About Tobias Seidel

Tobias Seidel wurde 1981 geboren und hat sein Hobby IT zum Beruf gemacht. In seiner Freizeit beschäftigt er sich viel mit den Themen Android, Motorräder, Geocaching, Fotografie und Tanzen (Standard).

Ein Güldenes Oktoberwochenende im Karwendel

Der wunderschöne Herbst dieses Jahr lud uns ein noch einen kleinen Ausflug in die Berge zu machen. Zu dritt sollte es auf den Weg gehen um ein (neudeutsch) “Microadventure” zu erleben.

Am Freitag dem 5.10. fuhren Anja, meine Omi und ich, mit einem kleinen Stop in der Schaukäserei in Ettal, mit dem Auto per Bundesstrassen nach Klais und quartierten uns im Berghaus Alpenland ein. Super Ferienwohnungen die alle (bis auf eine Stufe) ebenerdig sind. Schnell das Gepäck ausgeladen und dann nochmal auf einen Sprung los zum 5 Minuten entfernten Geroldsee (Wagenbrüchsee). Hier kann man zum einen gut parken und nach den 4 Stunden sitzen im Auto noch einen kleinen Spaziergang einlegen. Anja und ich haben dabei das eine oder andere Foto gemacht während wir zu dritt den Sonnenuntergang und das Alpenglühen genossen.

Den Abend schlossen wir dann mit dem Käse welchen wir gekauft hatten und einigen Runden Rummykub ab. Der Samstag Morgen trotzte den Wettermeldungen und begrüsste uns mit Kaiserwetter. Während dem reichhaltigen Frühstück in der Ferienwohnung lugten wir immer wieder aus dem Fenster und freuten uns über den Ausblick auf die Berge.

Nach dem Frühstück packten wir die Fotos und fuhren nach Mittenwald zur Karwendelbergbahn um uns auf 2244m zu begeben.  Nachdem wir den Ausblick von der Bergstation genossen (dieser ist allerdings finde ich recht beschränkt) und die Ausstellung angeschaut hatten standen wir dann vor dem Rundweg, welcher uns einen Blick auf die andere Seite in Richtung Österreich ermöglichen sollte.
Schritt für Schritt und immer wieder die Aussicht genießend arbeiteten wir uns dann zum Blick nach Österreich hoch.

Es gibt Momente im Leben die sind einfach unbezahlbar und das ist wenn du einem lieben Menschen ins Gesicht schaust und ihn einfach nur Strahlen siehst! Als wir auf ca. 2300 Metern endlich über den Karwendel hinweg nach Österreich blickten war meine Omi glaube ich der glücklichste Mensch der Welt und Megastolz dass sie das nochmal geschafft hat. Sie hätte das niemals geglaubt nochmal in die Berge zu kommen geschweige denn auf diese Höhe!

Den Nachmittag beschlossen wir dann nach einem kurzen Stopp am Walchensee mit einer entspannten und ruhigen Schifffahrt auf dem Kochelsee, bevor wir noch in Block’s Post in Krün zum Abendessen gingen. Der Tag hat hungrig gemacht. Schweinshaxen waren genau das richtige für uns nach der “Besteigung” (Befahrung) des Karwendel.

Nach den Anstrengungen des Samstags wollten wir auf dem Heimweg noch ein bisschen Entspannung einbauen. In Ettal machten wir nochmals halt um eine kleine Runde durchs Kloster zu drehen und uns mit Käse für zuhause einzudecken. Danach ging es nach Bad Wörrishofen in die Therme und wir enstpannten die Beine im warmen Wasser. Gegen 18 Uhr am Sonntag waren wir dann mit vielen frischen Erinnerungen von unserem “Microadventure” wieder daheim

Outdoor Lesertest – Primus Kuchoma Grill Event mit Markus Sämmer

Am 03. August lud die Zeitschrift Outdoor und der Kocherhersteller Primus zu einem besonderen Event ein. Der neue Gasgrill Kuchoma sollte unter Anleitung von Spitzenkoch Markus Sämmer (The Great Outdoors) auf Herz und Nieren getestet werden. Markus Sämmer welcher selbst ein begeisterter Outdoor Koch ist kommt aus der Münchner Spitzengastronomie und betreibt inzwischen ein Catering Unternehmen. Er hat zwischenzeitlich bereits zwei Kochbücher veröffentlicht, welche sich ganz klar dem Kochen draußen außerhalb von beschränkenden Küchenmauern widmen.

