Motorradstrasse Deutschland Westroute Tag 2 – 308km

Laut Wetterbericht von gestern sollte es heute regnen, umso mehr freuten wir uns dass es nicht regnete als wir aufwachten. Noch schnell unter die Dusche und dann ab ins 200 m entfernte Gasthaus Zu den Linden zum Frühstück. Selbst gemachte Marmeladen und Grütze ließen wir uns schmecken. Dann wollten wir zügig los um dem Regen soweit es ging vorauszueilen. Tagesziel: mindestens 330 km fahren damit die Tageetappe 3 möglichst kurz wird. Also die Taschen in den Koffern verstaut und schon ging es los.

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Der Start im Rothaargebirge war Kurvenreich, aber leider nicht mehr sehr lang. Nach wenigen Kilometern verlassen wir diesen schönen grünen Flecken Erde. Ein Wegweiser zu einem Aussichtsturm verleitet uns links abzubiegen. Leider öffnet dieser erst um 11 Uhr (die rechnen wohl mit Langschläfern?). Wir machen zwei Fotos und begeben uns wieder auf die Route. Das Garmin tut heute schon eher das was ich will.

Vorerst geht es in Richtung Olpe… Olpe, da war doch was? Aber was doch gleich… einige Kilometer später fällt es mir wieder ein. Hier hatte der Welsh Coast MCC Germany immer seine Easterparty veranstaltet. Dafür sind wir zum einen zu spät dran und zum anderen ist diese heuer ausgefallen.
Die Landschaft verändert sich. Wir fahren entlang des Biggesee, welcher mich augenblicklich fasziniert. Der See wird in mehreren Stufen aufgestaut und erstreckt sich über eine relativ lange Strecke. In Finnentrop fallen zwei Dinge auf, zum einen vermutet das Garmin eine Brücke welche abgerissen wurde, zum anderen taucht immer mehr Industrie auf, welche sich am Wasser entlang angesiedelt hat. Am Sorpesee entlang werden langsam die Geschwindigkeitsbeschränkungen lästig. Noch ahnen wir nicht, was wir heute noch ertragen dürfen. Nun folgt die Möhnetalsperre, welche eine besondere Geschichte hat. Im zweiten Weltkrieg wurde die Staumauer bei einem gezielten Bombenangriff stark beschädigt. Immer wieder finde ich es faszinierend, dass man direkt nach Staumauern Häuser oder ganze Ortschaften sieht. Ich persönlich hätte viel zu viel Respekt vor den nur durch eine Mauer gehaltenen Wassermassen um direkt unterhalb dieser zu wohnen.


War der Weg entlang der Gewässer noch von Industrie oder Tourismus geprägt, so ergibt sich nun langsam wieder ein ganz anderes Bild. Landwirtschaft erobert die Landschaft zurück. Äcker und einzelne Gehöfte prägen die nun folgende Gegend. Man könnte nun auch glatt meinen, dass hier in der Nähe eine Fabrik für 50 oder 70 km/h Begrenzungsschilder existiert. Unzählige dieser Blechplatten verhindern ein zügiges Vorankommen. Alternativ bremst uns der Sonntagsverkehr aus. Wir kämpfen uns oberhalb der Ruhrpott Metropolen gen Westen voran. Das Wetter lässt leider auch immer mehr nach und so sehnen wir das heutige Tourende herbei. Vorher machen wir aber noch eine kurze Pause um uns die Füße zu vertreten und einen Apfel zu essen. Dabei finde ich ganz unverhofft einen Geocache. Einmal wenn ich keine Pocket Query zur Strecke erzeugt habe und auch nicht aktiv suche, dann stolpere ich direkt über so ein Ding. Also gut, wenn er schon danach schreit dann müssen wir ihn auch loggen.
Ausgeruht und frisch gestärkt geht es auf in den Endspurt. Und wie sollte es auch anders sein, es beginnt nun doch endlich wie gemeldet zu Regnen. Ab sofort läuft der Dichtigkeitstest der neuen Klamotten. Dieser wird aber nach 5 Minuten schon wegen eigener Dummheit und eines nicht geschlossenen Kragens an der Jacke als nicht aussagekräftig abgehakt. Ein Stück fahren wir noch, da wir aber nicht müssen begeben wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft.

