Kroatientour 2014 – Tag 7 – 267 km – Istrien

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Nachdem wir gestern einen Regenerationstag eingelegt haben, Stand heute wieder ein bisschen Fahren auf dem Programm. Den Ruhetag nutzten wir um ein wenig zu planen. Eine Tour durch Istrien, eine über KRK und eine ins Hinterland. 3 Touren und noch 4 Tage Zeit dafür. Ein Badeurlaub wird das definitiv nicht, aber das hatten wir ja so im Sinn. Wozu haben wir eigentlich die Schnorchelsachen gleich nochmal dabei? Und das auf dem Motorrad???
Aber zurück zum heutigen Tage, geplant haben wir eine Tour durch die Mitte Istriens, nach Pula und dann an der Küste wieder hoch.
Wir starten mit einem kräftigen Bauernfrühstück, Bratkartoffeln und Rührei, in diesen Tag. Um 9 Uhr machen wir die Motorräder startklar und begeben uns mal wieder auf die D8 in Richtung Rijeka. An der ersten Tanke noch die Vorräte aufgefüllen und dann erstmal an Rijeka vorbei, im Prinzip den gleichen Weg wie zur Fähre nach Cres. Komisch ich verfahre mich trotzdem wieder an der gleichen Stelle wie bereits mehrfach. Egal wenden und feststellen dass heute Samstag und somit Rückreisetag ist. Die Polizei regelt den Verkehr in einem Kreisverkehr. Sowas haben wir auch noch nicht gesehen.
Als wir dann endlich an Rijeka vorbei sind, geht es auch direkt auf kleine Straßen um ins Landesinnere von Istrien zu kommen. Und diese Straßen habens in sich. Sowas von geil!!! Anders kann mans nicht sagen. Kurven ohne Ende.

Immer wieder Stops, um die Perspektive der Gopro zu wechseln. Es geht immer schön den Berg hoch und Kurve reiht sich an Kurve. Keine Dörfer stören den Spass, nur ab und an ein Rennradfahrer der (gefühlt) hinter einer Kurve steht. Auf dem höchsten Punkt angekommen sehen wir eine Kirche welche wir für eine ausgiebige Pause mit Fotostop und Panoramagenuss nutzen.

Der Abwärtsweg zieht sich genauso schlangenlinienartig dahin wie der bisherige Weg. Eine Wucht! Wer hier noch nicht mit dem Motorrad war dem sei die Aufzeichnung der Tour durchs Landesinnere wärmstens als Planungsgrundlage empfohlen! Die Landschaft ist anders als an der Küste. Viel grüner, geprägt von Ackerbau, wobei die Gegend um Rijeka auch noch ziemlich grün ist. In der Gegend um Split wird es deutlich karger. Auch die Inseln weiter drunten sind deutlich trockener als Cres oder Krk. Aber ich schweife ab. Nachdem wir die Steigung und das Gefälle verlassen haben erfreuen uns langgezogenere Kurven. Wir hätten erhlich gesagt nicht mit so motorradtauglichen Straßen gerechnet. Geplant nur auf kleinsten Wegen ist die Qualität trotzdem gut. Wir kommen äußerst zügig voran und nähern uns schon bald Pula. Kurz vor Pula schießen wir an einem Bikermeeting vorbei. Wir überlegen umzukehren und uns unter die Campenden zu mischen, beschließen aber den Weg nach Pula fortzusetzen. Kurz bevor wir in den Stadtverkehr geraten noch ein kurzer Trinkstop. Dann ab in Richtung Zentrum, einen Parkplatz suchen und frei Schnautze loslaufen.

Wir sehen auf einem Gehweg mehrere 12er GS stehen und stellen unsere Motorräder dazu. Klamotten und Helme in die Koffer. Ich mache noch schnell ein Bild von der einen GS, da kommt schon ein grinsendes Pärchen auf uns zu. Wir schnattern auf Englisch los. Sie sind Slowenen und nur auf einer drei Tagestour zu eben dem Bikermeeting an welchem wir vorbeigefahren sind. Wir tauschen uns ein wenig über die Gegend aus und verabschieden uns, als ob wir einige Stunden geredet hätten, dabei waren es nur wenige Minuten. Das ist einer der Punkte, welcher mir am Motorradfahren so gefällt. Das Motorrad vereinfacht es um einiges Kontakte zu knüpfen.

Wir wandern los in Richtung Amphitheater und halten die Augen auf nach Toiletten. Nachdem diese gefunden sind habe ich kurz Zeit mir Gedanken zu machen was wir in Pula anschauen könnten. Auf dem GPS lachen mich mehrere Geocaches an, einer davon am Kastell. Hmmm, das wird Anja nicht gefallen, Verteidigungsanlagen stehen in der Regel an erhöhten Positionen. In Motorradklamotten bei fast 30° Grad einen Berg hochlaufen ist kein Spass. Egal, ich schlage es vor. Besänftigend wirkt die Tatsache, dass der Hügel auf welchem das Kastell von Pula steht, ganze 32,4 Meter über Null liegt. Wir machen uns also auf, den höllischen Anstieg zu bezwingen. Trotz der nicht sonderlich hohen Lage hat man einen schönen Ausblick über die Stadt. Wir drehen eine Runde um das Kastell, heben noch schnell den Cache (welcher sich eigentlich nicht so nenen dürfte! Tüte mit Zettelfetzen drin würde besser passen). Auf dem Abstieg von unserer Bergtour 😉 kommen wir am Franziskanerkloster vorbei. Wir stürzen uns ins Gewimmel der Einkaufspassagen und drehen noch eine Runde durch die Innenstadt. Am Hafen entlang begeben wir uns wieder in Richtung Motorräder und stoppen an einer pompös eingerichteten Pekarna. Wir kaufen uns was zu Essen und ruhen ein wenig aus.

Dann zurück zu den Bikes. Es ist inzwischen schon 14 Uhr und wir haben doch noch ein Stück Weg zurück nach Jadranovo. Es ist Warm! Der Stadtverkehr macht das ganze nicht besser. Der volle Magen tut sein übriges wir sind beide gerade nicht in bester Stimmung. Aber je weiter wir der Stadt entfliehen, desto besser wird es. Je schneller wir uns fortbewegen, je mehr uns der Fahrtwind kühlt. Der Rückweg führt uns erst noch ein wenig durchs Landesinnere, wir kommen durch ein Sumpfgebiet mit unzähligen Kanälen. Alles ist saftig grün. Bei Plomin erfasst unser Blick einen riesigen Schornstein. Wie sich herausstellen sollte, das hächste Bauwerk Kroatiens. Er gehört zum Kohlekraftwerk Plomin. Hier nun stoßen wir wieder auf die Jadranska Magistrale und bewegen uns am Meer entlang weiter. Das Wetter, welches uns bisher sehr wohlgesonnen war, lässt langsam aber sicher nach und über Rijeka hängt eine dunkle Regenfront. Wir ziehen das Tempo an und versuchen trocken zurück zu kommen. Den Weg entlang der Küste kennen wir bereits von unserer Cres Tour.