Nachdem alle Teilnehmer am Brombachsee eingetroffen waren und sich mit kalten Getränken und einem kleinen Happen gestärkt hatten startete das Event mit einer kurzen Begrüßungsrunde. Gerald (Vertrieb Primus Deutschland) stellte kurz die Produktpalette von Primus von Kochern über Thermoskannen bis hin zu Besteck und allem was die Outdoorküche so braucht vor. Karsten (Zeitschrift Outdoor) gab einen kurzen Abriss über die Auswahl, welche der Motor Presse Stuttgart Verlag im Repertoire hat, bevor dann Markus die Regie übernahm und uns kurz das Menü vorstellte. Dieses sollten wir dann in drei Gruppen (Vor-, Haupt- und Nachspeise) aufgeteilt zubereiten.

  • Vorspeise: auf Eichenholzplanken geräucherter Lachs an einem Melonen Feta Salat
  • Hauptgang: Dry Aged Entrecote als Tagliata an einem Ratatouille und Rosmarin Kartoffeln
  • Nachspeise: Pfirsichhälften mit Amarettini Füllung und Eis

Ich durfte mich an der Zubereitung des Hauptganges beteiligen. Wir schnappten uns Messer, Schneidbretter, Töpfe und unsere Kochzutaten und gingen direkt daran die Vorbereitungen zu treffen. Alles schneiden und anrichten so dass wir später zügig zubereiten können. Zwischendurch ergaben sich auch kurze Pausen so dass wir die Stand Up Paddle Boards des benachbarten Verleihstandes testen konnten. In Kochschürze auf dem See unterwegs sieht auch ganz witzig aus.

Nachdem die Vorbereitungen beendet waren wurde der Lachs für die Vorspeise auf gewässerten Eichenholz Planken im Primus Kuchoma für 12 Minuten geräuchert. Nach dem Anrichten war dann Genießen angesagt. Eigentlich  hätte ich keinen weiteren Gang mehr gebraucht. Der Lachs in Kombination mit dem leichten Sommersalat hatte meine Geschmacksknospen bereits vollständig befriedigt.

Bei der Zubereitung für den Hauptgang gab es dann einiges an Infos von Markus was man falsch bzw. wie man es richtig machen kann. Das Ratatouille war bereits soweit fertig. Die Kartoffeln hatten wir bereits vorgekocht so dass sie nur noch im Ölivenöl und Rosmarin geschwenkt geschwenkt werden musste. Das Entrecote verbannten wir zum anbraten auf den Grill. Dieser blieb geschlossen und wurde nur zum Wenden kurz geöffnet. Dann die Flamme aus und noch nachziehen lassen. In Streifen aufgeschnitten und mit Zitrone, Olivenöl, Salz und Pfeffer gewürzt wurde das Fleisch auf dem Ratatouille gebettet serviert. Die Geschmacksnerven wurden aufs neue gefordert und vollständig befriedigt. Es war einfach nur #Foodporn

Die Nachspeise in Form der gegrillten Pfirsichhälften mit Füllung und dem Eis dazu rundeten das Geschmackserlebnis dann endgültig ab. Eine Kleinigkeit hätte ich nun fast vergessen. Für einen anwesenden Vegetarier wurde zwischendurch schnell noch ein Pfifferling Risotto gezaubert, welches manche Teilnehmer als Zwischengang genossen.

Der eigentliche Star der Veranstaltung sollte ja der Primus Kuchoma sein. Er geriet allerdings bei dem wundervollen Essen ein wenig in den Hintergrund. Ein Gasgrill mit kleinem Packmass, beschichtetem Grillrost aus Aludruckguss, einer super regelbaren Temperatur und der Möglichkeit sowohl kleine Schraubkartuschen als auch große Gasflaschen anzuschließen. Für den Outdoorkoch ist er meiner Meinung nach nur geeignet wenn er eine entsprechende Transportmöglichkeit hat. Auf dem Motorrad mal für einen Nachmittag am See würde er ins Topcase passen. Mit dem VW Bus beim Campen ist er perfekt. Zum Wandern oder auf die große Motorradtour wird ihn niemand mitnehmen. Außerdem wäre noch die Möglichkeit gut Zutaten fürs Grillen zu Kühlen. Die Handhabung des Gerätes ist total easy, genauso wie die Reinigung nach dem Grillen. Gerald hat uns auch noch den Tipp gegeben dass demnächst die Beschichtung der Aludruckgussgrillplatte noch höherwertiger wird. Es soll dann eine Keramikbeschichtung aufgebracht werden.

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei der Zeitschrift Outdoor, Primus und Markus Sämmer für den lustigen und lehrreichen Nachmittag bedanken, es hat riesen Spass gemacht in dieser Gruppe zu Grillen.

