Route des Grandes Alpes – Tag 11 – 104km – Annecy

Aufwachen und zu wissen dass es Toast gibt statt Baguette ist nicht das schönste Gefühl 😉 okay… ich hör ja schon auf zu stänkern. Aber wenn mich was wirklich unentspannt macht dann sind es diese Toiletten die nur ein Loch im Boden sind. Und die gibt es in Frankreich ja doch mal sehr gerne. Also kein entspannter Morgen heute. Wir haben heute Zeit…viel Zeit. Also erheben wir uns erst um 8 Uhr und dann tun wir alles in Zeitlupe. Zusammenpacken in Zeitlupe – Essen in Zeitlupe (achja, der Käse und die Wurst ist super, wenn nur der Toast nicht wäre) – Zelt abbauen in Zeitlupe – trotzdem sind wir um 10 Uhr fertig. Warum läuft das inzwischen gerade wenn man sich Zeit lässt so geschmeidig und zu Beginn einer Reise kann man sich beeilen wie man will und kommt net vor 11 Uhr weg.

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Also wir verlassen um kurz nach 10 Uhr den Platz und halten nochmal am Marktplatz um unsere Trinkrucksäcke mit Brunnenwasser zu füllen. Dann geht es aber wirklich los. Die Route heute ist unspektakulär spektakulär… wie meint er jetzt das wieder? Naja wenn wir hier gerade am Anfang des Urlaubs wären dann wären die Cols heute voll WOW gewesen. Aber so aufs Ende zu versumpfen sie in der Mittelmässigkeit. Diese Mittelmässigkeit ist echt schön anzuschauen und eigentlich voll WOW. Wir durchqueren heute zwei Nationalparks. Zum einen den Park National de Chartreuse und dann noch den Park National du Massif des Bauges. Wir sind auf jeden Fall den ganzen Tag von Bergen umringt die echt ein tolles Panorama bieten. Die Strassen sind schön geschwungen und lassen sich flott fahren. Bis auf ein kurzes Stück wo die Franzosen mal wieder ihr Lieblingsstrassenbaumittel eingesetzt haben – Rollsplit. Man kommt um eine Kurve und stellt auf den letzten Metern ebendieser schon fest dass irgendwas unterm Reifen jetzt komisch ist weil man sich irgendwie mehr seitwärts bewegt als normal. Warum kann man da nicht 100m davor ein Schild aufstellen?

Dem Drang an einer Käserei oder an einer Bäckerei zu halten widerstehen wir heute da wir ja ein Hotelzimmer haben und Essen gehen wollen. Apropos Hotel – unser Zimmer steht ab 15 Uhr zum Check-In bereit. Wir sind aber urplötzlich schon um kurz nach 13 Uhr am Tagesziel. Keine Ahnung wie das passieren konnte 🙂 Die Dame an der Rezeption sagt dass das Zimmer noch nicht fertig ist und bietet uns an etwas zu trinken, die Putzfrau ist bereits bei der Arbeit. Eine Cola und eine Limonade (vom Gletscherwasser des Mont Blanc) und 1,5 Stunden später ist es dann tatsächlich soweit. Wir können das Zimmer beziehen. Die 1,5 Stunden gammelten wir einfach auf der Terasse, haben gequatscht, die Aussicht genossen und ein bisschen mit den Mobiltelefonen gespielt. Einfach mal nix tun.

Nachdem wir unser Geraffel aufs Zimmer gebracht haben schnappen wir unsere Badesachen und gehen runter an den Lac’d Annecy um uns noch ein wenig zu erfrischen. Am Ufer trifft uns fast der Schlag – Menschen ohne Ende welche die gleiche Idee hatten. Wir suchen uns ein Eckchen mit ein bisschen Abstand und stellen beim Gang ins Wasser fest dass es halt nicht die Adria ist. Es ist ein, O-Ton Anja, „Ententümpel“. Wenn man nichts anderes hat nimmt man halt das, aber extra hierherfahren zum Baden… nicht unser Ding. Dementsprechend schnell sind wir aus dem Wasser auch wieder raus. Wir bleiben noch eine halbe Stunde zum trocknen auf der Liegewiese bevor wir uns im Hotel duschen und in die Stadt Annecy aufmachen.

Die Strassen hier sind voll mit Menschen, wir haben das Bedürfnis unsere Masken zu tragen. Ich würde sagen ca. 75% der Menschen hier tragen Masken. Es tut dem Stadtbummel auf jeden Fall keinen Abbruch. Erst geht es entlang des Seeufers durch den Hafen. Hier liegen ziemlich viele Segler. Zum ersten Mal sehen wir auch einen RC-Segler. Mir war gar nicht bewusst dass es sowas gibt. Ich frage mich wie er das Ding vom Wasser kriegt wenn plötzlich Flaute ist. Eine Schraube hat es nicht dran. Die Badestrände sind auch gut belegt. Dann geht es über eine Brücke um eine kleine Halbinsel auf der sich die Jardins de l’Europe (ein Park) befindet zur Pont des Amours. Naja sonderlich hübsch ist die Liebesbrücke nicht.