Das Landhotel Zum Hasen Hein kommt uns wie gerufen. Preis Leistung scheint in Ordnung also checken wir ein und hängen erstmal unsere Klamotten zum Trocknen auf. Abendessen gibts heute vom Kocher, während Anja sich diesem widmet kümmere ich mich um Bilder, GPS Tracks und den Tagesbericht.
Das Ziel mindestens 330km zu fahren haben wir nicht ganz erreicht, somit bleiben uns für morgen 355km wenn wir an der Idee festhalten bis nach Trier zu fahren. Diese Entscheidung werden wir aber erst im Laufe des Tages endgültig fällen.

Städtetrip: Budapest im Februar

Die spontanen Dinge im Leben sind meist die Interessantesten. So auch dieser kurze Städtetrip. Anja hatte die Idee vor ein paar Wochen und begrüsste mich nach der Arbeit mit einem Browser voller Tabs zu Budapest. Sie hatte die Rechnung nur leider ohne meinen Urlaub gemacht, dies lies sich aber regeln. Fast hätte uns nun noch die Influenza einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber auch dies regelte sich gerade noch rechtzeitig. Also ging es am Mittwoch den 11.02. ab nach Budapest.

Wir hatten den Direktflug mit Lufthansa von München aus gewählt, da dies vom Zeitaufwand her das wirtschaftlichste war. Andere Alternativen, wie selbst mit dem Auto zu fahren oder von Nürnberg aus über Paris zu fliegen, hätten wesentlich mehr Zeit in Anspruch genommen. So war es uns möglich, zu luxuriösen Tageszeiten völlig entspannt hin und zurück zu fliegen. Diesen Artikel schreibe ich übrigens vom Flughafen Liszt Ferenc Budapest aus, während wir aufs Boarding für den Rückflug warten (kostenlosem Wlan sei Dank).

Während unseres Aufenthaltes bezogen wir Quartier im Ibis Budapest City, welches direkt an der Metrolinie 2 liegt und auch mit mehreren Straßenbahnen sehr gut ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden ist. Auf Städtereisen legen wir Wert auf günstige Zimmer, in verkehrstechnisch guter Lage. Dies ist bei den meisten Ibis Hotels mit einem gleichbleibenden Standard gewährleistet. Da wir uns die wenigste Zeit im Hotel aufhalten, legen wir hier keinen Wert auf Besonderheiten.

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Wie auch schon auf unseren bisherigen Städtereisen setzten wir voll auf die Öffentlichen Verkehrsmittel. Diese werden von den Budapesti Közlekedési Központ betrieben. Wir deckten uns direkt nach der Landung in Budapest mit zwei 7 Tage Tickets ein, welche mit ca. 17 EUR pro Ticket zu Buche schlagen, absolut angemessen für das perfekt ausgebaute Netz an Verkehrsmitteln. Man kann damit sämtliche U-Bahnen, Straßenbahnen, Busse, O-Busse und sogar drei Schiffslinien auf der Donau nutzen. Zwei Besonderheiten fallen hierbei auf. Zum einen sollte man das Ticket immer griffbereit haben da hier noch manuell und das sehr häufig kontrolliert wird. Zum anderen die U-Bahnlinie 1 welche Unesco Weltkulturerbe ist.

Nachdem wir am Mittwoch um kurz nach 18 Uhr im Hotel eingecheckt hatten und noch geschwächt von der Grippe waren, suchten wir uns nur noch kurz etwas zu Abendessen in einem türkischen Imbiss und deckten uns mit Getränken ein bevor wir den Tag bei einem Kürtöskalacs (ungarischer Baumkuchen) für beendet erklärten und die Hotelbetten ausgiebig testeten.

Für Donnerstag hatten wir uns einiges vorgenommen und starteten mit einer kleinen Straßenbahnfahrt bis zum Clark Adam Ter um dort die Siklò (Standseilbahn) auf den Burgberg zu nehmen. Nach einer Runde um den Burgpalast wanderten wir die Theaterstrasse bis zur Matthiaskirche. Das Wetter war uns wohlgesonnen und wir hatten strahlendblauen Himmel bei ca. 5 Grad. Nach der Besichtigung der Matthiaskirche und einem Blick auf die Dreifaltigkeitssäule widmeten wir unsere Aufmerksamkeit der Fischerbastei. Unser weiterer Spaziergang führte uns zum Turm der Maria Magdalena Kirche welche mit einem Glockenspiel alle 15 Minuten angepriesen wird. In freudiger Erwartung eben jenes wurden wir beinahe ein wenig enttäuscht, jede fränkische Kirche läutet (auch zum Leidwesen mancher Anwohner) lieblicher. So machten wir uns durch die Parlamentstrasse auf den Weg zum Alten Rathaus von Buda. Die Promenade auf der Befestigungsmauer des Burgbergs mit Aussicht über die Budaer Stadtviertel bietet bei diesem grandiosen Wetter eine beeindruckende Skyline von Buda. Bänke laden zum Verweilen ein.