Hier nun auch noch der Artikel der Zeitschrift Outdoor: outdoor-Leser testen den neuen Primus-Grill Kuchoma

Balkantour 2018 – Tag 21 – 437 km – Daheim und Fazit

Der letzte Tag des Urlaubs steht an. Das Aufstehen ist zäh, aber das Frühstück entschädigt dafür. Das Gasthaus Jägerhof ist absolut ruhig am Rand von Mallnitz gelegen. Nur ab und an hört man mal einen Zug vorbeifahren. Wir lassen uns das Frühstück ganz in Ruhe schmecken und packen noch viel ruhiger unsere Sachen zusammen. Knapp 400km Bundesstraßen stehen heute an um nach Hause zu kommen.

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Aber bevor wir Gas geben können steht die Bahnverladung in Mallnitz an. Wir fahren pünktlich zum Bahnhof und dürfen als erste auf den Zug. Das Personal verzurrt die Motorräder während wir uns in den Waggon setzen. Nur wenige Minuten später fahren wir auf der anderen Bergseite in den Bahnhof in Böckstein ein und fahren die Motorräder wieder vom Zug. Bei Schneizlreuth überqueren wir die Grenze nach Deutschland und unsere Laune lässt immer mehr nach. Irgendwie geht es uns jedesmal gleich wenn wir von einer Reise nach Deutschland zurück kommen. Der Verkehr in der Heimat nervt! Man freut sich dass man endlich wieder 100km/h fahren darf und vom Fahrbahnzustand her auch könnte, aber der Verkehr in Deutschland ist einfach nur Krieg. Kurz vor Traunstein schauen wir uns beide an und entscheiden dass wir für den restlichen Heimweg die Autobahn nehmen. Hier kann man sich noch halbwegs in den Verkehrsfluss einordnen und mitschwimmen. Der restliche Weg ist dann unspektakulär.

Nach 5700km durch 13 Länder rollen wir wieder durchs Gartentor und werden von unserer Familie mit einem angeschürten Grill erwartet. Der Kopf ist wiedermal voll mit Eindrücken und wir haben einige tolle Leute kennengelernt. Unsere Meinungen über manche Länder wurden durch Wissen ersetzt und wir wurden einigemale echt überrascht. Alle Unterkünfte welche wir uns in der Regel mit 24 Stunden Vorlaufzeit über Booking.com gesucht hatten waren Klasse und wir können sie definitiv weiterempfehlen.

Hier noch eine Auflistung der Unterkünfte in der Reihenfolge in der wir sie besucht hatten:

Noch ein paar kurze Worte zur Reiseroute. Der Weg über Österreich nach Ungarn an den Balaton war für uns nur Anreise. Bis Österreich war uns die Strecke bereits bekannt. Der Plattensee ist in unseren Augen kein lohnenswertes Ziel. Der Weg vom Balaton nach Serbien rein ist auch noch relativ öde. Ab der Strecke an der Donau entlang in Serbien war es dann echt reizvoll! Die Vila Dunavski Raj ist un seine extra Empfehlung wert da Mina und Ihre Eltern sich hier unwahrscheinlich um ihre Gäste bemühen.  Serbien an der Donau entlang und dann weiter im östlichen Teil in Richtung Süden zu fahren war definitiv eine gute Entscheidung. Die Landschaft hier ist einfach der Hammer. Unser Abstecher in den Kosovo hat uns davon überzeugt wieder zu kommen! Hier müssen wir definitiv noch mehr Zeit verbringen. Mazedonien hat uns ebenfalls in seinen Bann ziehen können und auch hier gibt es eine besondere Empfehlung für das Hotel Korab Trnica. Perfekte Lage und super Essen! Griechenland werden wir wohl mal mit der Fähre angehen müssen um etwas mehr Zeit zu haben. Auf dieser Reise war hier unser Wendepunkt. Hier haben wir die einsamsten Strecken auf der Reise gefunden. Das Hotel Kristal in der nähe von Ksamil in Albanien war eine goldrichtige Wahl um einen Tag Pause zu machen. Ein kleiner Familienbetrieb der viel Wert auf Qualität legt und das etwas abseits vom Trubel in Ksamil. Die Streckenwahl um in den Norden Albaniens zu kommen würden wir evtl ein wenig anders machen. Der Weg nach Durres war etwas eintönig. Der Weg von Durres zum Komanstausee allerdings war erste Sahne uns wir würden ihn wieder exakt genau so fahren. Auch die Überfahrt über den Komansee empfehlen wir klar in dieser Richtung. Es war einfach entspannt vom Hotel zur Fähre in 20 Minuten zu fahren und dann den Rest des Tages in Shkodra zur Verfügung zu haben. Wenn man die Runde andersrum fährt und die Trageti Alpin als Fähre wählt. Dann kommt man erst so gegen 16 Uhr in Fierza an. Maxmoto war etwas früher im Jahr auf dieser Strecke unterwegs. Bei ihm fuhr die Trageti Alpin noch früh ab Komani und Nachmittags ab Fierza. Das Red Bricks in Shkodra ist ein Muss wenn man in dieser Stadt verweilt! Montenegro hat unsere Erinnerungen an 2015 perfekt aufgefrischt und den Drang geweckt wieder zu kommen. Vielleicht dach einmal mit leichteren Maschinen und noch ein wenig mehr Offroad 😉 Unser kurzer Abstecher nach Dubrovnik hätte nicht sein müssen, aber wenn man schonmal Jahrestag hat und die Frau Geburtstag hat dann muss es auch was besonderes sein und da war das Restaurant Horizont . Wir waren ja 2015 bereits ausführlich hier, aber dieser Kurzbesuch hat definitiv auch Spass gemacht. Der eigentliche Heimweg hat uns dann ein wenig ins Hinterland Kroatiens geführt, so dass wir Boris und Gordana im Apartment Ada kennenlernen durften. Die beiden sind alleine schon ein Grund hier mal wieder vorbeizufahren! Eine super Unterkunft! Die Tropfsteinhöhle in Postojna hat uns im wahrsten Sinne des Wortes die Augen geöffnet. Es ist unglaublich was unsere Natur zu bieten hat. Den Mangart werden wir irgendwann auch noch bezwingen und der Rest des Weges war dann mehr oder weniger nur noch absitzen. Wir würden es zu 98% wieder so machen. Manche Plätze erfordern einfach mehr Zeit und Ruhe um sie intensiver zu erkunden.