Wir laufen langsam durch die kleinen Gässchen zurück in die Stadt und halten die Augen offen nach einem Restaurant um Abend zu essen. Entlang des Flusses Le Thiou reiht sich Restaurant an Restaurant. Wir fassen das L’Eridan ins Auge weil es uns das Raclette dort angetan hat. Auf die Teller der Anderen zu gucken ist viel aufschlussreicher als Speisekarten lesen *g*. Wir wandern erst noch ein bisschen weiter und kehren dann wieder hierher zurück. Unsere Wahl steht fest. Eine Flasche Rotwein aus der Gegend und ein schöner großer Brocken Raclettekäse, dazu Kartoffel, Wurst, Schinken und Brot. Einige Zeit später schaut uns die Bedienung verwundert an… es ist kein bisschen Käse mehr übrig. Wir haben alles gegeben und dabei alles essbare was sich auf unserem Tisch befand vernichtet. An den Nachbartischen ist überall ein Rest Käse geblieben. Bei uns nicht.

Leicht angeschickert und pappsatt machen wir uns auf den Weg zum Le Palais de I’lle (dem Inselgefängnis). Wir wollen hier noch ein paar Bilder zur blauen Stunde von der Insel im Fluss machen. Bis es soweit ist beobachten wir noch einen Luftballonakrobaten wie er Tiere für die Kinder formt. Nach dem knipsen gehen wir gemütlich zurück zum Hotel und fallen nahezu augenblicklich in den Schlaf.

Route des Grandes Alpes – Tag 10 – 193km – Le Sappey en Chartreuse

Heute haben wir Zeit. Die geplante Strecke ist kurz, der Campingplatz ist klein und deshalb haben wir angerufen und reserviert und wir rechnen damit zügig voran zu kommen. Trotzdem sind wir erholt und ausgeschlafen. Vor dem Frühstück packen wir noch ein wenig zusammen. Dann gibt es exakt dasselbe wie gestern und wir sind eigentlich viel zu früh startklar. Um 10 Uhr rollen wir aus dem Hof der Unterkunft.

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Zuerst geht es zurück durch die Gorges de la Méouge. Heute am Dienstag sind fast keine parkenden Autos zu sehen und der Fluss ist auch sich selbst überlassen. Wir machen ein paar Fotostopps und freuen uns an der Natur. Dann kommt aber ein Parkplatz an dem doch ein paar Autos mehr stehen. Wir halten und ich wandere mit dem Foto hinab an den Fluss. Hier ist ein kleiner Wasserfall welcher ein etwas tieferes Becken ausgespült hat, so dass das Wasser ca. 1,75m tief ist. Ich mache ein paar Fotos dann wandere ich wieder hoch zu Anja und wir fahren weiter.

Auf dem Weg zurück zur Route Napoleon fahren wir wieder durch Obstplantagen welche von einem gigantischen Kanal durchzogen sind welcher das Wasser für die Plantagen führt. Nutzschifffahrt findet hier nicht statt, dafür sind die Brücken zu niedrig die über den Kanal führen. Im Hintergrund sehen wir wieder Berge und freuen uns schon darauf dass es endlich wieder etwas kühler wird.

Ein Stück weiter stoppen wir an einem abgeernteten Getreidefeld. Die großen Strohrundballen liegen noch hier und im Hintergrund sieht man Schneebedeckte Gipfel. Ein gegensätzlicher Anblick der mich fasziniert. Wir haben über den Col Bayard (1246 Hm) die Provence verlassen und die Hitze lässt nach. Die Landschaft wandelt sich direkt nach dem Pass total. Es ist wieder viel grüner und die Wälder sehen deutlich saftiger aus. Wir atmen durch und genießen die heutige Streckenführung. Endlich geht es wieder durch Berge, auf und ab und immer sieht man irgendwo eine weiße Spitze. In Saint Bonnet en Champsaur entdecke ich die La Fromagerie du Champsaur. Ich werfe den Anker und entscheide spontan dass es heute Abend und morgen früh wieder Käse gibt. Wir decken uns direkt beim Erzeuger mit drei Sorten Käse und einer groben Schweinswurst welche mit einem Likör veredelt wurde ein bevor es weitergeht.

Während wir den Park National des Ecrins streifen sehen wir ein paar Stauseen (z.B. Lac du Sautet) und folgen dann dem Fluss Le Drac. Der Weg entlang des Le Drac ist zwar nicht direkt die Route Napoleon, aber diese ist uns zu gut ausgebaut, deshalb machen wir Abstecher davon und fahren parallel zu ihr.