Den Weg den Burgberg hinab treten wir zu Fuss an.
Um unser Sightseeing auf dieser Seite der Donau zu vervollständigen nehmen wir noch die Tram und den Bus 27 auf den Gellert Berg. Der Ausblick von der Citadel und der Freiheitsstatue ist den restlichen Fußweg allemal Wert. Nachdem wir den Berg wieder mit dem Bus verlassen haben begeben wir uns noch in die 1. Markthalle von Budapest. Diese hat insgesamt eine Fläche von 25.000 qm und benebelt die Sinne mit ihren vielfältigen Eindrücken. Unmengen Metzger, Gemüsehändler, Gewürzhändler, Bäcker und viele mehr sorgen dafür, dass nicht nur die Augen Eindrücke sammeln können. Im oberen Stockwerk finden sich Essenstände mit allen möglichen ungarischen Gerichten. Heute schlagen wir bei den Langosch zu. Einer ungarischen Brotspezialität welche in Fett gebacken wird. Zur blauen Stunde machen wir uns auf, die Kettenbrücke ins Visier zu nehmen. Als letzte Aktion des Donnerstags kaufen wir uns kurz vor dem Hotel an einem kleinen Stand noch einen Kürtöskalacsn (ungarischer Baumkuchen) und lassen mit diesem den Tag ausklingen.

Den Freitag morgen begannen wir am Donauufer auf der Pester Seite mit einer Runde um das Parlament. Von hier aus erkundeten wir den Weg über den Freiheitsplatz bis hin zur St. Stephans Basilika. Um den Turm dieser zu erkunden, ist ein kleiner Obulus fällig, dafür darf man sich auch gerne die zahlreichen Stufen sparen und wird mit zwei Aufzügen hinaufbefördert, um die Ausicht zu genießen.

Nach einem kurzen Stop bei einem Starbucks genossen wir die Sonne auf dem Erzsébet Ter und entdeckten den Liebesbaum. Wir haben bisher schon nicht die Tradition verstanden Schlösser an Brücken zu hängen, aber dasselbe mit einem Baum zu tun finden wir irgendwie noch seltsamer. Wir erkundeten weiter die Straßen der Pester Donauseite und begegneten erstmals auch der Földalatti (Metro 1), allerdings erstmal nur Oberirdisch. Die Váci Utca bietet mit ihren vielen Läden ein ähnliches Bild wie eine Deutsche Shoppingmeile. Wir beschließen nach der Universitätskirche den Weg zur Földalatti anzutreten, um dieses Unesco Weltkulturerbe näher zu erkunden. Sowohl die U-Bahnlinie als auch die Andrássy Ut (Straße darüber) sollen etwas ganz besonderes sein. Wir wechseln immer wieder, fahren ein Stück, dann laufen wir wieder ein Stück. Wir sehen uns fast jeden Bahnhof der Linie an.

Wir waren noch nie in einer so kleinen U-Bahn gesessen. Die Bahnhöfe sehen aus wie Miniaturmodelle. Sie sind fast alle verklinkert und mit Holz vertäfelt. Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt. Entlang der Földalatti begegnet uns die Oper, der Liszt Ferenc Ter (Budapester Broadway), der Oktogon Platz und der Hösök tere (Heldenplatz). Am Heldenplatz genießen die Menschen die Sonne und wir laufen weiter zum Vajdahunyadvár – dem Märchenschloss. Der See ist teilweise abgelassen um einer gigantischen Eisfläche Platz zu schaffen, welche gerade für die Schlittschuhläufer aufbereitet wurde. Das Märchenschloss macht seinem Namen alle Ehre und begeistert mit seinen klischeehaften Türmchen nicht nur kleine Prinzessinnen. Nach einer Runde durch ebendieses ziehen wir unsere Bahn in Richtung Zoo und Széchenyi gyógyfürdő dem größten Heilbad seiner Art in Europa welches im Stadtwäldchen gelegen ist.

