirchen. Dank der Salzburg Card konnten wir uns nicht nur den Eintritt für die Katakomben sondern auch gleich noch das Ticket für die Standseilbahn zur Festung Hohensalzburg sparen. Ein zweiter Positiver Effekt ergab sich da wir direkt durch die Schranken gehen konnten und nicht erst an der Kasse anstehen mussten. Ein Rundgang durch die alten Gemäuer er Burg zieht sich ganz schön. Im Innenhof der Anlage findet man nicht nur den Salzburger Festungsadvent sondern auch noch einen Geocache mit dem Titel Festung Hohensalzburg.

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Nach soviel geschichtlichem machten wir uns an den zügigen Abstieg mit der Festungsbahn um uns im Tal den Sternadventmarkt am Kajetanerplatz zu gemüte zu führen. Dieser Markt ist von sehr überschaubarer Größe gehalten so dass wir uns bald mit dem Citybus Linie A aufmachten da heute noch der Kapuzinerberg auf dem Programm stand. Zum einen wollten wir noch die beiden Earthcaches Geologie am Kapuzinerberg und Salzburger Stadtberge erkunden. Und zum anderen erwartete uns noch der Adventsmarkt im Franziskischlössl. Für den doch ein wenig anstrengenden Fussmarsch den Kapuzinerberg hinauf wird man leider am Franziskischlössl nicht hinreichend entlohnt. Der Adventmarkt ist eigentlich nur eine Erweiterung der auch sonst angebotenen Gastronomie um vier Buden im Innenhof der Anlage. Wir traten zugegebenermaßen etwas enttäuscht den Rückweg an um wenigstens noch den Ausblick auf Salzburg bei Dunkelheit vom Kapuzinerkloster aus genießen zu können. Nach einer ausgiebigen Fotosession brachte uns dann die bewährte OBus Linie 10 zurück zum Hotel.

Den Sonntag starteten wir an der barocken Marstallschwemme – einer Pferdeschwemme aus dem 17. Jahrhundert. Der Mönchsbergaufzug brachte uns (dank Salzburg Card kostenlos) zu einem grandiosen morgendlichen Ausblick über Salzburg. Das Museum der Moderne reizte uns nicht so dass wir uns ins Haus der Natur begaben um uns einen kleinen Teil der dortigen Ausstellung anzusehen. Das Haus der Natur ist so umfangreich dass man für einen vollständigen Besuch mindestens einen ganzen Tag einplanen sollte. Einen besonderen Anreiz haben die aktiven Ausstellungsteile zum Anfassen und Mitmachen im Science Center. Auch hier durften wir dank der Salzburg Card ungehindert eintreten.

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Zwei Highlights standen nun noch aus. Wenn man schon in Salzburg ist sollte man auch die Salzburger Nockerln probieren. Eine typische lokale Süßspeisen-Spezialität die zu einem großen Teil aus zu Schnee geschlagenem Eiweiß besteht. Es sei dazu gesagt es genügt eine kleine Portion für zwei Personen. Wir kämpften uns zu zweit durch zwei Portionen.

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Das letzte Ziel unseres Wochenendtrips sollte „Waldklang – Weihnachten im Waldbad Anif“ werden. Hier fanden wir auch das adventliche Highlight der drei Tage. Ein rund um einen See gelegener Weihnachtsmarkt der besonders durch seine Lichterstimmung wirkt. Viele erleuchtete Zelte mit zahlreichen Handwerkern die auch aktiv ihre Tätigkeit vorstellten schaffen eine ganz besondere Atmosphäre.

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Leider waren die drei Tage in Salzburg viel zu schnell vergangen. Einige besondere Sehenswürdigkeiten dieser Stadt blieben uns aufgrund der Jahreszeit verwehrt. So ist zum Beispiel Schloss Hellbrunn mit seinen bekannten Wasserspielen im Dezember geschlossen und die Salzachschifffahrt legt auch eine Winterpause ein. Unsere persönlichen Höhepunkte der Stadt waren die Gassen der Altstadt mit ihren sehr unterschiedlichen aber außergewöhnlich nahe beieinanderliegenden Kirchen und die Festung Hohensalzburg.