In Champ sur Drac suchen wir nach einer Boulangerie (Bäckerei) und werden nicht fündig. Eigentlich wollten wir noch eine Pause mit Tartellets machen und noch ein bisschen Zeit vertrödeln da der Campingplatz erst um 16 Uhr öffnet. Nachdem wir leider nicht fündig werden fahren wir auf der Schnellstrasse weiter nach Grenoble wo doch sicher ein Bäcker für uns zu finden ist. Pustekuchen!!! Heute ist Dienstag und wir haben inzwischen die Vermutung dass die französsische Boulangerieinnung den Dienstag zum Ruhetag ausgerufen hat. Keine Ahnung warum, aber jeder Bäcker an dem wir vorbeikommen hat geschlossen. Grenoble könnte sich mal ein Beispiel an den Schwaben nehmen. Da hat es Bäcker ohne Ende und die hatten auch offen als wir kamen 😉

In Grenoble zeigt es auf einer Reklametafel auch die aktuelle Temperatur an. Hier in der Stadt hat es 40° Grad Celsius und wir kochen in unseren Klamotten! Wir erwischen keine einzige Ampel bei Grün. Das ist keine gefühlte Übertreibung! Nein, ALLE Ampeln an denen wir vorbeifahren sind rot und wir müssen stoppen. Wir wollen einfach nur noch raus. Auf dem Weg aus der Stadt werde ich langsam nervös, es sind nur noch wenige km bis zum Campingplatz und wir waren noch nicht einkaufen. Baguette, Wasser, Obst und Gemüse fehlen noch völlig. Es ist ja nicht so dass wir verhungern müssten. Aber ich hab auch nicht wirklich Lust zum Käse Couscous mit Thunfisch zu essen…

In Grenoble endet die Route Napoleon. Sie ist bei weitem nicht so imposant wie die Route des Grands Alpes. Es sind weniger Pässe und diese sind bei weitem nicht so hoch. Dafür lässt sie sich viel flüssiger fahren und man kommt flotter voran. Die richtige Entspannung nach der Kurvenhatz auf der RdGA. Ich habe so eine Vorahnung dass wir gerade an der letzten Einkaufsmöglichkeit für Baguette vorbeigefahren sind und Anja und ich diskutieren dass über die Senas. Da es aber nur noch 8km bis zum Campingplatz sind besteht Anja darauf dass es dort bestimmt auch noch eine Boulangerie gibt. Also gut dann essen wir halt Käse mit Couscous… Wir machen nochmals ein paar Höhenmeter und kommen am heutigen Tagesziel in Le Sappey en Chartreuse an. Siegessicher verweist Anja auf die Marktstände welche aber nur Obst und Gemüse anzubieten haben. Na gut, dann gibts eben Käse mit Gurke und Tomate. Neben dem Marktplatz ist eine Brasserie in der wir uns zwei Stücke Tarte, eine Cola und eine Limonade für lässige 18,50 EUR gönnen… spinnen die Franzosen??? Die wissen schon warum sie keine Preise dazu schreiben. Wir haben immer noch kein Baguette.

Um kurz nach 16 Uhr beziehen wir dann unseren reservierten Platz und bauen das Zelt auf. Danach drehen wir nochmal eine Runde durch den Ort und finden eine kleine Epicerie – vielleicht gibt es doch noch Baguette 🙂 aber wir werden enttäuscht – ich hab es gewusst – es gibt natürlich kein Baguette mehr. Wir jagen aber die letzte Packung „Plain“ (16 Scheiben Toast für 3,50 Eur). Anja hängt noch ein wenig in der Hängematte ab während ich mal den Hauptscheinwerfer von Elli anschaue und feststelle dass ein Stecker zur rechten H4 Birne total verschmort ist. Das muss wohl die Ursache für die ständig fliegende Sicherung sein. Das gute an den V-Stroms ist dass sie zwei Scheinwerfer haben. Somit lasse ich einfach den Rechten abgesteckt und es sollte für den Rest der Reise alles ok sein. (Nachtrag: der Stecker war es nicht, und auch nicht der vergammelte hinter der rechten Verkleidung, und auch nicht der gelbe aus dem „Zappenduster“ Thread im V-Stromforum – Nein, es war eine Scheuerstelle im Kabelbaum und es hat mich insgesamt 17 Sicherungen gekostet bis ich sie gefunden hatte.)

Wir essen noch die Hälfte des Käses und der Wurst mit unserem exquisiten Toast (statt dem Baguette was wir 8 km vor dem Campingplatz noch hätten kaufen können wenn wir angehalten hätten) und ein paar Tomaten. Danach heisst es ab in den Helinox / die Hängematte und den Tag in Textform Revue passieren lassen. Sobald die Sonne weg ist sinkt die Temperatur in einen äußerst angenehmen Bereich. Ich bin gespannt wie kühl es heute Nacht wird.