Ich versemmle das Abbiegen auf die D8 und beschließe durch Rijeka zu fahren. Plötzlich hupt es uns von hinten an. Das gibts doch nicht. Da ist man in Kroatien und trifft Bekannte welche auch mit dem Motorrad unterwegs sind – Dieter und Babs. Wir stoppen an einer Bushaltestelle und verabreden uns zum Essen für Dienstag im Restoran Kloštar in Jadranovo. Nach einigen Minuten trennen sich unsere Wege wieder.

Die letzten Kilometer können wir auch noch trocken zurücklegen. Wir duschen und begeben uns zum Essen bereits zum zweiten Mal ins Kloštar, welches gegenüber unserer Unterkunft liegt. Der Chef präsentiert uns das Fischangebot auf einer Platte, wir wählen Meerbrasse gegrillt und als Vorspeise Tintenfisch vom Grill. Die kroatische Küche ist einer der Gründe warum wir immer wieder in dieses Land kommen werden und die Truppe im Kloštar hat definitiv eine lobende Erwähnung verdient!

 

Nach dem Essen noch ein kurzer Spaziergang zum Konzum, um fürs Frühstück morgen einzukaufen. Und nun sitze ich wieder hier, draußen wütet ein Gewitter, die Luft ist merklich abgekühlt und es regnet.
Morgen wollen wir, vorausgesetzt das Wetter gibt es her die Insel Krk erkunden.

Mobiles Internet im Urlaub am Beispiel Kroatien

Ein kleiner Tipp für Urlauber welche auch im Ausland nicht auf das mobile Internet verzichten wollen. Sei es zum bloggen, zum navigieren mit dem Handy oder einfach für die heute gängigen Messenger  (z.B. Threema).

Die wenigsten Handyprovider haben eine Datenflatrate fürs Ausland in ihren Tarifen inkludiert. Die Telekom bietet z.B. Pässe an welche entweder Tages oder Wochenweise zu buchen sind. Als Beispiel der Travel & Surf Weekpass für 14,95 inkl. 150MB Highspeed Datenvolumen (danach stark gedrosselt).

Solltet Ihr nun im Ausland für 2 Wochen Highspeed Internet nutzen wollen kommt schon eine Summe von 30 Eur zusammen und bei 300MB Datenvolumen ist strenges haushalten angesagt.

Alles was ihr braucht um das Problem zu lösen ist eine lokale Prepaid SIM Karte mit Datentarif und bei Nutzung nur am Laptop ein UMTS oder LTE Surfstick. Sollten mehrere Familienmitglieder oder Handys auf das Internet zugreifen wollen so bietet sich ein mobiler UMTS oder LTE Router mit Akku an. Ich setze hierbei seit über einem Jahr auf den Huawei E5331. Klein, leistungstarkes WLAN, gute Akkulaufzeit, Android App zur Steuerung und per Micro USB zu laden, wie die gängigsten Smartphones (Äpfel ausgenommen).

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Hier nun mein konkretes Beispiel aus Kroatien: Tele2 Kroatien bietet hier das „Start Paket Prepaid Turisticki 2014“ an. Für 50 Kuna (umgerechnet ca. 7 EUR) sind innerhalb eines Zeitraumes von 30 Tagen 3 GB Highspeed Datenvolumen inkludiert!!!

Damit muss man nicht Haushalten. Um die Simkarte (Format Mini oder Micro) zu aktivieren muss diese lediglich in ein Handy eingelegt werden und ein Anruf getätigt werden oder eine SMS verschickt werden. Nach einer Wartezeit von 1 Stunde ist das ganze scharf geschalten. Inkludiert sind auch noch 1000 Gesprächsminuten innerhalb Kroatiens, was die wenigsten benötigen werden. Im Paket enthalten ist eine mehrsprachige Anleitung, welche auch eine deutsche Version enthält.

Wir nutzen aktuell in Kroatien mit dieser Sim Karte im Huawei E5331 Router insgesamt 2 Handys und ein Netbook.

Solltet ihr in der Gegend um Crikvenica unterwegs sein so haben wir noch einen Tipp wo es diese Tele2 Sim Karte zu kaufen gibt:

Mobyland Crikvenica, Podsupera 32a, Crikvenica

Der freundliche Verkäufer dort hat auch die Aktivierung für uns übernommen, so dass wir nur noch die SIM Karte einlegen mussten und lossurfen konnten.

Solltet ihr aufgrund 2 Wochen Nutzung pro Jahr vor der Anschaffung eines solchen Routers zurückschrecken fragt doch einfach mal in eurem Freundeskreis rum, evtl hat ja schon jemand einen und ihr könnt ihn euch für den Urlaub ausleihen.

Kroatientour 2014 – Tag 5 – 288km – Istrien und Cres

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Nachdem wir den gestrigen Tag mit Ausschlafen, einem Strandpromenadenbummel in Crikvenica und Schlemmen im Restoran Klostar, welches gegenüber unserer Unterkunft ist , verbacht hatten stand für heute wieder etwas mehr Motorradfahren auf dem Programm. Wir hatten uns für heute die Insel Cres vorgenommen. Das Wetter sollte überragend werden, also beschlossen wir sehr früh in den Tag zu starten um die etwas kühleren Morgenstunden zu nutzen.
Um 5 Uhr klingelte der Wecker – ja wir sind im Urlaub! Und ja wir hätten ihn fast getötet! Aber wir haben den inneren Schweinehund überwunden und starteten um 6 Uhr die Motoren.
Erstmal ging es flott auf der D8 an Rijeka vorbei, den Sonnenaufgang im Spiegel.

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Noch schnell die Tanks gefüllt und dann auf der Jadranska Magistrala in Richtung Istrien. Zuerst ging die Küstenstraße noch durch langgezogene Ortschaften und wir mussten uns mit gemäßigter Geschwindigkeit fortbewegen. Je weiter südlich wir kamen desto freier wurden die Straße und wir konnten die Kurven der Küste in vollem Maße genießen. Ein kurzer Fotostop dann ging es schon weiter. Wir wollten die Fähre von Brestova auf die Insel Cres um 8:15 erwischen.

Unsere Zeitplanung ging voll auf. Kurz nach 7:30 rollten wir an den wartenden Autos vorbei an die Anlegestelle. Tickets kaufen, etwas trinken, kurz mit dem Foto spielen da war die Wartezeit auch schon um und wir konnten als erste auf die Fähre rollen. Mit der gesicherten guten Startposition (vor allen Wohnmobilen) genossen wir die Fährüberfahrt.

Nach Ankunft am Anleger beeilten wir uns von der Fähre zu kommen und starteten direkt durch. Wir wollten die Insel Cres (welche quasi nur eine Straße hat) zweimal überqueren. Auf dem Weg nach Veli Losinj wollten wir keine größeren Halts einlegen. Erstmal gucken, dann auf dem Rückweg halten und genauer schauen. Wir kamen wesentlich besser voran, als wir dachten und so waren wir bereits um kurz nach 10 Uhr in Veli Losinj am geplanten Wendepuntk angelangt. Die Temperaturen stiegen langsam aber sich an, das frühe Aufstehen machte sich bemerkbar. Nach etwas zu Trinken starteten wir den Rückweg.