Hier nun noch einige weiter Impressionen:

Kurztrip – 1228 km Schweiz mit dem Motorrad

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Zum Ausgleich nach unserer Tour auf der Ostroute der Motorradstrasse Deutschland haben wir noch drei Tage Schweiz hinten dran gehangen. Nach unserer Heimkehr am Freitag Abend war noch ein wenig Wartung am Motorrad nötig. Die Bremsbeläge mussten noch gewechselt werden (jetzt sind EBC Goldstuff Sintermetall Beläge verbaut), der Hauptständer musste vor dem Pässefahren noch weg und die Kette brauchte ein wenig Zuwendung. Am Samstag morgen klingelte der Wecker um 6:30 Uhr. Irgendwie hatte sich eine Zeitspanne von 2 Stunden zwischen Aufstehen und Abfahrt in den letzten Tagen eingependelt. Auch heute sollte dies so sein. Um 9:30 Uhr starteten wir in Richtung Schweiz. Die Anfahrt war komplett über Landstrassen geplant. Die ersten Kilometer absolvierten wir auf wohlbekanntem Terrain bei tadellosem Wetter. In Nördlingen war dann der erste Tankstop fällig. So schön das Wetter startete so schnell lies es nach. Nebel zog auf es fing an zu nieseln und die Temperatur ging runter. Zwei langwierige Parts hatten wir heute vor uns. Der eine war Ulm. Liegt mitten im Weg und irgendwie muss man durch oder drumherum. Wir wählten den Weg hindurch. Sollten wir mal wieder hier vorbeikommen werden wir mal außen herum probieren.

Der weitere Weg war leider beherrscht vom schlechten Wetter. So dass wir uns sogar dazu entschlossen eine Pause bei MC Donalds zu machen. Warme Pommes, eine Toilette und bequem sitzen. Wir hielten Zielstrebig auf die Grenze zu. Hier begann der zweite langwierige Part. Dank dem Motorrad konnten wir uns ein wenig in der Warteschlange an der Grenze nach vorne mogeln. Mögen die Autofahrer uns verzeihen. Endlich in der Schweiz angekommen mussten wir feststellen dass die geplante Route durch unendliche Orte und Geschwindigkeitsbegrenzungen führte. Das Motto lautete inzwischen nur noch „endlich ankommen“. Die letzten 9 Tage steckten und noch in den Knochen und dies merkten wir heute deutlich. Gegen 17 Uhr kamen wir dann in Menzberg im Haus Donnerhof an und konnten unser Zimmer beziehen. Das letzte Stück nach Menzberg entschädigte nochmal für die langwierige Anfahrt heute. Kleine Strasse, viele Kurven und einige Höhenmeter. Menzberg ist mit 1023 Metern über Null der höchstgelegene Ort am Napf. Wir haben leider am Samstag keine Bilder vom grandiosen Ausblick von unserer Unterkunft aus gemacht. Sonntag und Montag sollte uns dieser nicht mehr vergönnt sein. Ich verweise daher auf einen Beitrag des unterwegsblog.de. Hier gibt es ein paar Infos zu Menzberg. An diesem Abend machten wir uns nochmal auf um Regina zu Ihrem Geburtstag zu besuchen. Gegen 2 Uhr legten wir uns ab da wir ja für den Sonntag ein paar Pässe geplant hatten.

Der Sonntag morgen begrüsste uns so wie der Samstag geendet hatte mit Nebel und maximalen Sichtweiten von 40-50 Metern. Der Wetterbericht war allerdings etwas positiver. Nachdem wir ein paar Webcams konsultiert hatten entschlossen wir uns loszufahren. Angedacht waren heute insgesamt neun Pässe und gute 300km. Um ca. 11 Uhr starteten wir dann den Weg ins Tal zu einer Tankstelle um für den ersten Pass des Tages gerüstet zu sein, den Glaubenbielen.

Auf dem Pass konnten wir den Nebel unter uns lassen. Dieses Spielchen sollten wir heute noch häufiger mitmachen. Durch den Nebel hoch. Oben dann Regen oder grauer Himmel, dann wieder durch den Nebel runter. Am Lungerer See machten wir einen kurzen Fotostop. Diese sollte sich im Laufe des Tages in Grenzen halten da es im Nebel nicht viel zu sehen gab und es ansonsten sehr Nass war.