Route des Grandes Alpes – Tag 08 & 09 – 208km & 40km – Barret sur Mèouge

Ich habe geschlafen wie ein Toter. Die Hitze macht einen echt fertig. Um diese ein wenig abzumildern wollen wir heute wieder zügig los. Zum Frühstück gibt es Gurke, Paprika, Tomate, dunkles Baguette, einen vegetarischen Brotaufstrich und Melone. Die Melonen hier schmecken viel intensiver und besser als das was man bei uns im Laden bekommt. Dann zügig das Zelt abgebaut und aufgepackt. Um 9:30 verlassen wir den Platz.

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Zu Beginn der heutigen Strecke vollenden wir die Umrundung des Lac de Sante Croix. Wir können den kompletten See und sogar noch die Ebene dahinter mit den Lavendelfeldern überblicken. Es ist ein herrlicher Ausblick. Auf dem See ist bereits wieder total viel los. Kleine Boote ohne Ende. Dann folgen wir wieder der Gorges du Verdon. Allerdings heute nicht durch die Schlucht, sondern über ihr. Dieser Ausblick gefällt uns fast besser als der Blick von unten. Außerdem ist hier quasi kein Verkehr. Ob das nun an der Uhrzeit liegt oder an der Streckenwahl können wir nicht sagen. Wir halten immer wieder an um unsere Eindrücke auf den Sensor der Kameras zu bannen.

Die Strasse D71 welche wir heute entlang der Schlucht fahren ist auf den Karten als kleine weisse Strasse dargestellt. Die D952 welche wir gestern durch die Schlucht gefahren sind ist als gelbe etwas größere Strasse dargestellt. Die Realität ist genau andersrum. Die D71 ist besser ausgebaut und lässt sich viel zügiger fahren. So kommen wir trotz der vielen Fotostopps flotter voran als gedacht. Nach den Aussichtspunkten Balcons de la Mescla (Felsterrassen) kommen wir zur Brücke Pont de l’Artuby wo sich just als wir eintreffen gerade einer in den Abgrund stürzt. Gesichert ist er dabei durch ein elastisches Seil – Bungeejumping nennt man das und es gibt hier scheinbar eine ganze Menge Leute die daran Gefallen finden.

Bei Castellane verlassen wir den Fluss Le Verdon und die Strassen werden wieder ein bisschen größer und flüssiger. Das kommt uns heute entgegen. Wir merken die Kurvenhatz und die Hitze der letzten Tage ganz schön. Deshalb haben wir für die nächsten zwei Nächte auch ein Hotel gebucht und werden morgen einen lässigen Pausentag einlegen. Ein bisschen Erholung muss im Urlaub ja auch mal sein 😉 Spätestens ab Barreme muss man die Strasse dann als gut ausgebaute Bundesstrasse beschreiben. Wir lassen fliegen (im Rahmen der legalen Möglichkeiten…) und freuen uns dass es weiter so flott voran geht. Die Temperaturen steigen nochmal deutlich an und die Luft brennt richtig im Gesicht.

In Digne les Bains suchen wir nach einem Laden um ein bisschen Käse zu kaufen. Wir haben noch Baguette und wollen eine Kleinigkeit vespern. Als wir durch die Innenstadt fahren dämmert uns dass ja Sonntag ist und viele Läden geschlossen haben. Wir akzeptieren das bereits und verlassen die Stadt wieder als ich einen Wegweiser auf ein großes Gewerbegebiet sehe. Dort finden wir einen großen Carrefour der Sonntags auch geöffnet hat. Anja verläuft sich in diesem fast und braucht über eine halbe Stunde um zwei Käse und Wasser zu kaufen. Wir klappen das Topcase auf und nutzen den Deckel als „Vesperwannenbrett“. Der Parkplatz des Carrefour ist nicht der romantischste Picknickplatz, aber wir stehen im Schatten, es geht ein bisschen Wind und wir lassen es uns schmecken.

Nach einer Stunde Pause machen wir uns dann auf die letzte Etappe vor dem Pausentag. Weiterhin geht es auf einer „Bundesstrasse“ nach Sisteron das wir bereits von weitem an seiner mächtigen Zitadelle die förmlich aus dem Kalkfelsen über dem Ort herauszuwachsen scheint erkennen. Nach Sisteron verlassen wir die große Strasse und fahren durch ein Obstanbaugebiet. Links und rechts der Strasse sind mit Netzen abgedeckte Apfelbäume die mit dem Wasser des nahegelegenen Flusses bewässert werden.

Wir fahren in den Park Natinole des Baronnies Provencales. Und genauer gesagt in die Gorges de la Méouge eine weitere Schlucht welche von ihrem Fluss geprägt wird. Heute am Sonntag ist jede mögliche Ecke an der Strasse mit Autos zugeparkt und die Besitzer der Fahrzeuge sitzen im seichten Wasser des Flusses um vor der Hitze zu fliehen. Wir sind gespannt wie es unter der Woche dort aussieht und überlegen ob wir am morgigen Pausentag auch mal ein bisschen planschen gehen. Man muss dazu sagen dass (zumindest an den Stellen welche wir einsehen konnten) das Wasser meist maximal knietief ist.