 

Aufgrund der steigenden Temperaturen, beschlossen wir stillschweigend das Sightseeing zu Fuss in Motorradklamotten zu unterlassen. Wir cruisten mit dem Motorrad durchs Zentrum Mali Losinjs und suchten nach einer Pekarna (Bäckerei). Wir fanden keine und begaben uns wieder auf den Rückweg. Speed bedeutet Kühlung. Eine Besonderheit der Insel Cres sind die vielen schmalen Stellen der Insel an welchen man beiderseits sehr nahe am Meer ist. Wir besuchten noch die Orte Sveti Jakov und Nerezine. Auch hier wurden wir auf unserer Suche nach einem Bäcker nicht fündig. In Osor sind direkt neben der Straße viele kleine Bootsanleger. Auch unsere Runde durch Cres Stadt war nicht von Erfolg gekrönt auf der Jagd nach etwas Essbarem. Es gab viele Konobas, am Straßenrand wurde Spanferkel feilgeboten, aber wir wollten nur ein kleines Stück Gebäck. Wenn man wählerisch ist, muss man eben geduldig sein.

Nachdem wir Cres Stadt verlassen hatten strebten wir direkt zum Fähranleger in Merag. Wir wollten den Rückweg über die Insel Krk antreten. Kurz nach 12 Uhr erreichten wir diesen und genehmigten uns in dem Imbiss am Anleger ein paar Sandwiches. Der Gedanke, den in geringer Distanz liegenden Geocache zu heben, während wir auf die Fähre warten verwarfen wir aufgrund der 150 Höhenmeter, welche in der Mittagshitze mörderisch gewesen wären. So saßen wir im Schatten, aßen und tranken etwas und plötzlich war die Fähre da. Hektisch aufgesattelt und bereit gestellt. Das entladen dauerte dann allerdings doch länger als vermutet, da die vermeintlich leere Fähre eine Klappe im Boden öffnete und noch eine zweite Etage für Fahrzeuge offenbarte. Auch auf dieser Fähre sicherten wir uns die Pole Position.

 

Die kühle Brise auf dem Meer tat uns beiden sehr gut. Warum geht man gleich nochmal im Juli in Kroatien Motorradfahren? Achja… weil wirs können! Anders als viele Motorradfahrer welchen wir begegneten verzichten wir nicht auf Schutzkleidung, auch wenn diese manchmal aufgrund der Temperaturen unangenehm wird. Aber ich möchte mir nicht vorstellen, in kurzer Hose, mit T-Shirt und Flip Flops über den rauen koratischen Ashpalt zu rutschen.

Auf Krk angekommen schalteten wir in den „Ankommen“ Modus und glitten flott zur großen Brücke aufs Festland. Die Insel wollen wir uns an einem anderen Tag noch etwas genauer anschauen. Die Überquerung der Brücke ist erfreulicherweise in Richtung Festland Mautfrei, was wir im Vorfeld nicht gewusst hatten. Dann wieder ab auf die D8 und die restlichen paar Kilometer bis Jadronovo auf der linken Arschbacke abgehockt.

An der Unterkunft angekommen beschlossen wir noch den Weg zum Meer anzutreten und uns ein wenig abzukühlen. Über verschlungene und schattige Pfade gelangten wir an die Küste. Hierzu müssen einige Höhenmeter überwunden werden. Nach einer guten Stunde im Wasser gönnten wir uns noch ein Eis um den Anstieg auf dem Rückweg angenehmer zu gestalten. Und nun, ihr ahnt es schon sitze ich hier und tippe damit ihr auch etwas von unserer Tour habt.

Wie haltet ihr es mit der Schutzkleidung? Kurze Strecken? Heiße Temperaturen? Ist dies ein Grund für euch auf Schutzkleidung zu verzichten?

Kroatientour 2014 – Tag 3 – 370km – vier Laender

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Tag Drei der Tour begann mit leichten blauen Fetzen am Himmel. Wir fassten neue Hoffnung, dass wir trotz des schlechten Wetterberichtes zumindest einen Teil des Tages trockene Straßen hätten. Beim Frühstück stellte sich heraus, dass wir die einzigen Gäste im Gasthof Golob waren. Wir genossen die Ruhe und erfreuten uns am Ausblick auf die Berge.

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Nach der Stärkung, dank Packroutine zügig zu den Motorrädern gekommen, starteten wir heute schon gegen 9:30 in die geplanten 360 km. Auf dem heutigen Programm standen immerhin vier Länder: Österreich, Italien, Slowenien und Kroatien. Am Ende des Tages sollten wir unsere Unterkunft für die nächste Woche in Jadronovo erreichen.
Von Kirchbach bis zur Italienischen Grenze am Naßfeld (Passo di Pramollo 1530m) ging es zügig voran. Auf der Höhe beschlossen wir einen kurzen Rundgang zu machen und den heute tatsächlich vorhanden Ausblick zu genießen.

Die Abfahrt auf der italienischen Seite des Passes ist in einem deutlich schlechteren Zustand. Macht aber deswegen nicht weniger Spass. Von Pontebba aus strebten wir neben der Autobahn her nach Raccolana. Hier verliesen wir die hervorragend ausgebaute und zum zügigen cruisen einladende SS13 nach links in Richtung Lago di Predil. Bevor dieser jedoch in Sicht kam durften wir noch den Sella Nevea (1190m) genießen.

Am Lago di Predil mussten wir uns dann entscheiden ob wir die volle geplante Distanz über den Vrsič Pass (1611m) fahren wollten oder die kurze Distanz über den Predel (1156m). Aufgrund des bisher trockenen Wetters und eines prüfenden Blickes zum Himmel entschlossen wir uns für die lange Distanz. Also am Lago di Predil nach links weg, in Richtung Tarvisio. Am Passo die Fusine (950m) überqueren wir die Slowenisch-Italienische Grenze, nach Kranjska Gora ist es nur noch ein Katzensprung. Nun geht es wieder in Richtung Süden den bekannten Vrsič Pass hinauf. Von Kranjska Gora kommend sind auf der Auffahrt viele der Kehren mit Kopfsteinpflaster ausgeführt. Der Fahrbahnbelag ist im allgemeinen als eher schlecht zu bezeichnen. Dafür entschädigt uns der Ausblick auf das Bergmassiv.

Die Abfahrt vom Vrsič ist weiterhin geprägt von engen Kehren allerdings ohne Kopfsteinpflaster. Insgesamt sind auf diesem Pass 50 Kehren zu bewältigen. Danach gleiten wir durch das Tal der Soča. Die Straße schmiegt sich am Fluss entlang und bietet viele zügige Kurven. Ein Genuss! Über Bovec und Kobarid geht es so bis Tolmin dahin. Es könnte ewig so weitergehen. Wir wechseln den Fluss, es geht ab jetzt an der Idrijca entlang. Immer wieder zwingen uns Baustellen zum anhalten und es beginnt „endlich“ zu regnen. Die Wassermenge hält sich noch in Grenzen also beschließen wir, erstmal so weiterzufahren. Kurz vor Idrija nutzen wir eine OMV Tanktstelle für eine Rast. Es ist bereits kurz nach 15 Uhr und wir bekommen langsam Hunger. Ein paar Sandwiches und eine kurze Unterhaltung später ziehe ich noch Regenklamotten über und Anja führt Ihren Rukka, Daytona und Held Test fort. Ich weiß aus Erfahrung dass meine bald 10 Jahre alten Klamotten starken Dauerregen nicht mehr standhalten.