Es folgte der Brünigpass und der Chirchen. Auf dem Weg zum Grimselpass machten wir einen kurzen Stop an dem Tradi Bi dr Gelmerebahn. Der Weg auf den Grimsel war Wettertechnisch okay, auf der anderen Seite des Passes sah es dann wieder ganz anders aus. Mal wieder Regen. Zwischen Furka und Grimsel trafen an wir an der Haltestelle Gletsch nicht nur die Dampfbahn sondern auch noch zwei Spanier mit Ihren Motorrädern. Wir durften live dabei sein als die Dampflok den Zug in Fahrt brachte.

Auf dem Furka war es dann wirklich kalt und es wehte auch noch ein garstiger Wind. So dass wir zügig weiterfuhren. In Hospental stellte sich dann die Frage ob wir den Gotthard fahren oder nicht. Wenn wir schonmal hier sind… Leider mussten wir nach ca. 10 km wieder umkehren da das Wetter vor uns immer schlechter wurde. Wir wollten den Gotthard auf der alten Straße hin und zurück fahren, aber manchmal ist es besser abzubrechen. Wir wendeten also und beeilten uns vor der schlecht Wetterfront zu fliehen. Im Nachhinein betrachtet kam nun der Pass welcher uns heute den meisten Spass bereitet hat – der Sustenpass. Der Weg hinauf zog sich in langen zügigen Kurven war die wohl am flüssigsten zu fahrende Strecke heute. Auf dem Abwährtsweg stoppten wir noch an dem Earthcache Der Stei(n)gletscher.

Um den Nachhauseweg nicht zu 100% mit dem Weg des Vormittags zu überschneiden fuhren wir nach dem Chirchen und Brünigpass in Richtung Glaubenbergpass. Dieser sollte uns aufgrund des wiederkehrenden Nebels allerdings keinen Spass bereiten und auch immens viel Zeit kosten.

Kurz nach 19 Uhr trafen wir völlig erschöpft wieder in Menzberg ein. Der heutige Tage hatte enorm viel Energie gekostet. Wir hatten in 8 Stunden 323km unter widrigsten Bedingungen zurückgelegt. Wir bereiteten uns noch eine warme Mahlzeit auf dem Gaskocher und fielen schnell in einen tiefen Schlaf.

Montag war nun der letzte Tag unserer Tour. Wir spürten deutlich die Anstrengungen der letzten beiden Tage und entschieden uns den Heimweg übers Vierländereck anzugehen und in Deutschland die restliche Strecke auf der Autobahn zurückzulegen um zügig nach Hause zu kommen. Der Schweizer Anteil der Strecke zog sich noch ganz schön in die Länge. Erfreulicherweise ist der Shimmy des Continental Trail Attack 2 deutlich weniger geworden. Verschwunden ist er nicht, aber erträglich. Wir werden als nächsten Reifen trotzdem wieder den Michelin Pilot Road 3 montieren. Oder vielleicht doch den Heidenau Scout K60? Mal sehen wie das Anforderungsprofil der nächsten längeren Tour aussieht.

Nach der Tour ist vor der Tour!

Motorradstrasse Deutschland Ostroute Tag 9 – 337km und Fazit

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Ich konnte gestern Abend nicht einschlafen. Daher habe ich ein wenig mit locus auf dem Handy rumgespielt und geschaut ob entlang unserer Route Earthcaches zu finden sind. Und tatsächlich, vier Stück liegen direkt an der Route. Unter direkt verstehe ich keine 50m Abweichung. Nachdem ich diese ins GPS gespeichert hatte war ich dann auch endlich so müde dass ich schlafen konnte. Der heutige Morgen begrüsste uns endlich mal mit Sonne und blauem Himmel!

