Plitvicer Seen und Zagreb im Advent 2018 (Teil II)

Nach dem Frühstück räumten wir unsere Blockhütte und machten uns auf den Weg nach Zagreb. Wir sind schon so oft durch Kroatien gefahren, ob mit Motorrad oder Auto, aber noch nie wurden wir bei einer Polizeikontrolle aufgehalten… Und dann auch noch 2 mal kurz hintereinander, aber es gab nichts zu beanstanden, weswegen wir unseren Weg fortsetzen konnten.
In Zagreb geht es wild zu, unsere Unterkunft – das Bed And Breakfast Kaptolski Dvori – lag in der Nähe des Doms, sehr zentral und umgeben von Einbahnstraßen. Endlich die richtige Einfahrt gefunden durften wir unser Auto schon mal abstellen, zum Einchecken waren wir aber noch zu früh dran.
Wir drehten mit leichtem Gepäck eine erste kleine Runde und begannen mit der Besichtigung des Doms. Danach ging es gegenüber Richtung Dolac, der zentrale Markt in der Stadt – ausführlich wollten wir uns diesen aber erst am nächsten Tag ansehen. Über die Skalinska gelangten wir auf die Tkalčićeva- eine Fußgänger-Zone mit vielen Cafes und Restaurants die wir entlangschlendern konnten und uns am Ende Fritule schmecken ließen. (erinnern ein bisschen an unsere Feuerspatzen, Hefeteig der schwimmend im Fett gebacken wird).

Über Treppenstufen gelangten wir in die Radićeva und weiter zum Steintor – in dem schummrigen, nur von Kerzen erleuchteten Durchgang stehen Bänke und ein Altar an dem die Menschen beten, um sie herum das Gewusel und der Lärm der Menschen die einfach nur hindurchlaufen wollten oder den Erklärung ihres Guides folgten.

Über den Jesuiten- und Katarinenplatz geht es auf unsere ersten Weihnachtsmärkte mit Blick auf den Dom und das unter uns liegende Zagreb. Hier ließen wir uns die erste Wurst schmecken, die Auswahl bietet für jeden Geschmack etwas, dass sich die Leute hier in der Weihnachtszeit anscheinend von nichts anderem ernähren wussten wir da noch nicht. Man findet diese Würste in jeder 2. Bude… fast schon wie Nürnberger Bratwürste auf dem Christkindl-Markt in Nürnberg… Der Glühwein allerdings hat nichts mit der fertig zusammengerührten Brühe zu tun, die man bei uns überall bekommt. Jeder Glühwein den ich probiert habe hat anders geschmeckt. Die “Kuhano Vino” riechen sehr stark nach Gewürzen, sind aber eher herb im Geschmack… sehr lecker.

Das Wetter war herrlich, wir schlenderten durch die Buden an der Stroßmeyer-Promenade und setzen unseren Weg zur Markuskirche fort.
Eines der Wahrzeichen Zagrebs mit dem bunt gedecktem Dach, auf dem die Flaggen der Stadt und Kroatiens zu sehen sind. Das Innere der Kirche allerdings ist relativ schlicht und ruhig, einzig die goldene Decke leuchtet förmlich. Der Markusplatz – Zentrum der Oberstadt – ist umringt von Regierungsgebäuden; mit einem kurzen Rundumblick verabschiedeten wir uns auch schon wieder von diesem Teil der Stadt.

Auf dem Rückweg zum Dom streiften wir nochmals kurz den Dolac auf dem gerade die Aufräumarbeiten liefen und die Vorfreude stieg bei dem Gedanken, uns morgen hier ins Getümmel werfen zu können.
Jetzt war es Zeit für eine Pause mit Kaffee und Kuchen.
Gleich unterhalb des Doms befindet sich das Amèlie mit wahnsinnig süßen aber leckeren Torten. Das Cafe selbst ist relativ klein, aber wir fanden draußen auf der überdachten und beheizten Terrasse Platz.