Über Godovič udn Postojna gehts es nun zielstrebig durch grün bewaldete Kurvenreiche Landschaften zielstrebig in Richtung kroatische Grenze. Nach Ilirska Bistrica zeigen die gigantischen Hinweisschilder auf Wechselstuben die Nähe zur Grenze an. Als wir diese erreichen legen wir noch einen kurzen Stopp ein. Die Regenklamotten packe ich wieder weg, die letzten Kilometer waren bereits wieder trocken.

Schnell über die Grenze, nicht einmal der Helm musste runter. Direkt danach geht es auf die Autobahn A7 in Richtung Rijeka. Den Endspurt heute legen wir gemütlich mit 120km/h hin. Für 5 Kuna pro Motorrad (nicht ganz ein Euro) kommen wir bis zur Abfahrt zur D8 nach Crikvenica. Der erste Blick aufs Meer weckt freudige Gefühle in uns. Allerdings ist es nicht dasselbe wie wenn man von Šestanovac durch die Berge ans Meer kommt. Wir verlassen die D8 um nach Jadronovo abzubiegen und begeben uns auf die Suche nach dem Restoran Kloštar. Schräg gegenüber finden wir unsere Unterkunft vor. Danke nochmal an Tom für die Vermittlung der Ferienwohnung. Absolut ruhige Lage und eine geniale Wohnung. Zum ersten Mal in meinem Leben haben wir eine Spülmaschine in einer Ferienwohnung!
Wir machen die Koffer leer und gehen erstmal duschen.
In Laufreichweite (5min) gehen wir in einem kleinen Konzum noch einkaufen und decken uns mit dem Nötigsten für heute Abend und morgen früh ein. Dann lassen wir den Tag auf dem Balkon beim Abendessen ausklingen. Es ist inzwischen 21 Uhr und ich beschließe den Bericht auf morgen zu verschieben.

Unser 4 Tag begrüsst uns mit Wolken und einem eher trüben Ausblick. Trotzdem beschließen wir auf dem Balkon zu Frühstücken. Der heutige Tag wird eher ruhig. Ein wenig lesen, den Bericht schreiben, gegen Nachmittag eine größere Runde durch Jadronovo und evtl. nach Crikvenica drehen. Dann noch an den Strand. Während dem Schreiben dieser Worte bestätigt uns leichter Regen in unserer Entscheidung. Zum Ende hin klart es auf und die schnell ziehenden Wolken geben den blauen Himmel frei. So muss es sein.

 

Und nun noch ein paar Infos zu Anjas Klamotten Test:
Testszenario: Ein Tag Dauerregen und Nebel, zweiter Tag mit ca. 100km und 1,5 Std. Starkregen.
Daytona Evoque GTX Stiefel: Dicht!
Rukka Focus Hose: Dicht!
Rukka Viktoria Jacke: vermutetet Undichtigkeit die sich als vollgesaugtes Baumwollhalstuch herausstellte –Y Jacke ist dicht!
Held Handschuhe: Nach ganztägigem Dauerregen innen zäh.
Fazit: Die Investitionen haben sich ausgezahlt. Die Trägerin ist mit den Kleidungsstücken vollauf zufrieden. Zu beachten ist bei den Rukka Klamotten dass die äußere Schicht aufgrund fehlender Laminat Technik irgendwann durchnässt und ein kühles Gefühl auftritt. Außerdem kann sich zwischen Membran und äußerer Schicht eine Wasseransammlung bilden (z.B. am Unterarm) dies kann den Eindruck vermitteln dass das Kleidungsstück durchlässig ist.

 

Kroatientour 2014 – Tag 2 – 217km

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Da für heute nur gute 220km angedacht waren starteten wir gemütlich in den Tag. Frühstück um 8 Uhr, es ist ja schließlich
Urlaub. Die Unterkunft im Waidachhof können wir wärmstens weiterempfehlen. Das Wetter sah auch noch nicht so schrecklich aus.

Es war Wolkenverhangen, aber trocken. Als wir uns dann endlich auf die Socken machten (die Packroutine ist noch nicht
wirklich wieder da) war schon einiges an Zeit vergangen. Das Wetter tat auch endlich seine Schuldigkeit und pünktlich zum
Start begann es zu nieseln.
Wir waren froh gestern noch eine Runde zu den Krimmler Wasserfällen gedreht zu haben. Die heutige Tour begann mit dem Weg zum Gerlospass. An der Mautstation siegte meine Erinnerung an die letzte andauernde Regenfahrt und ich streifte die Regenklamotten über. Anjas neue Rukka Klamotten sollten heute beweisen was sie drauf haben.
Den Gerlospass (1507m) und den Weg nach Zell am See liesen wir so flott wie möglich bei stehendem Wasser auf der Fahrbahn
hinter uns, in der Hoffnung mit dem Schwenk nach Süden auf die Großglocknerstraße einen Wetterwechsel zu erleben.
An der letzten Tankstelle vor der Mautstation füllten wir die Moppeds und kamen noch mit ein paar Holländern übers Wetter ins Gespräch. An der Mautstation traf uns fast der Schlag. Wir hatten im Vorfeld keine Infos eingeholt und waren doch ein wenig
überrascht über 24 € Maut pro Motorrad!!! Im Vergleich: am Gerlos standen 5,50 Eur zu buche. Naja wenn schon denn schon. Also gezahlt und durch die Moppedschranke direkt vor 4 Corvettes aus Norwegen gestartet. Auf den ersten Metern noch Hoffnung geschöpft dass wir Glück mit dem Wetter hätten bestätigte sich dies leider nicht.


Fotostops waren schlichtweg unmöglich. Die Bilder der Gopro zeigen quasi nur Tropfen auf der Linse. Es war Kalt, es war nass,
es war neblig. Wir haben uns bemüht den Großglockner schnellstmöglich hinter uns zu lassen. Es war definitiv eine gute
Entscheidung für den heutigen Tag weniger Kilometer zu veranschlagen. Regen und Nebel kosteten enorm viel Kraft. Die Pässe Futscher Törl (2394m) und Hochtor (2576m) sahen wir nur im vorbeifahren. Der Rest des Tages war dann schnödes wir wollen endlich ins Trockene. Über den Iselsberg Pass (1204m) und den Gailbergsattel (981m) liesen wir uns gen Italien spülen. Das eigentliche Ziel des Tages war Tröpolach. Uns verlies aber ca. 10km vorher in Kirchbach die Lust als wir einen Supermarkt
genau gegenüber eines Gasthofes erblickten.


Im Gasthof Golob war auch tatsächlich noch ein Zimmer für uns frei. Also erstmal unter die heiße Dusche nachdem die
Motorräder in der Garage geparkt waren. Frisch geduscht noch kurz was zum Essen und trinken einkaufen und dann raus auf den
Balkon und den Tag ausklingen lassen. Gut gesättigt nun noch das kostenlose WLan nutzen und euch Lesestoff liefern.
Morgen wollen wir dann den Rest des Weges nach Jadranovo unter die Räder nehmen.