In Barret sur Mèouge stoppen wir an unserer Unterkunft für die nächsten zwei Tage. Der Wirt lacht mich aus als ich ihn frage ob wir hier Maske tragen müssen und zeigt auch gleich was er von dem Maskenthema hält: „Mask only for TV!“ Social distancing fällt uns hier nicht schwer da wir fast die einzigen hier sind. Wir packen die Motorräder ab und parken sie im Innenhof unter Dach. Dann beginnen wir unkontrolliert zu schwitzen. In der Sonne dürfte es locker über 40 Grad haben. Wir bleiben erstmal im abgedunkelten Zimmer und versuchen uns zu akklimatisieren. Später checken wir mal noch die Motorräder durch, ersetzen bei Elli die durchgebrannte Sicherung des Hauptscheinwerfers (Ursachenforschung betreibe ich dazu erst zuhause – es ist bereits die 3 Sicherung innerhalb eines Monats) und gönnen beiden Moppeds einen kräftigen Schluck Motorenöl. Bei heißen Temperaturen haben beide einen erhöhten Verbrauch an Öl.

Nach einer Dusche begeben wir uns dann zum Abendessen. Wir hatten auf Booking.com in den Bewertungen von der herausragenden Küche hier gelesen. Die Karte überforderte uns dann aber ein wenig. 3 Menüs mit je 2 Vorspeisen, Hauptspeisen und Desserts, welche auch alle einzeln bestellt werden können. Die Bedienung spricht kein Wort Englisch, wir immer noch nur 4-6 Worte Französisch. Google Translate ist hilfreich bei der Auswahl auf der Karte. Die Preise sind sehr gehoben, entsprechen aber absolut der Qualität und der Darbietung der Speisen!
Wir gönnen uns beide eine Vorspeise und als Hauptgang hat Anja Lamm und ich Schweinebäckchen. Das Essen war ein Gedicht! Die Flasche Wein dazu sorgte dafür dass wir auch bei den hohen Temperaturen einigermaßen schlafen konnten. Wir hatten noch einen taktischen Fehler gemacht. Kurz vor dem zu Bett gehen alle Fenster geschlossen und für 10 Minuten das Licht im Zimmer an. An den Scheiben tummelten sich von außen 1000 Insekten. Diese wollten wir auf keinen Fall ins Zimmer lassen und so schliefen wir bei geschlossenen Fenstern ein.

Irgendwann Nachts war Anja mal kurz wach und machte die Fenster im dunklen auf. Dies hatte zur Folge dass es früh fast ein wenig „frostig“ war. Es dürfte um 8 Uhr so zwischen 15 und 20 Grad gehabt haben. Das waren wir nicht mehr gewohnt und kuschelten uns um so enger zusammen. Um 9:30 waren wir dann beim Frühstück. Hier merkte man deutlich auf was der Franzose wert legt. Und das ist nicht das Frühstück. Nicht falsch verstehen. Für französische Verhältnisse war es hervorragend. Aber die Klasse des Abendessens hier konnte es nicht einmal ansatzweise halten. Baguette, Croissant, Käse, Wurst, Schinken, Marmeladen, Joghurt und Kaffe/Tee wurden dargereicht. Als Serviette ein Zewa, der Käse – Scheibletten – und das in einem Land aus dem Käse wie Comte, Reblochon, Beaufort, Mortier, und noch viele mehr kommen. Fazit: Das frühstück hier wird nur gereicht weil der Gast es erwartet. Die Liebe steckt im Abendessen.

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Wir satteln doch die Motorräder auf um eine kleine Runde zu drehen. Das Hotel nimmt nur Bargeld und wir haben definitiv nicht genug einstecken. Außerdem ist Ellis Tank fast leer. 18 km weiter in das Tal hinein ist sowohl ein Geldautomat als auch eine Tankstelle. Außerdem kaufen wir noch eine Melone für Mittags. Den Nachmittag vergammeln wir dann auf dem Zimmer und lassen die Hitze draußen. Am frühen Abend machen wir uns auf zum Fluss um noch ein wenig zu baden. Erst spazieren wir ihn ein wenig im seichten Wasser entlang bis wir eine Stelle finden die tief genug ist um sich reinzusetzen. So verbringen wir noch eine Stunde am/im Wasser bevor wir zurücklaufen und uns fürs Abendessen fertig machen.

Heute gönnen wir uns jeweils ein ganzes Menü – Sprich Vorspeise, Hauptgang und Dessert. Und es war wieder ein Absolutes Gedicht! Wir sind begeistert und neue Vokabeln haben wir auch gelernt – Tres bien (Sehr gut). Die Bedienung freut es und wir sind zufrieden und fallen ins Bett.