Den Rückweg treten wir wieder mit der Földalatti an und stoppen diesmal am Vörösmarty Utca um die Markthalle am Hunyadi Ter aufzusuchen. Diese fällt deutlich kleiner aus als die 1. Markthalle. Auch finden wir hier nicht wirklich etwas Essbares, was unsere Gelüste befriedigt. So fahren wir mit der Földalatti weiter um uns zum Batthyany Ter aufzumachen auf der anderen Donauseite des Parlaments, um hier die heutige Blaue Stunde zu nutzen. Eine weitere Markthalle welche an diesem Platz gelegen ist, erweist sich leider als größerer Supermarkt und enttäuscht uns eher. Aber direkt daneben ist der Non Stop Palatschinken Shop. Hier gönnen wir uns das heutige Abendessen und treten danach den Rückweg zum Hotel an welchen wir – wie sollte es anders sein – mit Kürtöskalacsn (ungarischer Baumkuchen) von unserer Stammbude ausklingen lassen.

Unseren letzten Sightseeing Tag starteten wir an der Dohany Utca, an welcher die größte Synagoge Europas liegt. Wie wir mit Bedauern feststellen mussten, ist diese Samstags geschlossen, so dass wir uns mit einigen Blicken von außen begnügen mussten. Im Innenhof der Synagoge befindet sich ein Holocaust Mahnmal.

Im Laufe des Vormittags und frühen Nachmittags erkundeten wir das jüdische Viertel. Der Wechsel aus Ruinen und renovierten Gebäuden prägt diesen Stadtteil. Besonders angetan hatte es uns die Ruinenkneipe Szimpla Kert und der im krassen Gegensatz stehende sanierte Gozsdu Hof, welcher heute einen Trempelmarkt zu bieten hatte. Unseren Weg säumten noch die Rumbachsynagoge und die renovierte Orthodoxe Synagoge. Insgesamt beeindruckten uns im jüdischen Viertel die Gegensätze und die Freundlichkeit der Menschen. Wir wurden an mehreren Straßenecken angesprochen, ob man uns helfen kann da wir mit unserer Straßenkarte wohl manchmal etwas hilflos wirkten.

Die Metro brachte uns nun zum Beginn der Raday Utca, welche eine Restaurantmeile darstellt. Warum sind wir eigentlich immer da wo es was zu essen gibt, wenn wir keinen Hunger haben? Alle Nationalitäten sind hier in der Straße vertreten und bieten ihre Köstlichkeiten feil. Die Tram bringt uns noch zum Kunstgewerbemuseum, auf welches wir einen kurzen Blick im Vorbeigehen werfen. Immer wieder war uns das Gebäude mit dem grünen Dach bereits aufgefallen wenn wir einen Blick von oben auf Pest geworfen haben.

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Wir begeben uns nochmal kurz in die 1. Markthalle und kaufen noch etwas Paprikapulver an einem der Stände, bevor wir uns zweien der Donaubrücken widmen. Der erste Gang führt uns über die Freiheitsbrücke, welche nicht nur von Autos sondern auch von der Straßenbahn befahren wird. Da es nicht sein kann, dass man in Budapest war und die Kettenbrücke nicht überquert hat, drehen wir auch noch eine Runde über diese, bevor wir uns mit der Tram auf den Weg in Richtung Margareteninsel machen. Hier wollen wir noch eine Runde durch den Japanischen Garten drehen, welcher sich im Winter als ziemlich unspektakulär darstellt. So kehren wir relativ zügig zum Donauufer zurück, um noch einen Blick auf das Mahnmal der Schuhe am Donauufer zu werfen, welches an die Progrome an den Juden während des zweiten Weltkrieges erinnern soll. Hier genießen wir den Sonnenuntergang über Buda und erwarten die Blaue Stunde um noch einige Photos zu ergattern.


Mehr aus Zufall begeben wir uns zum ersten mal seit 9 Jahren am Valentinstag zu einem gemeinsamen Dinner. Das Restaurant unserer Wahl ist das Menza am Liszt ferenc ter, welches im Stil der 1970er und 1980er Jahre gehalten ist. Der ganz eigene Flair hier hat uns sofort in seinem Bann. Ich erinnere mich beim Bestellen an den Bericht von Travelita über Budapest und greife ihre Suche nach dem Best Burger in Town auf. Auch wir können leider keinen Vergleich anstellen, aber mit Sicherheit sagen, dass der Burger hier absolut Klasse ist! Anja wählte die Ente mit Kartoffelgratin an einer Kastaniensoße. Vorneweg gönnten wir uns eine Gulaschsuppe und eine Kürbissuppe, beide absolute Empfehlungen. Insgesamt können wir jedem Besucher Budapests eine Einkehr hier im Menza empfehlen. Wir fanden hier einen perfekten Abschluss für unseren Städtetrip. Der Rückweg zum Hotel war noch vom üblichen Baumkuchen geprägt und wir fielen völlig erschöpft von drei Tagen voller Eindrücken ins Bett.