Kroatientour 2014 – Tag 1 – 407km

Der Jahresurlaub 2014 steht an. Kurzfristig stellt sich die Frage was machen wir und vor allem wo? Anja hat inzwischen selbst den Motorradschein und die Honda NTV ist reaktiviert. Meine Zeit an Krücken ist vorbei. Kurzfristig beschließen wir nach Kroatien zu fahren. Hatten wir doch schon öfter. Nein nicht so. Wir waren bisher immer mit dem Auto in Kroatien.

Die Planungsphase schlug um in akute Planungsunlust. Also einfach drauflos. Wer uns kennt weiß dass dies nicht in unserer Natur liegt. Wenigstens ein Ziel in Kroatien brauchen wir. Dies ist schnell gefunden. Ein Bekannter aus dem V-Stromforum vermittelt uns eine Unterkunft in Jadronovo. Wann es los gehen soll wissen wir auch schon: Heute!
Gestern noch bis spät die Koffer gepackt naja das meiste eigentlich heute früh. Als Grundlage für die Anfahrt freundlicherweise von Tom alias Idefix aus dem V-Stromforum zur Verfügung gestellte GPX Dateien mit zu Rate gezogen und schon gehts los.

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Wir starten Richtung Roth da wir so wenig wie möglich Autobahn fahren wollen. Das erste Zwischenziel ist Greding.
War da nicht was? Achja in Roth stellen wir fest dass quasi nahezu alle Wege aufgrund der Datev Challenge Roth gesperrt sind. Wer braucht eigentlich Triathlon? Na gut, ich muss schon sagen dass jene Leute welche es durchziehen meine Hochachtung verdient haben. Ich fahr lieber Motorrad als eine Höllen Distanz mit Schwimmen, Fahrrad fahren und Laufen zu überwinden. Fakt ist: Der Triathlon kostet uns richtig Zeit und Nerven!
Nachdem wir diesen endlich irgendwie umfahren haben (teilweise mit den Radfahrern auf der Strecke) gehen wir in Greding auf die A9 um endlich ein wenig vorwärtszukommen. Denkste. 20 km Stau und das bei guten 30° Grad in einer ewigen Baustelle mit engen Spuren und ohne Standstreifen, mit voll beladenen und somit breiten Motorrädern. Ungünstige Situation. In Allershausen die Überlegung die A9 zu verlassen und München großräumig zu umfahren. Aber einmal heute treffen wir die richtige Entscheidung und bleiben auf der Bahn. Nach weiteren 2 km ist der Stau verschwunden. Wir lassen fliegen und umrunden München auf der A99. In Holzkirchen verlassen wir die Autobahn und wenden uns Richtung Tegernsee. Kurz vor diesem legen wir eine längere Pause an einem kleinen Parkplatz ein und genießen den Blick in den Himmel.

 

Ein kurzer Anruf im Gasthof Waidachhof vor dem Gerlospass sichert uns unsere Unterkunft für diese Nacht. Frisch gestärkt durch im Tankrucksack geschmolzene Schokolade (neue Art von Fondue oder Schokobrunnen), welche Anja mit Ihrem „Göffel <- unverzichtbares Werkzeug!“ vernichtet hat starten wir wieder.
Über den Achenpass (941m) fahren wir nach Österreich. Noch ist es schwül warm und trocken. Dies ändert sich schlagartig am Achensee. Prasselnder Regen und heftige Windböen schütteln uns durch. Wir überqueren zügig den Inn und fahren ins Zillertal ein. Hier lässt der Regen nach und es beginnt auzuklaren. In Hainzenberg (nahe Zell am Ziller) kommen wir gegen 16 Uhr am Gasthof Waidachhof an. Kurzer Check in, zwei Stücke Kuchen und was zu trinken. Dann geht es noch mal auf eine kleine Runde zu den Krimmler Wasserfällen. Um zu diesen zu gelangen müssen wir den Gerlospass (1507m) überwinden. In Krimml freuen wir uns über die kostenlosen Motorradparkplätze mit Schließfächern für Helm und Klamotten. Wir drehen eine kurze Fotorunde zu Fuß, heben einen kleinen Cache und machen uns wieder auf den Weg zurück zum Gasthof.

 

Zum zweiten Mal heute queren wir den Gerlos und dürfen dies fast ohne Verkehr genießen.
Schnell unter die Dusche, dann endlich was zu essen und schon fallen wir fast ins Bett. Das einzige was uns noch daran hindert ist dieser Bericht.
Morgen soll es dann bis kurz vor die Italienische Grenze gehen.

Fivefingers – Die neue Art zu laufen?!

Heute greife ich ein Thema auf welches ich schon länger im Kopf habe. Genauer gesagt wollte ich dies tun seit Spiegel online einen Artikel über eine Sammelklage in den USA gegen Vibram, den Hersteller der immer beliebter werdenden Barfußschuhe, veröffentlicht hat. Ein in Deutschland undenkbarer Vorgang in dieser Form. Allerdings finde ich die Reaktion des Familienunternehmens äußerst gelungen. Absolut offen und Direkt mit dem Thema umgegangen.

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Ich wurde 2011 durch einen Kumpel,welcher plötzlich so komische Dinger an den Füßen hatte und äußerst begeistert war, auf die Vibram Fivefingers Zehenschuhe aufmerksam. Damals gab es noch kaum einen Laden welcher die Schuhe im Sortiment hatte und auch die Modellvielfalt war noch deutlich beschränkter als heute. Ich zögerte noch bis Anfang 2012 bis ich mir auch solche Teile bestellte. Fortan wurde ich komisch beäugt, wenn ich mit meinen Vibram Fivefingers KSO daherkam. Letztes Wochenende war es nun soweit, meine Frau wollte unbedingt auch endlich Fivefingers. Inzwischen gibt es auch Läden vor Ort welche die Schuhe im Sortiment haben. Wir besuchten also kurzerhand den Outdoorladen Mountain Sports in Ansbach und wurden nach einigem Probegehen und ausführlicher Beratung mit dem Vibram Fivefingers Bikila Evo Woman fündig.

Was macht diese Schuhe so besonders? Dem Betrachter fällt als erstes die Form auf. Der Schuh sieht aus wie ein Fuss. Jede Zehe kommt in eine eigene Tasche. Typisch für trendige outdoor Artikel sind die grellen Farbvarianten. Es gibt aber durchaus auch Modelle welche deutlich mehr „casual“ wirken, was allerdings durch die Form relativiert wird.

Für den Träger der Schuhe ergibt sich ein völlig neues Gefühl beim laufen. Nunja so neu ist es auch wieder nicht. Eigentlich kennt es jeder. Oder steigt ihr früh morgens mit Schuhen aus dem Bett? Durch die sehr dünne, aber trotzdem robuste Sohle fühlt es sich an als ob man barfuß laufen würde. Sogenannte Barfußschuhe gibt es auch von anderen Herstellern, bei diesen muss man allerdings seine Zehen nicht sortieren wenn man diese anzieht. Beim ersten Mal überziehen ist man auch ein wenig beschäftigt bis jede Zehe genau dort sitzt wo sie hin soll, dies gelingt aber von mal zu mal schneller.