 

Route des Grandes Alpes – Tag 03 – 274km – Samoens

Oh wie schön doch so ein trockenes Hotelzimmer ist. Und so kuschelig warm. Und das Sena Headset hat die Nacht auch kuschelig verbracht, in einer Tüte mit Couscous. Das hat die Feuchtigkeit rausgezogen und es erkennt die SD Karte wieder. (Nachtrag: Das Headset hat den Rest der Tour tadellos funktioniert) Wir haben das Zimmer ohne Frühstück gebucht da wir uns ja bereits mit Essen eingedeckt hatten. Ich schüre den Kocher an und fackle beim vorheizen fast den ganzen Tisch ab. Ich bin ein wenig aus der Übung. Und der Kocher zickt auch mal wieder. Also Düse und Spindel rausgebaut und gereinigt und ein neuer Versuch. Er brennt wenn auch net ideal. Da muss ich nochmal in Ruhe ran. Wir kommen natürlich nicht so früh los wie gedacht…es wird 10:30 Uhr bis wir auf den Moppeds sitzen. Das macht aber nichts. Das Regenradar sagt dass es zwischen 13 und 14 aufhören dürfte. Also ist später starten besser für uns.

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Nachdem wir den Speckgürtel von Bern verlassen haben geht es auf wunderbar kleinen Straßen durch saftig grüne Landschaften… von denen wir relativ wenig sehen. Sobald wir ein paar Höhenmeter machen sind wir in vor Nässe triefenden Wolken. Wenn wir unter den Wolken fahren regnet es. Aber heute haben wir die Aussicht auf einen schönen Nachmittag bei blauem Himmel. Den Nässe Höhepunkt haben wir auf dem Col des Mosses mit 1445 Höhenmeter, hier hat es ca. 5 Grad und die nassen Füsse werden empfindlich kalt. Es zieht sich aber ganz schön bis es soweit ist.

Erst kurz vor dem Genfer See als wir das letzte Tal verlassen reisst langsam der Himmel auf und erste Blaue Fetzen zeigen sich. Als wir dann endlich am See ankommen sind die Klamotten schon fast trocken geblasen. Nur in meinen Stiefeln hält sich hartnäckig ein feuchtes Klima. Die werden nächsten Winter dringend mal zu Daytona zwecks Überholung geschickt. Der Genfer See liegt schön ruhig unter dem blauen Himmel und man merkt deutlich dass man in einer Touri Region angekommen ist. Der Verkehr und die Menschen werden mehr. Als dann die Strandpromenanden beginnen halten wir Ausschau nach einem Cafè. Die Französische Seite des Sees scheint nicht ganz so dicht bebaut zu sein wie die Schweizer Seite. Und so fahren wir tatsächlich einige Kilometer bis wir eine ansprechende Patisserie gefunden haben.

Hier decken wir uns mit mehreren Tartelettes, Tee und Kaffee ein, ziehen die mittlere Klamottenschicht aus und setzen uns in die Sonne. Jetzt sind wir angekommen auf dieser Reise. Das Wetter ist gut, es riecht angenehm, wir verstehen die Sprache nicht mehr. Alles ist gut! Wir nehmen noch einen überdimensionalen Cookie mit fürs Abendessen, dann starten wir auf die Route des Grandes Alpes.

Sagenhafte Kurven gleich zu Beginn! Der Verkehr ist dicht, das ermöglicht es uns mitzuschwimmen und uns an die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h zu gewöhnen. Bis wir den ersten Pass der RDGA (Route des Grandes Alpes) erreichen sind wir voll im Kurvenflow angekommen. Kurz vor dem Col des Gets (1172 m) stoppen wir an einer Fromagerie/Boulangerie und kaufen Reblochon und noch einen Käse aus dem Nachbartal dessen Namen ich wieder vergessen habe. Auch eine luftgetrocknete Salami wandert mit in die Einkaufstüte. Nachdem wir den Pass dann überquert haben geht Anja noch in einem Sherpa Supermarche einkaufen und holt frisches Baguette, eine Gurke und Wasser. Nachdem wir den Pass hinter uns gelassen haben biegen wir nach links ab in ein Tal welches für uns eine Sackgasse darstellt. Wir wollen noch zur Cascade du Rouget, einem imposanten Wasserfall. Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit beschließen wir zuerst zum Campingplatz am Ende des Talkessels zu fahren und den Wasserfall morgen früh anzuschauen. Dieser Plan geht leider nicht auf.

We are fully booked ist die Aussage die wir auf dem idyllisch gelegenen Platz nicht hören wollten. Also heisst es für uns wieder zurückfahren. Da es keinen Sinn macht morgen nochmals in die Sackgasse zu fahren beschließen wir gleich noch bei der Cascade vorbeizuschauen. Hier ist die Hölle los. Man kann direkt bis an den Wasserfall heranfahren, was sehr viele Besucher auch tun, wir eingeschlossen. Schnell ein paar Bilder gemacht. Für Stativ und ND-Filter ist die Gischt viel zu stark. So schnell kann man garnicht wischen. Also muss es der Stabi vom Objektiv richten.