Mit der Dämmerung kam auch die Lust auf den großen Weihnachtsmarkt auf dem Ban zu gehen und so ließen wir uns treiben. Genossen Schinken und Wurst,  knabberten an Käse und Oliven, naschten von Schokolade und Gebäck.

Die Stadt ist mit Tausenden von Lichtern und Ketten geschmückt und funkelt in jeder Ecke. Wer aber besinnliches und ruhiges Dahinplätschern sucht ist hier falsch. Auf jedem Markt befindet sich eine Bühne und wenn sie noch so klein ist, ist das dargebotene Programm bunt durchgemischt, mal legt ein DJ auf, dann singt der Kinderchor, eine Rockband, eine Sängerin im Pelzmantel, der Auftritt einer Trachtengruppe,…
Die Buden nahmen gar kein Ende, ich kann nicht genau sagen, wo ein Weihnachtsmarkt anfing und der andere aufhörte, oder ob es einfach ein großer war. Wir ließen uns treiben, fanden keine Straße die nicht geschmückt war und im Lichterglanz erstrahlte.

Am nächsten Tag wachten wir bei strömenden Regen auf, es sollte auf die Nachmittagszeit zu besser werden, aber alles Trödeln half nichts. Als wir uns auf den Weg zum Dolac machten regnete es noch immer, weswegen wir uns zuerst in die Fischhalle flüchteten. Hier schlägt das Herz für jeden Fischliebhaber höher… Was es hier nicht alles gibt… herrlich!

Draußen waren die roten Sonnenschirme gegen den Regen aufgespannt, es waren nicht so viele Verkäufer da wie bei schönem Wetter, aber die Auswahl ließ trotzdem keine Wünsche offen. Die Stände leuchteten bunt, von Granatäpfeln, Kartoffeln, Nüsse, Paprika, Grünkohl über Salat und Zitronen konnte man hier alles haben. Alles was man im täglichen Leben braucht findet man hier – im Bauch von Zagreb. Es war gut was los und das faszinierendste: Trotz des Regens ist hier niemand genervt und drängelt, sondern macht einem gerne Platz, man tritt einen Schritt zurück und man erhält überall ein lächelndes “hvala”.

Unterhalb des Platzes befinden sich ein paar Blumenstände und hier fanden wir auch den Eingang in die große Markthalle, die Marktstände draußen stehen sozusagen auf dem Dach der Halle.
Wahnsinn wie viele Metzger es hier drin gibt, es hängen halbe Schweine rum und es gibt von Schweinefüßen über geräucherte Wurst bis zu halben Hähnchen alles. In einer kleinen Nebenhalle fanden wir die Käseabteilung. Nach so vielen Eindrücken für unseren Farb- und Geruchssinn wollten wir uns ein bisschen an der frischen Luft bewegen.

Das Grüne Hufeisen sind aneinandergereihte Parkanlagen. Auf der Westachse ist nicht wirklich was spannendes zu sehen, mit einem kurzen Fotostop am Staatsarchiv wollten wir auch abdrehen auf die Ostachse… Vorher machte ich aber noch ein Foto, schaute auf mein Display, welches nochmal kurz lila aufleuchtete und sich dann verabschiedete… Das war wohl zu viel Regen für meine Kamera…
Auch wenn ich grundsätzlich ein Vertreter der Auffassung bin, dass sie ja zum benutzen da ist, war ich trotzdem stinksauer. Glücklicherweise sind wir ja jetzt immer mit zwei Kameras unterwegs, weswegen wir zumindest nicht gänzlich auf Erinnerungsfotos verzichten mussten.

Auf der Ostseite des Hufeisens befindet sich auf dem Tomislavo Trg eine riesige Eisbahn mit ein paar Buden drumrum. Hier fanden wir auch das erste antialkoholische Warmgetränk: Vruca jabuka – warmer Apfelsaft. Gibt´s optional auch immer mit einem guten Schuss Rum. Es geht weiter – nächster Platz, nächster Markt. Hier konnte man kulinarisch Schlemmen, eine Art Streetfood-Markt, mit allerlei Kreationen die man auf die Hand nehmen kann.
Auf dem Trg Nikole Zrinskog sehen alle Buden gleich aus, weiß und lieblich. Hier konnte ich auch nicht mehr widerstehen, ich musste so einen Germknödel haben. Zum Glück musste ich ihn nicht allein essen… Ich liebe Süßes, aber das Ding war schon eine kleine Herausforderung.