Wir starten um 9:30 Uhr unsere heutige Cache und Motorradtour. Den ersten Earthcache erreichen wir bereits nach ca. 20 Minuten Fahrt. Eine Gesteinsformation und eine Infotafel. Dieses Schema sollte sich heute noch dreimal genau so finden. Der Thüringer Wald begeistert mit engen Kurven und Wäldern. Wir gleiten auf der Naturparkroute Thüringer Wald entlang bis Eisenach. Hier sticht uns die Wartburg ins Auge und wir versuchen zu ihr hochzufahren. Kurz vor dem Ziel stoppt uns eine Parkplatzschranke mit Bezahlhäuschen. Wir drehen ab. Wir haben zu wenig Zeit um hier auch noch Eintritt zu bezahlen.

In der Nähe von Werra kommen wir noch am Kali Bergbau vorbei. Ein beachtliches Werk hat die K+S KALI GmbH dort stehen. Nach Thüringen kommt Hessen und wir kommen in die Röhn. Die Straßen werden besser, die Kurven werden weiter und die Fahrt wieder schneller. Dies macht das ganze auch gefährlicher. Hier stehen wieder Blitzersäulen. Aber wir sehen sie rechtzeitig und diesmal kriegen wir die Säule! Wir halten und Blitzdingsen sie! Am Schloss Buchenau machen wir noch einen kurzen Fotostopp.

In Bad Neustadt an der Saale verabschieden wir uns von der Ostroute der Motorradstrasse Deutschland und treten sozusagen die Abreise an. Wir wählen etwas größere Straßen um heute nicht zu spät zu Hause anzukommen. Schließlich geht es morgen früh in die Schweiz. Die VStrom braucht noch ein wenig Zuwendung (Kettenpflege, Hauptständer abbauen, Bremsbeläge wechseln). Wir kommen kurz nach 16 Uhr an und widmen uns gleich dem Motorrad. Nachdem die Wartungen erledigt sind lassen wir den Tag mit unserer Familie bei einer Frankenpizza ausklingen.

Ein kleines Fazit zur Ostroute. Insgesamt hat uns die Tour sehr gut gefallen. Wir haben in 9 Tagen knapp 3000km zurückgelegt wobei wir einen Tag Pause gemacht haben. Lediglich die Unterkunft in Schwerin können wir nicht empfehlen. Wir haben 8 Bundesländer durchquert, viele Ferienstrassen Deutschlands angeschnitten und von flachem nordischem Küstenland bis hin zu deutschem Mittelgebirge alles gesehen. Mal schauen vielleicht ergibt es sich 2014 dass wir eine der anderen drei Routen der MSD befahren.

Solltet ihr unsere GPS Tracks als Grundlage für die Planung einer eigenen Tour verwenden wollen schaut sie bitte nochmal durch. In den Artikeln zu den Tagen sind mitgeloggte Tracks enthalten in welchen auch kleine Verfahrer enthalten sind.

Vielen Dank an alle die uns hier online begleitet haben, wir hoffen die Art wie wir euch hier haben teilhaben lassen hat gefallen gefunden.

Anbei nochmal die Gesamtstrecke mit Hotels:

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Motorradtour Richtung Kelheim am Main-Donau-Kanal entlang mit Earthcache

Eigentlich war dieses Wochenende „mehr“ geplant. Aber es kommt meistens anders als man denkt. Also wenigstens ne spontane Tour am Sonntag mit dem groben Ziel Kelheim. Aus welchen Gründen auch immer ist diese Richtung bisher von mir noch nicht wirklich erkundet worden. Ich kann mich an maximal 2 -3 längere Fahrten in diese Richtung in den letzten 10 Jahren erinnern. Dabei wird die Gegend doch immer wieder gelobt.

Also erstmal kurz an den Computer. Den Motoplaner geöffnet. Start, Ziel und ein paar Zwischenpunkte und schon steht die Tour im groben. Das ganze als GPX gespeichert. Diese wiederum bei Geocaching.com als Basis für eine Pocket Query hochgeladen. Und die Earth Caches in Streckennähe rausgesucht. Auf echtes Dosensuchen hatten wir aufgrund der Temperaturen und der Motorradklamotten keine Lust. Aber evtl. wäre ja was zu besichtigen. Prompt stach mir der Earthcache GC2HZM5 Schloss Prunn Die Burg auf dem Korallenriff ins Auge. Ziemlich die Mitte der geplanten Tour, was zu besichtigen und mit Sicherheit gibt es auch eine Möglichkeit zur Einkehr in der Nähe. Das ganze noch aufs GPS62s gespielt und schon waren wir unterwegs.