Wir fahren den Weg zurück welchen wir gekommen sind und halten die Augen offen nach dem nächsten Campingplatz. In der Hoffnung noch ein freies Plätzchen zu bekommen steuern wir den Platz Camping Caravaneige Le Giffre in Samoens an. Wir haben Glück und es gibt hier sogar free Wifi. Gemütlich bauen wir das Zelt auf und richten unser Essen an. Käse schmeckt immer dort am Besten wo er auch produziert wird. Reblochon kommt aus Hochsavoyen und so genießen wir eben diesen hier. Der zweite Käse – Abondance (ich hatte ein Bild vom Schild gemacht) schmeckt auch hervorragend und die La Tournee des Alpes genannte Wurst ergänzt die Geschmacksexplosion perfekt. So kann es weitergehen! Morgen wollen wir dann einen Beaufort testen.
Heute ist es spät geworden. Um 23 Uhr sitzen wir immer noch wach im Zelt und sind über Routenplanung und Niederschrift der Erinnerungen. Draußen ist es kalt geworden und so freuen wir uns über die kuscheligen Temperaturen im Zelt.

Pyrenäentour 2017 – Tag 20 – 22 – 596 km – Geroldsau, Baden Baden und der Heimweg

Tag 20 unserer Tour begann total entspannt im Zelt. Es ist einfach geil schön eingemummelt im Schlafsack mit dem Zelt im Schatten aufzuwachen, aber bereits durch die Zeltplane zu sehen dass die Sonne scheint. Du weisst das Zelt wird trocken sein wenn du es in 2 Stunden einpackst, du kannst dich zum Frühstücken in die Sonne oder in den Schatten setzen und es folgt ein Tag mit Motorradfahren. Was kann es besseres geben? Richtig, Rühreier am Morgen! Wenn der Drecks Primus Omnilite Ti Kocher denn mal mag… Warum das Ding bei uns mit Reinbenzin immer so schnell verrusst das weiß der Teufel. Düse raus und reinigen, Spindel raus und reinigen – alles wieder zusammen und schon brennt das Ding wieder wie das ewige Höllenfeuer. Ist ja kein großes Ding, aber eigentlich will ich das nicht in 3 Wochen 4 mal machen müssen. Naja die Eier waren trotzdem super und so kann der Tag losgehen.

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Prio hat das zügige vorankommen. Heute Abend haben wir ein Hotel in Geroldsau bei Baden Baden reserviert. Hier bleiben wir zum Abschluss nochmal zwei Nächte. Die Straßenwahl von Basecamp ist heute wieder besser als gestern. Zügig, kurvig geht es voran. Allerdings nicht weit, dann sticht mir eine Mühle an einem Fluss ins Auge. Eine traumhafte Spiegelung, also Warnblinker rein, wenden, parken, Stativ und Filter raus. Anja mag irgendwie noch nicht so recht, das Motiv sagt ihr nicht so zu. Ich bin voll in meinem Element. Soviel zum Thema zügig vorankommen. Es sollte einer von zwei Fotostopps am heutigen Tag sein. Also kann man den schonmal ausdehnen.

Wir fliegen heute erstmal an Flüssen entlang. Das bietet zum einen viele Kurven und zum anderen einen schönen Ausblick. Und so geht die Zeit schnell dahin. Den zweiten Fotostopp legen wir in Clerval ein, auch hier bietet sich eine glasklare Spiegelung im Fluss direkt an. Durch Belfort zieht es sich verkehrsmäßig ein wenig und die steigenden Temperaturen machen es nicht besser. Bald darauf kommen wir an den Rhein. Hier geht es schnurgerade entlang bis wir auf eine Fähre stoßen welche wir zum Übersetzen nach Deutschland nutzen. Endlich wieder 100km/h auf der Landstrasse…denkste. Feierabendverkehr in Richtung Offenburg, das zieht sich. Wir beschließen auf die A5 zu fahren um das ganze zu beschleunigen. Ob wir jetzt B3 oder A5 fahren ist auch schon egal. Die letzten 13km geht es dann nochmal auf kleinen Straßen bis nach Geroldsau. Hier checken wir im Schwarzwaldhotel Sonne ein welches uns schon 2015 als Basis für eine Woche Schwarzwald/Frankreich gedient hatte.

Schnell geduscht und angezogen und zum uns gut bekannten Landgasthof Hirsch zum Abendessen gelaufen. Wir hatten die Hoffnung auf das badische Grillbuffet, dieses findet aber leider immer Freitags und Sonntags statt. Heute ist Dienstag. Also gabs erstmal Carpaccio und dann für mich Lende mit Pfifferlingen und Spätzle vom Brett. Anja hatte eine Perlhuhnbrust auf einer Mango Zwiebel Soße mit Kroketten. Ein Schokotörtchen und eine Käseplatte später waren wir dann endgültig bewegungsunfähig. Der Rückweg gestaltete sich mühsam.