Ehe wir uns versahen waren wir wieder in der Altstadt, hier liegt alles so nah beisammen, dass es gut zu Fuß erreichbar ist.
Auch für unser heutiges Abendessen machten wir uns nach einer Pause zu Fuß vom Hotel auf. Wir besuchten den Stari Fijaker – Alten Fiaker. Ich denke man kann ihn am ehesten mit dem Hofbräuhaus in München vergleichen – eine typische Touri-Empfehlung aber mit gutem Preis-Leistungsverhältnis.
So verbrachten wir unseren letzten Abend in Zagreb: mit einem vollen Bauch auf dem Rückweg zum Hotel, genossen noch einmal das Funkeln der Stadt, die stets freundlichen Menschen auf den quirligen Weihnachtsmärkten und natürliche noch eine Fahrt mit der Drahtseilbahn – wobei man die paar Höhenmeter in die Oberstadt auch hätte laufen können.

Für unseren Abreisetag hatten wir uns noch eine Stunde auf dem Mirogoj eingeschoben. Nachdem meine Kamera über Nacht wieder getrocknet war und soweit funktionierte, konnte es noch einmal losgehen.
Es gibt in Zagreb nur noch diesen einen Friedhof und hier wird jeder beerdigt, unabhängig welchem Glauben er angehört, es gibt auch keine Grenzen oder Gebiete, wo wer beigesetzt wird. Hier sind Gräber von Muslimen neben den Gräbern von Christen. Warum funktioniert das überall besser als bei uns?
Eine Stunde ist in dieser großen und schönen Park-Friedhofsanlage einfach zu schnell verflogen, man könnte hier Stunden zubringen, ohne einen Weg zweimal zu laufen.

Wieder am Auto angekommen machten wir uns auf den Heimweg. Die Köpfe waren voll mit Eindrücken, Gerüchen, Geschmäckern, abgebauten Vorurteilen und neuen Erinnerungen an ein wunderbares verlängertes Wochenende  – Hvala!

Plitvicer Seen und Zagreb im Advent 2018 (Teil I)

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, dieses Jahr war es soweit, dass wir der Hauptstadt Kroatiens einen Besuch abstatten wollten. Und wenn wir schon mal da sind, nehmen wir die Plitvicer Seen auch gleich nochmal mit. Am Mittwoch vor dem 2. Advent ging es mit einem voll gepackten Auto los. Deutschland ließen wir schnell hinter uns, Österreich zog sich ewig, aus Slowenien ist man kaum drin auch schon wieder draußen und schon waren wir wieder in Kroatien- zum dritten Mal dieses Jahr :).

Nachdem wir die Autobahn verlassen hatten zog sich die restliche Anfahrt über Land nochmal 2 Stunden. Wir bezogen unsere Blockhütte in Smoljanac und richteten uns ein. Die Hausherrin brachte uns gebratene Wurst zum Abendessen. Eine Art Bratwurst, die kurz geräuchert wird und dann in der Pfanne gebraten. Im Zuge der Völkerverständigung teilten wir gern die fürs Vesper eingepackten geräucherten fränkischen Bratwürste welche wir dabei hatten.

Den Donnerstag verbrachten wir an den Plitvicer Seen. Obwohl das Wetter noch gut war, waren die oberen Seen gesperrt. Wir starteten mit Blick auf den großen Wasserfall. Unsere Hoffnung, hier das türkisblaue Wasser zwischen Schnee und Eis zu sehen wurde leider nicht erfüllt, trotzdem sind die Seen auch im Winter einen Besuch wert.
Wir hatten den ganzen Tag Zeit, es war so gut wie nichts los und wir konnten die Stative für Langzeitbelichtungen sogar auf den über das Wasser führenden Stegen aufbauen. Ab und zu überholte uns eine Horde Asiaten, mehr Gesellschaft hatten wir nicht.