Warum nun nicht einfach Barfuß laufen wenn es doch das gleiche ist? Manchmal möchte man dies einfach nicht. Sei es aus hygienischen Gründen oder zum Schutz der Fußsohlen (z.B. vor Scherben oder im Wasser vor nicht sichtbaren Gefahren). Ein für uns entscheidender Vorteil bei der Anschaffung dieser Schuhe ist das Packmaß. Vor der Anschaffung der Fivefingers hatte ich auf Motorradtouren lediglich Flip Flops und die Motorradstiefel dabei, jetzt habe ich einen vollwertigen und universell einsetzbaren Schuh welcher mir z.B. beim Baden im Meer auch noch als Schutz vor Seeigeln dient. Übrigens kann man die Fivefingers einfach in die Waschmaschine stecken, wenn sie mal schlammig, salzig oder verschwitzt sind.

Abebe Bikila, Rom 1960: Olympiasieg und Weltrekord im Marathon. Barfuß!

Zola Budd, Los Angeles 1984: Olympiasieg und Weltrekord Disziplin: 5000m. Barfuß!

Um zurück zum Laufgefühl zu kommen. Wer einmal mit Fivefingers statt mit festen Schuhen durch einen Wald gelaufen ist oder über Schotter der wird sie nicht mehr missen wollen. Man fühlt sich der Natur näher, spürt jede Unebenheit (je nach Sohlenmodell intensiver oder auch weniger intensiv). Freilich gibt es keine wissenschaftlichen Studien welche Belegen dass diese Schuhe nun gut für uns sind oder nicht. Aber so falsch können sie nicht sein, sind sie doch deutlich natürlicher als ein Luftgepolsterter Turnschuh und bilden lediglich eine Schutzschicht.

Das Laufen muss man allerdings wieder erlernen, gibt es doch keine dämpfenden Polster in der Sohle. Man sollte also in den ersten Tagen nicht übertreiben. Die Muskeln welche durch unsere Hightech Schuhe und Sohlen unterstützt werden müssen erst wieder trainiert werden. Das korrekte Abrollen um die Dämpfung aufrechtzuerhalten muss wieder eingeübt werden.

Beim Gehen stellen Füße und Wirbelsäule eine funktionale Einheit dar. Hierbei wirkt eine durch regelmäßiges Barfußgehen durchtrainierte Fußmuskulatur als Stoßdämpfer, was den Bandscheiben sehr zugutekommt. In den Feinheiten des Bewegungsablaufs stimmen sich Füße und Wirbelsäule automatisch aufeinander ab. Deshalb können sich durch die intensive Bewegung der Füße beim Barfußgehen auf abwechslungsreichem Boden schmerzhafte (oftmals psychisch bedingte) Wirbelblockaden lösen. Solange die Zehenbeweglichkeit in Schuhen eingeschränkt ist, kann diese Wirkung nicht zum Tragen kommen. Umgekehrt sind Beeinträchtigungen des Körpers (Körperfehlfunktionen, Verspannungen usw.) an der Fußsohle spürbar. Durch Fußreflexzonenmassage oder Barfußgehen lässt sich die Einschränkung gut therapieren. Eine Alternative stellen Barfußschuhe dar, welche die Fußmechanik kaum einschränken. (Zitat aus Wikipedia Artikel zum Thema Barfüßigkeit)

Meine Frau und ich (und auch noch einige Leute aus unserem Bekanntenkreis) sind sich jedenfalls einig. Wir wollen nicht mehr auf die freakigen Zehenschuhe verzichten.

Ein Adventswochenende in Salzburg

Zum Jahresende 2013 hatten wir noch ein wenig Urlaub zur Verfügung. Eine kurze Städtereise an einem verlängerten Wochenende bot sich an. Ein Motto war auch schnell gefunden -> Advent. Nach ein wenig Brainstorming und „googeln“ fanden wir die Aussage: „Der Advent gehört unbestritten zu den allerschönsten Zeiten in der Stadt Salzburg“ auf www.salzburg.info sehr vielversprechend.

Eine kurze Recherche führte auch gleich zur Buchung im Ibis Budget Salzburg. Dieses liegt etwas außerhalb, ist allerdings durch die Nähe zum Flughafen sehr gut mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln angebunden. Diese sind auch gleich eine der ersten Besonderheiten in Salzburg. Hier kommt weder eine U-Bahn noch Straßenbahnen zum Einsatz. Das Straßenbild ist trotzdem geprägt von Oberleitungen, allerdings ohne Schienen. Salzburg besitzt das fünftgrößte elektrisch betriebene Oberleitungsbusnetz der Welt. Insgesamt gibt es 11 Linien mit 154 Haltestellen und ca. 100 Wagen. Ein weiteres Prägendes Element des Stadtbildes sind die Fiaker.

Dank der Salzburg Card konnten wir für 72 Stunden alle öffentlichen Verkehrsmittel nach belieben nutzen. Sie sicherte uns auch kostenlose Eintritte in viele Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das Prinzip mit den Städtekarten war uns bereits aus Wien, Berlin und München bekannt und hatte sich für uns bewährt. Der Erwerb der Karte führte uns auf einen kurzen Abstecher in den Flughafen von wo aus uns die OBus Linie 10 innerhalb von 15 Minuten direkt in den Kern von Salzburg brachte.

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Als Startpunkt für unsere Tour am Freitag hatten wir uns den Weihnachtsmarkt am Mirabellplatz auserkoren. Ein übersichtlicher Markt welcher direkt am Mirabellgarten angesiedelt ist. Nach einem kurzen Rundgang beschlossen wir durch den Mirabellgarten über den Makartsteg in die Altstadt zu überzugehen. Der Mirabellgarten bot uns noch einen schnellen Fund bei dem gleichnamigen Geocache.

Der Markartsteg ist geprägt von dem Brauch Liebesschlösser aufzuhängen, welchen der italienische Schriftsteller Federico Moccia durch seinen Roman „Ich steh auf dich“ populär gemacht hat. Eine sehr gute Idee ist der hier versteckte Geocache „Per Sempre“. Leider blieb es uns verwehrt diesen zu finden. Beim Schlendern durch die Getreidegasse, Judengasse, Goldgasse, Kaigasse und noch einige andere Gassen konnten wir die Salzburger Altstadt genießen. Der Markt am Universitätsplatz bot einiges an lokalen Köstlichkeiten auf und verzauberte vor allem unseren Geruchssinn. Die Kollegienkirche bot uns einen ersten Einblick in die sakrale Kunst in Salzburg.

Das große Ziel des heutigen Tages war der Salzburger Christkindlmarkt direkt am Dom. Dies ist der größte der vielfältigen Weihnachtsmärkte in Salzburg. Von Handwerkern über Essenstände bis hin zu verschiedensten Darbietungen werden hier alle Sinne gereizt. Den Höhepunkt stellt dann der Besuch des Domes dar. Die Reizüberflutung auf dem Markt führte zu einem deutlichen Hungergefühl welches wir zum Abschluss des ersten Tages in einem der ältesten Salzburger Bierhäuser stillten. Das Zipfer Bierhaus bietet gut bürgerliche und typische Salzburger Küche in einem rustikalen und sehr gemütlichen Ambiente. Im Verlaufe des Abends hatte sich noch der ein oder andere Cachefund ergeben: Mozarts Premiere, Der Salzburger Dom und 424,250 (Most found Cache in Salzburg!!!).