Der Sonntag sollte uns eine entspannte Rückkehr ermöglichen. Mithilfe von Tram, Metro und Bus erreichten wir den Flughafen und konnten während der Wartezeit auf den Flug diesen Artikel fertigstellen. Der kurze Aufenthalt in Budapest hat noch viele Ziele offen gelassen, so dass wir gerne noch einmal einen Stop in dieser tollen Stadt einlegen wollen.

Fenix HL50 – multifunktionale Stirnlampe

Ich habe die HL50 bereits ins Auge gefasst bevor sie verfügbar war. Ende Juni war es endlich soweit, ich hielt sie in den Händen. Eine gewisse Anfälligkeit für technische Spielereien ist mir durchaus nachzusagen. Ich besitze zwar schon mehrere LED Lampen (Led Lenser H7, P2, P3, P7, Fenix TK15 und diverse Mag Lite welche auf LED umgerüstet wurden), aber davon kann man bekanntlich nie genug haben.

Fenix HL50

Fenix HL 50 mit Erweiterung für AA Batterien

 

Erstmal ein paar Specs zu der Lampe:

  • Cree XM-L2 T6 neutral white LED
  • digital geregelt für weitgehend konstante Helligkeit
  • 3 Helligkeitsmodi + Burst:
  • mit CR123A Batterie
    • Lumen für 150 Std.
    • 60 Lumen für 9 Std. 45 Min.
    • 170 Lumen für 3 Stunden
    • 365 Lumen Burst
  • Mit AA Batterie
    • 3 Lumen für 110 Std.
    • 55 Lumen für 6 Std. 20 Min.
    • 150 Lumen für 2 Stunden
    • 285 Lumen Burst
  • Max. Leuchtweite: 77 Meter
  • Max. Intensität: 1480cd
  • Größe: 63.8mm ×32mm ×30mm
  • Gewicht: 57 Gramm (ohne Batterie)
  • wasserfest gem. IPX 8 = 30 Minuten bis 2 Meter Wassertiefe
  • Betrieb mit 1x AA / Mignon (Ni-MH, Alkaline) ode 1 x CR123A Batterie

Ja, ihr lest hier richtig, einer der großen Vorteile dieser Lampe ist die Flexibilität. Sie kann mit CR123A oder mit AA Batterien bzw. Akkus betrieben werden. Die Lampe selbst wird lediglich in eine Metallhalterung am Stirnband geklemmt, lässt sich also auch wunderbar in der Hand benutzen. Die Klemmhalterung kann man auch vom Stirnband lösen und z.B. in einen Brust- oder Schultergurt vom Rucksack einfädeln. Nun ein paar Eindrücke von mir:

Ausleutung: Man hat einen gewissen Spot, jedoch ist der Umkreis sehr schön gleichmäßig ausgeleuchtet. Ein Zoom Funktion wie bei den Led Lenser ist durch diese Art der Ausleuchtung nicht nötig.

Gewicht und Tragekomfort: Eine Kopflampe kann nicht leicht genug sein. Mit 70g gehört sie schon zu den absoluten Leichtgewichten. Das Stirnband lässt sich einstellen und hält die Lampe da wo sie hingehört. Der Lichtkegel ist stufenlos in der Höhe einstellbar indem man die Lampe in der Halterung dreht.

Stabilität: Die Lampe wird einfach in die Halterung eingeklemmt. Die Halterung ist aus Blech gefertigt und somit sehr robust. Die Lampe selbst entspricht der von Fenix bekannten sehr hohen Qualität und wirkt äußerst robust. Der Schalter hat einen deutlichen Druckpunkt und lässt sich sehr gut bedienen.

Batterie: Der Gebrauch von CR123A wie auch AA ist eine sehr feine Sache und je nach Anwendungsgebiet kann entschieden werden, ob es die günstige und überall kaufbare AA oder die Leistungsstarke CR sein soll.

Video zur Fenix HL50 von Kai Sackmann:

Mein Fazit zur Fenix HL50

Die HL 50 ist ein fester Bestandteil meines EDC geworden. Fast 10 Stunden Leuchtdauer bei 60 Lumen sind ein für mich genialer Wert. Die Flexibilität CR123A oder AA Eneloops zu nutzen unbezahlbar. Billig ist die Lampe nicht, aber für die Robustheit und Funktion würde ich sie als günstig bezeichnen.