Bevor wir über den großen See fuhren machten wir noch einen kurzen Kaffeestop. Jetzt hatte uns auch das schlechte Wetter eingeholt und es fing an zu Regnen. Einen Großteil des Weges zu unserem Auto fuhren wir mit den Unimogs die hier im Kreis fahren. Das letzte Stück legten wir im Regen zurück, was dem Ausblick aber keinen Abbruch tat.

Mit dem Auto ging es nach Rastoke in Slunj. Das Dorf steht mehr oder weniger im Fluss und fast jedes Haus nutzt bzw. nutze die Strömung für eine Mühle; bevor der Fluss in mehreren Kaskaden und Wasserfällen 10-20 Meter in die Tiefe stürzt.
Das ständige Wasserrauschen in den Ohren drehten wir eine Runde durch das Dorf bevor wir uns zum Abendessen begaben. Einen kleinen Nachteil hat es, wenn man hier außerhalb der Saison kommt, man muss nach offenen Restaurants schon fast suchen.

In der Nähe unserer Unterkunft in Smoljanac wurden wir fündig. Das Degenija verwöhnte uns mit leckerer kroatischen Küche. Die gemischte Vorspeisenplatte machte Appetit auf mehr, das Mehr kam auch.. in Form einer Fleischplatte für 2 Personen.. das hätte locker auch für 3-4 Personen gereicht. Viel zu voll für Nachtisch bekamen wir noch 2 Stücke Kremsnite für später mit.
Die grobe Planung für Zagreb stand und so konnten wir den Abend bei ein paar Runden Rommé ausklingen lassen.

 

Ein Güldenes Oktoberwochenende im Karwendel

Der wunderschöne Herbst dieses Jahr lud uns ein noch einen kleinen Ausflug in die Berge zu machen. Zu dritt sollte es auf den Weg gehen um ein (neudeutsch) “Microadventure” zu erleben.

Am Freitag dem 5.10. fuhren Anja, meine Omi und ich, mit einem kleinen Stop in der Schaukäserei in Ettal, mit dem Auto per Bundesstrassen nach Klais und quartierten uns im Berghaus Alpenland ein. Super Ferienwohnungen die alle (bis auf eine Stufe) ebenerdig sind. Schnell das Gepäck ausgeladen und dann nochmal auf einen Sprung los zum 5 Minuten entfernten Geroldsee (Wagenbrüchsee). Hier kann man zum einen gut parken und nach den 4 Stunden sitzen im Auto noch einen kleinen Spaziergang einlegen. Anja und ich haben dabei das eine oder andere Foto gemacht während wir zu dritt den Sonnenuntergang und das Alpenglühen genossen.

Den Abend schlossen wir dann mit dem Käse welchen wir gekauft hatten und einigen Runden Rummykub ab. Der Samstag Morgen trotzte den Wettermeldungen und begrüsste uns mit Kaiserwetter. Während dem reichhaltigen Frühstück in der Ferienwohnung lugten wir immer wieder aus dem Fenster und freuten uns über den Ausblick auf die Berge.

Nach dem Frühstück packten wir die Fotos und fuhren nach Mittenwald zur Karwendelbergbahn um uns auf 2244m zu begeben.  Nachdem wir den Ausblick von der Bergstation genossen (dieser ist allerdings finde ich recht beschränkt) und die Ausstellung angeschaut hatten standen wir dann vor dem Rundweg, welcher uns einen Blick auf die andere Seite in Richtung Österreich ermöglichen sollte.
Schritt für Schritt und immer wieder die Aussicht genießend arbeiteten wir uns dann zum Blick nach Österreich hoch.