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Den Samstag starteten wir bei bestem Wetter mit der Besichtigung der Erzabtei St. Peter mit dem dazugehörigen Friedhof. In den Katakomben zeigte sich uns an dem gleichnamigen Cache ein wundervoller Ausblick über die hier dicht stehenden Kirchen. Dank der Salzburg Card konnten wir uns nicht nur den Eintritt für die Katakomben sondern auch gleich noch das Ticket für die Standseilbahn zur Festung Hohensalzburg sparen. Ein zweiter Positiver Effekt ergab sich da wir direkt durch die Schranken gehen konnten und nicht erst an der Kasse anstehen mussten. Ein Rundgang durch die alten Gemäuer er Burg zieht sich ganz schön. Im Innenhof der Anlage findet man nicht nur den Salzburger Festungsadvent sondern auch noch einen Geocache mit dem Titel Festung Hohensalzburg.

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Nach soviel geschichtlichem machten wir uns an den zügigen Abstieg mit der Festungsbahn um uns im Tal den Sternadventmarkt am Kajetanerplatz zu gemüte zu führen. Dieser Markt ist von sehr überschaubarer Größe gehalten so dass wir uns bald mit dem Citybus Linie A aufmachten da heute noch der Kapuzinerberg auf dem Programm stand. Zum einen wollten wir noch die beiden Earthcaches Geologie am Kapuzinerberg und Salzburger Stadtberge erkunden. Und zum anderen erwartete uns noch der Adventsmarkt im Franziskischlössl. Für den doch ein wenig anstrengenden Fussmarsch den Kapuzinerberg hinauf wird man leider am Franziskischlössl nicht hinreichend entlohnt. Der Adventmarkt ist eigentlich nur eine Erweiterung der auch sonst angebotenen Gastronomie um vier Buden im Innenhof der Anlage. Wir traten zugegebenermaßen etwas enttäuscht den Rückweg an um wenigstens noch den Ausblick auf Salzburg bei Dunkelheit vom Kapuzinerkloster aus genießen zu können. Nach einer ausgiebigen Fotosession brachte uns dann die bewährte OBus Linie 10 zurück zum Hotel.

Den Sonntag starteten wir an der barocken Marstallschwemme – einer Pferdeschwemme aus dem 17. Jahrhundert. Der Mönchsbergaufzug brachte uns (dank Salzburg Card kostenlos) zu einem grandiosen morgendlichen Ausblick über Salzburg. Das Museum der Moderne reizte uns nicht so dass wir uns ins Haus der Natur begaben um uns einen kleinen Teil der dortigen Ausstellung anzusehen. Das Haus der Natur ist so umfangreich dass man für einen vollständigen Besuch mindestens einen ganzen Tag einplanen sollte. Einen besonderen Anreiz haben die aktiven Ausstellungsteile zum Anfassen und Mitmachen im Science Center. Auch hier durften wir dank der Salzburg Card ungehindert eintreten.

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Zwei Highlights standen nun noch aus. Wenn man schon in Salzburg ist sollte man auch die Salzburger Nockerln probieren. Eine typische lokale Süßspeisen-Spezialität die zu einem großen Teil aus zu Schnee geschlagenem Eiweiß besteht. Es sei dazu gesagt es genügt eine kleine Portion für zwei Personen. Wir kämpften uns zu zweit durch zwei Portionen.

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Das letzte Ziel unseres Wochenendtrips sollte „Waldklang – Weihnachten im Waldbad Anif“ werden. Hier fanden wir auch das adventliche Highlight der drei Tage. Ein rund um einen See gelegener Weihnachtsmarkt der besonders durch seine Lichterstimmung wirkt. Viele erleuchtete Zelte mit zahlreichen Handwerkern die auch aktiv ihre Tätigkeit vorstellten schaffen eine ganz besondere Atmosphäre.

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Leider waren die drei Tage in Salzburg viel zu schnell vergangen. Einige besondere Sehenswürdigkeiten dieser Stadt blieben uns aufgrund der Jahreszeit verwehrt. So ist zum Beispiel Schloss Hellbrunn mit seinen bekannten Wasserspielen im Dezember geschlossen und die Salzachschifffahrt legt auch eine Winterpause ein. Unsere persönlichen Höhepunkte der Stadt waren die Gassen der Altstadt mit ihren sehr unterschiedlichen aber außergewöhnlich nahe beieinanderliegenden Kirchen und die Festung Hohensalzburg.

Hier nun noch einige weiter Impressionen:

Kurztrip – 1228 km Schweiz mit dem Motorrad

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Zum Ausgleich nach unserer Tour auf der Ostroute der Motorradstrasse Deutschland haben wir noch drei Tage Schweiz hinten dran gehangen. Nach unserer Heimkehr am Freitag Abend war noch ein wenig Wartung am Motorrad nötig. Die Bremsbeläge mussten noch gewechselt werden (jetzt sind EBC Goldstuff Sintermetall Beläge verbaut), der Hauptständer musste vor dem Pässefahren noch weg und die Kette brauchte ein wenig Zuwendung. Am Samstag morgen klingelte der Wecker um 6:30 Uhr. Irgendwie hatte sich eine Zeitspanne von 2 Stunden zwischen Aufstehen und Abfahrt in den letzten Tagen eingependelt. Auch heute sollte dies so sein. Um 9:30 Uhr starteten wir in Richtung Schweiz. Die Anfahrt war komplett über Landstrassen geplant. Die ersten Kilometer absolvierten wir auf wohlbekanntem Terrain bei tadellosem Wetter. In Nördlingen war dann der erste Tankstop fällig. So schön das Wetter startete so schnell lies es nach. Nebel zog auf es fing an zu nieseln und die Temperatur ging runter. Zwei langwierige Parts hatten wir heute vor uns. Der eine war Ulm. Liegt mitten im Weg und irgendwie muss man durch oder drumherum. Wir wählten den Weg hindurch. Sollten wir mal wieder hier vorbeikommen werden wir mal außen herum probieren.

Der weitere Weg war leider beherrscht vom schlechten Wetter. So dass wir uns sogar dazu entschlossen eine Pause bei MC Donalds zu machen. Warme Pommes, eine Toilette und bequem sitzen. Wir hielten Zielstrebig auf die Grenze zu. Hier begann der zweite langwierige Part. Dank dem Motorrad konnten wir uns ein wenig in der Warteschlange an der Grenze nach vorne mogeln. Mögen die Autofahrer uns verzeihen. Endlich in der Schweiz angekommen mussten wir feststellen dass die geplante Route durch unendliche Orte und Geschwindigkeitsbegrenzungen führte. Das Motto lautete inzwischen nur noch „endlich ankommen“. Die letzten 9 Tage steckten und noch in den Knochen und dies merkten wir heute deutlich. Gegen 17 Uhr kamen wir dann in Menzberg im Haus Donnerhof an und konnten unser Zimmer beziehen. Das letzte Stück nach Menzberg entschädigte nochmal für die langwierige Anfahrt heute. Kleine Strasse, viele Kurven und einige Höhenmeter. Menzberg ist mit 1023 Metern über Null der höchstgelegene Ort am Napf. Wir haben leider am Samstag keine Bilder vom grandiosen Ausblick von unserer Unterkunft aus gemacht. Sonntag und Montag sollte uns dieser nicht mehr vergönnt sein. Ich verweise daher auf einen Beitrag des unterwegsblog.de. Hier gibt es ein paar Infos zu Menzberg. An diesem Abend machten wir uns nochmal auf um Regina zu Ihrem Geburtstag zu besuchen. Gegen 2 Uhr legten wir uns ab da wir ja für den Sonntag ein paar Pässe geplant hatten.