Falls ihr nun auch Blut geleckt habt und diese Lampe anschaffen wollt, schaut doch mal bei Amazon vorbei, wenn ihr über diesen Link (Amazon Affiliate Link) kauft unterstützt ihr mich ohne mehr für die Lampe zu bezahlen.

Bilder zur HL50:

 

Erzgebirge und Sächsische Schweiz 2014 – Tag 4 – 298km

Nachdem wir uns gestern Abend entschlossen hatten die Bastei mit unserem Besuch zu beehren galt es noch eine Tour zu planen. Vorgabe diesmal war flüssiges Fahren. Das Stop and Go der gestrigen Burgen und Schlössertour sollte sich heute nicht wiederholen. Also noch ein bisschen mit motoplaner.de rumgespielt, als grobe Vorlage eine Tour vom Hausherren hergenommen und schon war die Runde für heute fertig. Zumindest in der Theorie. Das ganze ins GPS geschossen und dann in freudiger Erwartung schlafen gegangen. Um 7 Uhr klingelte der Wecker. Duschen, frühstücken und abfahrbereit machen. Kaum 2,5 Stunden später starteten wir endlich. Gut das wäre definitiv optimierbar…aber wir sind ja hier im Urlaub!

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Der heutige Tag hielt alles für uns bereit was wir uns erwartet hatten. Blauen Himmel, Sonne, kurvige Straßen, schöne Ausblicke, ein bisschen Wandern, Kuchen, einen Tanktourismus Ausflug ins Nachbarland und natürlich auch wieder einige Umleitungen. Die Landschaft wird von Tag zu Tag bunter und herbstlicher. Wir cruisten vor allem in der zweiten Tageshälfte durch viele Täler und durften uns auch an gebirgigen Anblicken erfreuen. Unser bester Freund war das Verkehrszeichen Nr. 105 in Verbindung mit einer Kilometerangabe -> Kurvenreiche Strecke auf den nächsten 7km. Immer wieder bremsten uns dabei die Traktoren der Landwirtschaftlichen Betriebe aus die Ihre Heuballen nach Hause fuhren. Diese langsamen Phasen nutzten wir intensiv um die Landschaft zu genießen.

Das Highlight des heutigen Tages war aber definitiv der 2,5 Stunden dauernde Aufenthalt auf der Bastei.

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Die Bastei (305 m ü. NHN) ist eine Felsformation mit Aussichtsplattform in der Sächsischen Schweiz am rechten Ufer der Elbe auf dem Gebiet der Gemeinde Lohmen zwischen dem Kurort Rathen und Stadt Wehlen. Sie zählt zu den meistbesuchten Touristenattraktionen der Sächsischen Schweiz. Von der Bastei fällt das schmale Felsriff über 194 m steil zur Elbe ab. Sie bietet eine weite Aussicht ins Elbtal und über das Elbsandsteingebirge. Auf der Hochfläche hinter der Bastei befindet sich ein Hotel mit Restaurant.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bastei_(Fels)

Vorweg, die Zeit (2,5 Stunden) sollte man sich wirklich nehmen. Motorräder dürfen direkt zum zweiten Parkplatz durchfahren und dort an der Schranke vorbei. Man soll sich beim Parkplatzpersonal melden, welches dann 1,50 EUR pro Motorrad kassiert. Der Fussweg bis zum Hotel nimmt ca. 10 Minuten in Anspruch. Von hier startet der eigentliche Weg zu den verschiedenen Aussichtspunkten. Für einen Montag Mittag war erstaunlich viel los. Allerdings war weitestgehend die ältere Generation vertreten. Wir wanderten von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt und wunderten uns immer wieder über die Gewalt welche die Natur über die Jahrhunderte hier aufgewendet hat. Wie zu erwarten war hier natürlich ein Earthcache zu loggen. Ganz schlau aus den Fragen wurden wir nicht. Ich hoffe das mit dem Owner klären zu können. Die Besichtigung der Felsenburg Neurathen schlägt mit weiteren 1,50 EUR pro Person zu buche. Unserer Meinung nach sehr moderate Preise für das was es hier zu erhalten gilt. Der Blick über die Elbe offenbarte uns eine Gierfähre und erinnerte uns an die erste aktive Benutzung einer solchen nur durch die Strömung bewegten Fähre im letzten Jahr auf der MSD Osttour. Zum Abschluss der Bewegungspause gönnten wir uns noch ein paar Waffeln (in denen der Zucker fehlte) und ein Stück Dresdner Eierschecke (welche sehr gut schmeckte).