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Die Strecke bis Allersberg war wohlbekannt, ab dort begann dann Neuland. Entlang des Kanals fanden wir schöne langgezogene Kurven und den einen oder anderen Sehenswerten Ort. Eine kurze Pause legten wir an der Benediktinerabtei Plankstetten ein. Kurze Zeit später kamen wir an Burg  Prunn an und begannen die Infos für den Earthcache zu sammeln. Noch die obligatorischen Logfotos geschossen und zu einer Stärkung in der Burgschenke niedergelassen. Frisch gestärkt nahmen wir nun den Heimweg in Angriff.

In Altessing nahmen wir Abschied vom Kanal und nahmen Kurs auf Neumarkt. In Feucht gings dann auf die A73 um uns den Großteil der Stadtfahrt durch Nürnberg zu ersparen. Nach einem „kleinen“ Zwischstop mit Grillen bei Freunden ging es dann unspektakulär über die B14 nach Hause. Insgesamt eine schöne Tour mit 250 km die in ca. 4 Stunden locker zu bewältigen sind.

Anbei nun noch einige Impressionen:

First to find in 817 km Entfernung / verloren geglaubter Travelbug kehrt heim / Lost Place

Der Urlaub in Kroatien stand an. Also erstmal an die Planungen gemacht. Ein bisschen Cachen im Urlaub muss schon sein. Vor allem da die Qualität der Caches außerhalb von Deutschland (gefühlt) irgendwie besser ist.

Außerdem war da ja noch unser zwischenzeitlich verloren geglaubter Travelbug der das Ziel hatte uns 2011 in Kroatien zu treffen. Der TB war 2011 zwei Wochen vor der Zeit am Treffpunkt angelangt. Wr hatten uns schon sehr darüber gefreut ihn wieder einzusammeln, aber wenige Tage vor unserer Ankunft nahm ihn jemand mit in die Tschechische Republik. Hier irrte er nun zwei Jahre herum. Nachdem klar war dass wir 2013 wieder nach Kroatien fahren änderten wir das Ziel des Travelbugs um ihn hoffentlich diesmal aufsammeln zu können. Und tatsächlich der geocacher Sarape brachte ihn bis nach Zagreb. Da Zagreb auf unserem Anfahrtsweg liegt beschlossen wir kurzerhand einen kleinen Abstecher einzulegen in der Hoffnung dass der TB noch nicht wieder mitgenommen wurde. Leider tauchen die Logs von Travelbugs in typischen Urlaubsländern meist verzögert auf da die Cacher (so auch wir) ihre Funde erst nach dem Urlaub loggen. Wir waren nun also Nachts um 3 Uhr in Zagreb und störten ein wenig das Bild des heimkehrenden Partyvolkes mit unsere Suche nach dem Geocache GC35FNJ Tram.

Nach wenigen Minuten konnten wir zuschlagen und uns freuen, der Travelbug war da. Nach gut 7500km und 3 Jahren hatten wir ihn tatsächlich wieder. Nun sollte es mit dem Cachen erst auf der Insel weitergehen.
Ein cache brannte uns unter den Nägeln. An GC31RMT Beautiful Island hatten wir uns 2011 die Zähen ausgebissen. Wenige Tage nach unserer Abreise wurde er allerdings wieder gefunden. Dieses Jahr waren wir dann nach kurzer Suche erfolgreich und konnten auch diese Dose loggen. Nur soviel dazu: Caches in einer Mauer aus Steinen zu suchen ohne einen Fotohint kann sehr mühselig sein.