Den folgenden Pausentag am Mittwoch nutzten wir für zweierlei Dinge. Zum einen fuhren wir mit dem Bus zum Friedrichsbad nach Baden Baden. Dieses römisch-irische Bad zeichnet sich durch 17 Stationen von Heißluft über Dampf, eine Seifenbürstenmassage, Warmwasserbecken, Sprudelbad, kühles Bewegungsbecken, Kaltwasserbecken, eine Crememassage bis hin zum Ruheraum und einem Lesebereich aus. Wenn man hier 4 Stunden gechillt hat dann ist man danach auch noch grundgereinigt wie es die antiken Römer schon in den Caracalla Thermen getan hatten. Wer mal hier in der Gegend ist sollte sich das definitv gönnen! Erst recht nach gut 5000km auf dem Motorrad.

Wieder mit dem Bus zurück haben wir den Fotorucksack gepackt, die Five Fingers angezogen und uns auf den Weg zum Geroldsauer Wasserfall gemacht. Hier waren wir auch schon 2015, damals allerdings noch mit ganz anderer Kameraausstattung und vor allem anderem Wissensstand. Wir laufen direkt zum Wasserfall und fotografieren uns dann den Weg zurück. Die Five Fingers (Zehenschuhe) ermöglichen es uns ganz unbedarft  bis zu den Knien im Bach rumzulaufen. Einen anderen Fotografen beobachten wir dabei wie er tunlichst versucht von Stein zu Stein zu kommen und ja keine nassen Füsse zu kriegen. Uns ist das Egal. Was tut man nicht alles für die richtige Perspektive. 3 Stunden und 45 Minuten später ist es 20 Uhr und wir sitzen auf dem Balkon und essen Abend. Die Stative und unsere Schuhe trocknen hinter uns.

Die letzte Nacht auswärts ist nochmal sehr erholsam. Das lange Baden und der Spaziergang an der frischen Luft lassen uns tief und fest schlafen. Das Frühstücksbuffet im Hotel ist wie schon bei unserem letzten Aufenthalt genial und so genießen wir es nochmal in Ruhe zu schlemmen. Die letzten ca. 250 km Landstrasse sind auch ganz schön, können uns aber keine AAAhs und OOOhs entlocken. Zu oft sind wir diese Strecken bereits gefahren. Fotostopps gibt es keine mehr. Wenn man so am Ende einer Reise ist will man dann auch mal ankommen. So geht es zumindest uns immer wieder, wenn man mal im Umkreis von 300km um das heimische Bett ist und es unvermeidlich ist dass man die Reise beendet dann werden wir zielstrebig.

Zuhause angekommen freuen sich alle dass wir wieder gut zurück sind… was hätte uns denn passieren sollen? Die Reiseutensilien sind schnell überall verstreut. Die Waschmaschinen gefüllt und so klingt dieser Urlaub aus wie es so jeder Motorradurlaub tut. Erstmal erzählen und dann die Ausrüstung wieder auf Vordermann bringen. Ein Haufen Bilder wartet darauf gesichtet zu werden, die Berichte wollen veröffentlicht werden und ich hoffe sie haben auch ein wenig Anklang bei euch gefunden.

Die Pyrenäen sind auf jeden Fall einen oder auch mehrere ausgiebige Touren mit dem Motorrad wert und ich glaube auch wir werden irgendwann noch einmal eine Tour dorthin fahren um noch ein paar mehr kleine Strässchen und den einen oder anderen Schotterweg zu erkunden.

Pyrenäentour 2017 – Tag 19 – 319 km – Ounans

Heute Nacht hat es geregnet. Dafür scheint nun die Sonne und wir sitzen im angenehm warmen Sonnenlicht beim Frühstück. Anja ermahnt mich immer wieder mit dem Reifen schön vorsichtig zu fahren. Um 10:45 haben wir aufgepackt und sind startbereit. Angedacht sind ca. 320km bis zu einem drei Sterne ACSI Campingplatz. Mal sehen ob das alles so klappt.

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Die ersten paar km sind wieder so wie gestern, angenehm flott aber trotzdem schön kurvig. Dann ändert sich das Streckenprofil. Leider zum negativen. Es geht kerzengerade auf bundeststraßenartigen Strecken dahin immer wieder ausgebremst durch die zahlreichen Kreisverkehre. Das sollte heute den größten Teil des Tages so bleiben. Einfach öde und langweilig, aber gut für meinen Reifen – in der Mitte hat er ja noch Profil. Erst gegen Spätnachmittag kommen wir wieder auf kleinere und kurvigere Straßen. Die letzten 50 km sind nochmal richtig schön. Der Campingplatz ist super und so geht zumindest dieser Teil des Planes auf, wenn schon die Strecken heute nix waren. Zum Abendessen gibt es heute nur Vesper. Zum kochen sind die Temperaturen heute zu hoch, Anja wanzt noch bisschen in der Hängematte rum während ich Bilder sichere und mich über den Bericht mache.