Es gibt Momente im Leben die sind einfach unbezahlbar und das ist wenn du einem lieben Menschen ins Gesicht schaust und ihn einfach nur Strahlen siehst! Als wir auf ca. 2300 Metern endlich über den Karwendel hinweg nach Österreich blickten war meine Omi glaube ich der glücklichste Mensch der Welt und Megastolz dass sie das nochmal geschafft hat. Sie hätte das niemals geglaubt nochmal in die Berge zu kommen geschweige denn auf diese Höhe!

Den Nachmittag beschlossen wir dann nach einem kurzen Stopp am Walchensee mit einer entspannten und ruhigen Schifffahrt auf dem Kochelsee, bevor wir noch in Block’s Post in Krün zum Abendessen gingen. Der Tag hat hungrig gemacht. Schweinshaxen waren genau das richtige für uns nach der “Besteigung” (Befahrung) des Karwendel.

Nach den Anstrengungen des Samstags wollten wir auf dem Heimweg noch ein bisschen Entspannung einbauen. In Ettal machten wir nochmals halt um eine kleine Runde durchs Kloster zu drehen und uns mit Käse für zuhause einzudecken. Danach ging es nach Bad Wörrishofen in die Therme und wir enstpannten die Beine im warmen Wasser. Gegen 18 Uhr am Sonntag waren wir dann mit vielen frischen Erinnerungen von unserem “Microadventure” wieder daheim

Balkantour 2018 – Tag 21 – 437 km – Daheim und Fazit

Der letzte Tag des Urlaubs steht an. Das Aufstehen ist zäh, aber das Frühstück entschädigt dafür. Das Gasthaus Jägerhof ist absolut ruhig am Rand von Mallnitz gelegen. Nur ab und an hört man mal einen Zug vorbeifahren. Wir lassen uns das Frühstück ganz in Ruhe schmecken und packen noch viel ruhiger unsere Sachen zusammen. Knapp 400km Bundesstraßen stehen heute an um nach Hause zu kommen.

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Aber bevor wir Gas geben können steht die Bahnverladung in Mallnitz an. Wir fahren pünktlich zum Bahnhof und dürfen als erste auf den Zug. Das Personal verzurrt die Motorräder während wir uns in den Waggon setzen. Nur wenige Minuten später fahren wir auf der anderen Bergseite in den Bahnhof in Böckstein ein und fahren die Motorräder wieder vom Zug. Bei Schneizlreuth überqueren wir die Grenze nach Deutschland und unsere Laune lässt immer mehr nach. Irgendwie geht es uns jedesmal gleich wenn wir von einer Reise nach Deutschland zurück kommen. Der Verkehr in der Heimat nervt! Man freut sich dass man endlich wieder 100km/h fahren darf und vom Fahrbahnzustand her auch könnte, aber der Verkehr in Deutschland ist einfach nur Krieg. Kurz vor Traunstein schauen wir uns beide an und entscheiden dass wir für den restlichen Heimweg die Autobahn nehmen. Hier kann man sich noch halbwegs in den Verkehrsfluss einordnen und mitschwimmen. Der restliche Weg ist dann unspektakulär.

Nach 5700km durch 13 Länder rollen wir wieder durchs Gartentor und werden von unserer Familie mit einem angeschürten Grill erwartet. Der Kopf ist wiedermal voll mit Eindrücken und wir haben einige tolle Leute kennengelernt. Unsere Meinungen über manche Länder wurden durch Wissen ersetzt und wir wurden einigemale echt überrascht. Alle Unterkünfte welche wir uns in der Regel mit 24 Stunden Vorlaufzeit über Booking.com gesucht hatten waren Klasse und wir können sie definitiv weiterempfehlen.