Trotz einiger Umleitungen und des langen Aufenthalts auf der Bastei ging unser Zeitplan heute voll auf und wir waren um 18 Uhr zurück am Hotel um zum letzten Mal das Drei Gänge Menü zu genießen. Auch heute enttäuschte uns der Koch nicht und wir sind nun gut gesättigt zurück auf dem Zimmer.
Morgen müssen wir leider schon den Heimweg antreten. Hierbei wollen wir auch nochmal ein ganz besonderes Bauwerk besichtigen. Aber dazu morgen mehr.

Kroatientour 2014 – Tag 9 – 175 km – Krk

Letzter Tourtag in Kroatien. Morgen ist nochmal Relaxen angesagt. Abends treffen wir uns dann mit Dieter und Babs zum Essen. Und dann ist der Urlaub auch schon wieder rum… nein nicht wirklich. Dann beginnt der Nachhauseweg. Aber der direkte Weg wäre ja langweilig. Wir haben uns mal grob 5 Tage für den Rückweg Zeit genommen. Mal schauen, wie wir die füllen und obs bei 5 Tagen bleibt. Eins ist sicher wir werden Berichten.

Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen zu den Berichten über verschiedenste Kanäle! Noch ein kleiner technischer Hinweis bevor es mit dem heutigen Tag losgeht. Die GPS Daten zu den gefahrenen Touren könnt ihr euch als GPX Datei aus dem jeweiligen Bericht herunterladen. Der Downloadbutton dazu befindet sich direkt unter der Karte.

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Der heutige Morgen startete mit dem Wecker. Er erstarb auf Knopfdruck. Wirklich was geregt hat sich trotzdem erst ca. 30 Minuten später. Dann kam aber auch schon die Motivation. Schnell noch kräftig Frühstücken und dann los aufs Mopped. Heute wollten wir Krk erkunden. Der Wetterbericht sah schlecht aus, der Blick vom Balkon sah gut aus. Also ab auf die D8, mal wieder Richtung Rijeka. Dann endlich mal links abbiegen in Richtung der bekannten Krk-Brücke.

Die Straßenbrücke ist eine Bogenbrücke aus Stahlbeton mit oben liegender Fahrbahn und besteht aus zwei Teilbrücken mit der kleinen Insel Sveti Marko in der Mitte. Die größere der beiden Brücken geht vom Festland über den Tihi kanal (deutsch „(Wind-)Stiller Kanal“) nach Sveti Marko, die kleinere von Sveti Marko über den Burni kanal (deutsch etwa: „Windiger Kanal“, benannt nach Bora) nach Krk. Quelle Wikipedia

Nachdem wir pro Motorrad 21 Kuna (ca. 3 EUR) Maut bezahlt haben, fahren wir auf die Insel. Solltet Ihr eine Tour mit Brücke und Fähre planen so könnt ihr euch die drei Euro Maut sparen, indem ihr die Insel per Fähre betretet und per Brücke verlasst. Der Weg aufs Festland ist nämlich frei. Wir biegen gleich nach der Brücke links ab, um zum ehemaligen Fähranleger zu fahren. Hier ist der beste Punkt für das obligatorische Foto mit der Brücke im Hintergrund.

Vom Fähranleger starten wir erstmal quer durch die Insel. Viele Beschränkungen auf 60, viel Verkehr für eine Insel (vermutlich durch die Brücke) und der erste Radweg welchen wir in Kroatien entdecken bleibt uns im Gedächtnis. Ansonsten übt der Weg über die Insel wenig Reiz auf uns aus. Ein kurzer Stop an einer kleinen Kirche am Straßenrand, ein schneller Geocache fund. Wir schneiden kurz Krk Stadt an und drehen wieder ab in Richtung Punat. Hier fällt uns die riesige Marina auf. Die Boote nehmen kein Ende. Sowohl zu Wasser am Anleger als auch zu Land aufgebockt. Von Punat aus cruisen wir nach Stara Baška, welches für seinen Strand bekannt ist. Wir müssen hierzu über einen Bergkamm. Die Landschaft wird zunehmend karger. Die Küste ist steinig. Unmengen parkender Autos direkt an der Straße erschweren das Vorankommen.