Balkantour 2018 – Tag 20 – 287 km – Mallnitz

Das Frühstücksbuffet des Hotels hätte uns fast wieder in ein Fresskoma gestürzt. Wir haben super geschlafen, es ist nicht zu warm heute morgen, aber die Sonne scheint. Der blaue Himmel weckt die Lust zu fahren. Just in time um 10:00 Uhr checken wir aus und begeben uns auf den Weg zur Predjama Höhlenburg.

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Der Weg dorthin hat schon die ersten schönen Kurven für uns parat. An der Burg ist großes Geschrei angesagt. Eine Schulklasse und eine Kindergartengruppe wetteifern wer mehr Lärm machen kann. Wir suchen uns schnell zwei – drei schöne Blickwinkel und dann fahren wir wieder. Das ist uns zu Laut und hektisch hier.

Ein paar km geht es wieder zurück bevor wir abbiegen und uns wieder an Flüssen orientieren. Zuerst an der Idrijca entlang und später an der Soca. Slowenien ist uns gut bekannt und wir lassen es fliegen. Naja fast – einige Baustellen bremsen uns aus. Die Flusstäler sind einfach schön. Ich hab allerdings Probleme mit den Gedanken den Moment einzufangen. Immer wieder schweif ich ab und bin schon zu Hause und plane was die nächsten Tage passieren muss. Noch bin ich aber in Slowenien und sollte die Zeit hier genießen.

Wir fahren auf den Mangart zu. Inzwischen zum vierten mal wollen wir versuchen auf diesen Berg zu fahren. Das Wetter sieht gut aus und Mitte Juni sollte die Strasse auch frei von Schnee sein. Am Fusse des Mangart legen wir nochmal eine Pause ein und essen etwas. Als wir nach oben starten hat sich an der Kreuzung ein kleines Motorradtreffen eingefunden. Bestimmt 20 Motorräder sind hier versammelt. Wir fahren einfach durch und schlängeln uns langsam den Berg hoch. Die Straße ist eng und die Sicht bei der Bergauffahrt eingeschränkt. Der erste und der zweite Gang sind hier das höchste der Gefühle. Der Ausblick ist bereits auf dem Weg nach oben Atemberaubend. Die Haltemöglichkeiten halten sich allerdings in Grenzen.

Auf 1898 Meter Höhe ist dann Schluss. Die Strasse ist durch ein Schneefeld versperrt. Keine Chance weiterzukommen. Außerdem steht hier auch noch ein Sperrschild. Dieser Berg ist uns einfach nicht wohlgesonnen. Aber irgendwann kommen wir auch hier nochmal vorbei und werden ihn bezwingen. Wir genießen den Ausblick auf knapp 1900 Meter und machen ein paar Bilder,