Hier noch eine Auflistung der Unterkünfte in der Reihenfolge in der wir sie besucht hatten:

Noch ein paar kurze Worte zur Reiseroute. Der Weg über Österreich nach Ungarn an den Balaton war für uns nur Anreise. Bis Österreich war uns die Strecke bereits bekannt. Der Plattensee ist in unseren Augen kein lohnenswertes Ziel. Der Weg vom Balaton nach Serbien rein ist auch noch relativ öde. Ab der Strecke an der Donau entlang in Serbien war es dann echt reizvoll! Die Vila Dunavski Raj ist un seine extra Empfehlung wert da Mina und Ihre Eltern sich hier unwahrscheinlich um ihre Gäste bemühen.  Serbien an der Donau entlang und dann weiter im östlichen Teil in Richtung Süden zu fahren war definitiv eine gute Entscheidung. Die Landschaft hier ist einfach der Hammer. Unser Abstecher in den Kosovo hat uns davon überzeugt wieder zu kommen! Hier müssen wir definitiv noch mehr Zeit verbringen. Mazedonien hat uns ebenfalls in seinen Bann ziehen können und auch hier gibt es eine besondere Empfehlung für das Hotel Korab Trnica. Perfekte Lage und super Essen! Griechenland werden wir wohl mal mit der Fähre angehen müssen um etwas mehr Zeit zu haben. Auf dieser Reise war hier unser Wendepunkt. Hier haben wir die einsamsten Strecken auf der Reise gefunden. Das Hotel Kristal in der nähe von Ksamil in Albanien war eine goldrichtige Wahl um einen Tag Pause zu machen. Ein kleiner Familienbetrieb der viel Wert auf Qualität legt und das etwas abseits vom Trubel in Ksamil. Die Streckenwahl um in den Norden Albaniens zu kommen würden wir evtl ein wenig anders machen. Der Weg nach Durres war etwas eintönig. Der Weg von Durres zum Komanstausee allerdings war erste Sahne uns wir würden ihn wieder exakt genau so fahren. Auch die Überfahrt über den Komansee empfehlen wir klar in dieser Richtung. Es war einfach entspannt vom Hotel zur Fähre in 20 Minuten zu fahren und dann den Rest des Tages in Shkodra zur Verfügung zu haben. Wenn man die Runde andersrum fährt und die Trageti Alpin als Fähre wählt. Dann kommt man erst so gegen 16 Uhr in Fierza an. Maxmoto war etwas früher im Jahr auf dieser Strecke unterwegs. Bei ihm fuhr die Trageti Alpin noch früh ab Komani und Nachmittags ab Fierza. Das Red Bricks in Shkodra ist ein Muss wenn man in dieser Stadt verweilt! Montenegro hat unsere Erinnerungen an 2015 perfekt aufgefrischt und den Drang geweckt wieder zu kommen. Vielleicht dach einmal mit leichteren Maschinen und noch ein wenig mehr Offroad 😉 Unser kurzer Abstecher nach Dubrovnik hätte nicht sein müssen, aber wenn man schonmal Jahrestag hat und die Frau Geburtstag hat dann muss es auch was besonderes sein und da war das Restaurant Horizont . Wir waren ja 2015 bereits ausführlich hier, aber dieser Kurzbesuch hat definitiv auch Spass gemacht. Der eigentliche Heimweg hat uns dann ein wenig ins Hinterland Kroatiens geführt, so dass wir Boris und Gordana im Apartment Ada kennenlernen durften. Die beiden sind alleine schon ein Grund hier mal wieder vorbeizufahren! Eine super Unterkunft! Die Tropfsteinhöhle in Postojna hat uns im wahrsten Sinne des Wortes die Augen geöffnet. Es ist unglaublich was unsere Natur zu bieten hat. Den Mangart werden wir irgendwann auch noch bezwingen und der Rest des Weges war dann mehr oder weniger nur noch absitzen. Wir würden es zu 98% wieder so machen. Manche Plätze erfordern einfach mehr Zeit und Ruhe um sie intensiver zu erkunden.

Balkantour 2018 – Tag 20 – 287 km – Mallnitz

Das Frühstücksbuffet des Hotels hätte uns fast wieder in ein Fresskoma gestürzt. Wir haben super geschlafen, es ist nicht zu warm heute morgen, aber die Sonne scheint. Der blaue Himmel weckt die Lust zu fahren. Just in time um 10:00 Uhr checken wir aus und begeben uns auf den Weg zur Predjama Höhlenburg.