In Stara Baška wenden wir wieder und ziehen unsere Runde über die Insel weiter.Bisher konnte uns diese noch nicht in Ihren Bann ziehen. Für unseren Geschmack ist hier viel zu viel los. Die Konzum Märkte sind riesig. Der Verkehr ist sehr dicht. Man nimmt wenig vom eigentlichen Kroatien wahr. Krk scheint sehr stark touristisch geprägt zu sein. Andere Inseln welche nur per Fähre erreichbar sind wirken deutlich ruhiger. Es gibt wahnsinnig viele und große Campingplätze. Die Anlagen der Adriatic wirken von außen sehr modern und sauber.

Nunja wir geben der Insel noch eine Chance vielleicht springt der Funke ja noch über. Als nächstes Ziel streben wir Baška an. Der Weg dorthin führt uns über einen ca. 320 Meter hohen Pass und dann durch das Baška Tal. Fahrtechnisch tolle Strecken. Super Straßenzustand, viele Kurven. Erst die Steigung hoch um dann einen grandiosen Ausblick über das grüne, bewaldete Tal zu haben. Wir fahren am Fluss Suha Riči entlang und genießen seinen kurvigen Verlauf. Eine kurze Runde durch Baška und schon drehen wir wieder. Der Hinweg wird auch der Rückweg genauso wie auch schon in Stara Baška.

Nun fehlt uns nur noch eine Seite der Insel. Wir fahren Richtung Vrbnik. Durch diesen Ort drehen wir eine Intensivere Runde. Kleinste Gässchen bereiten uns mit dem Motorrad wesentlich weniger Probleme als dem Schweizer Jaguar Fahrer welcher vor uns ist und unverhofft den Rückwärtsgang reinwürgt, weil er der Meinung ist dass sein Fahrzeug nicht mehr durch die Gasse passt. Er lässt sich überzeugen dass es nur auf sein (scheinbar nicht wirklich vorhandenes) fahrerisches Können ankommt und tastet sich weiter. Wir machen noch einen Fotostop im Ort und schon sind wir wieder unterwegs.

In Šilo machen wir eine kleine Mittagspause und kaufen uns in einem Mini Market ein Stück Pizza und einen Kravna (ähnlich unseren Krapfen aber viel fester). Die Tour neigt sich langsam dem Ende zu. Die Restkilometer auf dem Garmin zeigen dies deutlich. Wir wollen heute noch ein wenig Baden gehen und sind nun auf der Suche nach einer kleinen Bucht. Über Soline geht es nach Čižići. Im weiteren Verlauf biegen wir in eine kleine Straße nach Rechts ein, um an der Küste zu bleiben und finden auch eine recht einsame Bucht. Allerdings zieht just in dem Moment ein Gewitter auf. Es beginnt zu regnen und Blitz und Donner fördern unseren Plan zu baden nicht wirklich.

Wir fahren nach einem kurzen Stopp weiter und müssen feststellen dass die Straße eine Sackgasse ist, welche an einer Höhle endet. Diese kann gegen Gebühr besichtigt werden. Wir fassen den Entschluss nochmals zum alten Fähranleger zu fahren und dort je nach weiterer Entwicklung des Wetters zu baden oder auch nicht. Als wir den Anleger erreichen sieht es so aus als ob das Gröbste von dem Gewitter vorüber wäre und wir entschließen uns, den Sprung ins Nass zu wagen. Wir verbringen noch eine gute Stunde am und im Wasser, neben wild campenden Kroaten.

Auf dem Rückweg über die Brücke stehen wir tatsächlich im Stau. Wie kommt denn das? Der Weg durch die Mautstelle ist zwar nur einspurig sollte aber frei sein da ja keine Gebühr fällig ist beim Verlassen der Insel. Des Rätsels Lösung liegt in einem Auffahrunfall welcher in Baustellenmanier abgesperrt ist und den Verkehr behindert. Der Rest des Weges über die D8 zu unserer Unterkunft in Jadranovo ist Routine. Noch ein Tankstopp damit die Motorräder am Abreisetag übermorgen startklar sind.

Der Funke wollte auf der Insel Krk nicht so richtig überspringen. Zu sehr ist sie von Tourismus geprägt. Zu sehr auf die vielen Camper zugeschnitten. In der ersten Häfte der Tour waren die Straßen äußerst gut ausgebaut und liesen den Fahrspass vermissen. Erst der Rückweg über die Insel brachte ein wenig kleiner Straßen mit vielen Kurven. Eine definitive Empfehlung gilt jedoch dem Baška Tal! Das sollte man gesehen haben wenn man schon auf Krk ist.

Kroatientour 2014 – Tag 8 – 143 km – Hinterland