Nach zwei weiteren gefundenen Caches in StariGrad (GC3NWG2 Starigrad Vistapoint und GC35A8M Sunset at Starigrad) entdeckte ich beim aktualisieren der noch ausstehenden dass es einen neuen Cache auf der Insel gibt –> GC4F653 The deserted Village. Beim genaueren Betrachten stellten wir fest dass dieser 3 Minuten vorher veröffentlich worden war. Also stand unser Tagesprogramm fest. Wir würden diesen Lost Place besichtigen und eventuell einen first to find in 817km Distanz zu den Heimatkoordinaten erreichen. Einziger Haken an der Sache 10 Uhr morgens bereits über 30 Grad und die Beschreibung klingt nach einigen Kilometern entweder bergauf oder bergab wandern. Wir wählten den Weg von der neuen Straße nach Hvar. Ein für deutsche Verhältnisse schlechter Feldweg, für kroatische verhältnisse eine kleine Straße führt hier nach Malo Grablje. Und nachdem uns ein Schild auf eine Konoba (Gastwirtschaft) hinwies dachten wir uns der Wirt muss seine Sachen auch irgendwie dorthin bringen. Schaun wir mal wie weit wir kommen. Fazit: Man kann bis Malo Grablje fahren. Der Ort gilt seit 1971 als Verlassen. Die Natur hat ihn zu großen Teilen bereits zurückerobert. Zu Hochzeiten wohnten hier mehr als 120 Personen. Es gibt unzählige Häuser, Zisternen eine alte Mühle, eine Kirche und (wie wohl überall wo Touristen hinkommen) eine aktuell auch bewirtschaftete Konoba. Direkt nach uns trafen drei Land Rover mit Touristen ein die in ca. 15 Minuten durch den Ort gescheucht wurden und dann weiterfuhren. Wir nahmen uns alle zeit der Welt diesen wunderschönen Lost Place zu erkunden und natürlich auch um den Cache zu finden. Und tatsächlich wir sind die Erstfinder! Wer hätte das gedacht in solcher Entfernung von zu Hause und ohne automatische Benachrichtigung einen first to find gemacht. Dieser Cache hat natürlich einen Favoritenpunkt verdient. Hier zeigt sich was mit der gefühlten Cache Qualität gemeint ist. Es ist kein lieblos hinter eine Leitplanke geklebter Micro der als reiner Statistikpunkt dient. Hier wurde eine wundervolle Umgebung mit Ihrer Geschichte gezeigt. Ich würde mir wünschen dass sich dies alle geocacher zu Herzen nehmen und mehr nach dem Motto Qualität vor Quantität handeln!

 

Der Cache GC3GG0N Pebble Beach ist ein Beispiel wie man eine Dose so in einer Steinmauer verstecken kann dass keine Stundenlange suche nötig ist. Der Strand welchen man an dieser Stelle vorfindet ist es wert häufiger besucht zu werden.

Nun stand noch ein Tagesausflug auf die Nachbarinsel Brac an um wenigstens einmal das Zlatni rat (das Goldene Horn) einen der beliebtesten Strände Kroatiens gesehen zu haben. Nur so viel zum Zlatni rat… das ist Massentourismus in reinkultur. Liege an liege steht auf dem Strand. Das beste was wir gefunden haben war ein Crepe Stand und direkt daneben ein Stand mit Smoothies. Also wenn der Strand schon nicht so toll isr dann hoffentlich wenigstens die drei anvisierten Caches. GC4EJAZ Kuca u Kuci: Ein Haus das in einem anderen Haus steht. Die Location ist stoll, aber leider nicht zugänglich. Man kann lediglich durch einige vergitterte Öffnungen gucken. Der Cache war schnell gefunden. Der Kurz-Multi GC2B304 Beautiful Bol führt einen direkt ans Horn um einen dann zur Luftlinie 2,5 km entfernten Dose zu führen. Dies nötigt einen (im positiven Sinne) den ganzen Ort anzuschauen, leider ohne dabei näher auf den ort einzugehen. Man hätte diesen Cache sicherlich mit ein paar mehr Stationen und vor allem Informationen interessanter gestalten können. Und um die drei voll zu machen noch der fair und informativ gestaltete Earth Cache GC3M6QW The Golden Horn of Bol.

Den cachenden Urlaubsabschluss machten wir dann bei GC3MKBZ Mini Thailand welcher uns einen weiteren kleinen versteckt liegenden Strand zeigte.

Die Highlights in Sachen Geocaching waren definitv der Lost Place und unser eingesammelter Travelbug.