Der Sonntag morgen begrüsste uns so wie der Samstag geendet hatte mit Nebel und maximalen Sichtweiten von 40-50 Metern. Der Wetterbericht war allerdings etwas positiver. Nachdem wir ein paar Webcams konsultiert hatten entschlossen wir uns loszufahren. Angedacht waren heute insgesamt neun Pässe und gute 300km. Um ca. 11 Uhr starteten wir dann den Weg ins Tal zu einer Tankstelle um für den ersten Pass des Tages gerüstet zu sein, den Glaubenbielen.

Auf dem Pass konnten wir den Nebel unter uns lassen. Dieses Spielchen sollten wir heute noch häufiger mitmachen. Durch den Nebel hoch. Oben dann Regen oder grauer Himmel, dann wieder durch den Nebel runter. Am Lungerer See machten wir einen kurzen Fotostop. Diese sollte sich im Laufe des Tages in Grenzen halten da es im Nebel nicht viel zu sehen gab und es ansonsten sehr Nass war.

Es folgte der Brünigpass und der Chirchen. Auf dem Weg zum Grimselpass machten wir einen kurzen Stop an dem Tradi Bi dr Gelmerebahn. Der Weg auf den Grimsel war Wettertechnisch okay, auf der anderen Seite des Passes sah es dann wieder ganz anders aus. Mal wieder Regen. Zwischen Furka und Grimsel trafen an wir an der Haltestelle Gletsch nicht nur die Dampfbahn sondern auch noch zwei Spanier mit Ihren Motorrädern. Wir durften live dabei sein als die Dampflok den Zug in Fahrt brachte.

Auf dem Furka war es dann wirklich kalt und es wehte auch noch ein garstiger Wind. So dass wir zügig weiterfuhren. In Hospental stellte sich dann die Frage ob wir den Gotthard fahren oder nicht. Wenn wir schonmal hier sind… Leider mussten wir nach ca. 10 km wieder umkehren da das Wetter vor uns immer schlechter wurde. Wir wollten den Gotthard auf der alten Straße hin und zurück fahren, aber manchmal ist es besser abzubrechen. Wir wendeten also und beeilten uns vor der schlecht Wetterfront zu fliehen. Im Nachhinein betrachtet kam nun der Pass welcher uns heute den meisten Spass bereitet hat – der Sustenpass. Der Weg hinauf zog sich in langen zügigen Kurven war die wohl am flüssigsten zu fahrende Strecke heute. Auf dem Abwährtsweg stoppten wir noch an dem Earthcache Der Stei(n)gletscher.

Um den Nachhauseweg nicht zu 100% mit dem Weg des Vormittags zu überschneiden fuhren wir nach dem Chirchen und Brünigpass in Richtung Glaubenbergpass. Dieser sollte uns aufgrund des wiederkehrenden Nebels allerdings keinen Spass bereiten und auch immens viel Zeit kosten.

Kurz nach 19 Uhr trafen wir völlig erschöpft wieder in Menzberg ein. Der heutige Tage hatte enorm viel Energie gekostet. Wir hatten in 8 Stunden 323km unter widrigsten Bedingungen zurückgelegt. Wir bereiteten uns noch eine warme Mahlzeit auf dem Gaskocher und fielen schnell in einen tiefen Schlaf.

Montag war nun der letzte Tag unserer Tour. Wir spürten deutlich die Anstrengungen der letzten beiden Tage und entschieden uns den Heimweg übers Vierländereck anzugehen und in Deutschland die restliche Strecke auf der Autobahn zurückzulegen um zügig nach Hause zu kommen. Der Schweizer Anteil der Strecke zog sich noch ganz schön in die Länge. Erfreulicherweise ist der Shimmy des Continental Trail Attack 2 deutlich weniger geworden. Verschwunden ist er nicht, aber erträglich. Wir werden als nächsten Reifen trotzdem wieder den Michelin Pilot Road 3 montieren. Oder vielleicht doch den Heidenau Scout K60? Mal sehen wie das Anforderungsprofil der nächsten längeren Tour aussieht.

Nach der Tour ist vor der Tour!

Motorradstrasse Deutschland Ostroute Tag 9 – 337km und Fazit

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Ich konnte gestern Abend nicht einschlafen. Daher habe ich ein wenig mit locus auf dem Handy rumgespielt und geschaut ob entlang unserer Route Earthcaches zu finden sind. Und tatsächlich, vier Stück liegen direkt an der Route. Unter direkt verstehe ich keine 50m Abweichung. Nachdem ich diese ins GPS gespeichert hatte war ich dann auch endlich so müde dass ich schlafen konnte. Der heutige Morgen begrüsste uns endlich mal mit Sonne und blauem Himmel!

Wir starten um 9:30 Uhr unsere heutige Cache und Motorradtour. Den ersten Earthcache erreichen wir bereits nach ca. 20 Minuten Fahrt. Eine Gesteinsformation und eine Infotafel. Dieses Schema sollte sich heute noch dreimal genau so finden. Der Thüringer Wald begeistert mit engen Kurven und Wäldern. Wir gleiten auf der Naturparkroute Thüringer Wald entlang bis Eisenach. Hier sticht uns die Wartburg ins Auge und wir versuchen zu ihr hochzufahren. Kurz vor dem Ziel stoppt uns eine Parkplatzschranke mit Bezahlhäuschen. Wir drehen ab. Wir haben zu wenig Zeit um hier auch noch Eintritt zu bezahlen.

In der Nähe von Werra kommen wir noch am Kali Bergbau vorbei. Ein beachtliches Werk hat die K+S KALI GmbH dort stehen. Nach Thüringen kommt Hessen und wir kommen in die Röhn. Die Straßen werden besser, die Kurven werden weiter und die Fahrt wieder schneller. Dies macht das ganze auch gefährlicher. Hier stehen wieder Blitzersäulen. Aber wir sehen sie rechtzeitig und diesmal kriegen wir die Säule! Wir halten und Blitzdingsen sie! Am Schloss Buchenau machen wir noch einen kurzen Fotostopp.

In Bad Neustadt an der Saale verabschieden wir uns von der Ostroute der Motorradstrasse Deutschland und treten sozusagen die Abreise an. Wir wählen etwas größere Straßen um heute nicht zu spät zu Hause anzukommen. Schließlich geht es morgen früh in die Schweiz. Die VStrom braucht noch ein wenig Zuwendung (Kettenpflege, Hauptständer abbauen, Bremsbeläge wechseln). Wir kommen kurz nach 16 Uhr an und widmen uns gleich dem Motorrad. Nachdem die Wartungen erledigt sind lassen wir den Tag mit unserer Familie bei einer Frankenpizza ausklingen.

Ein kleines Fazit zur Ostroute. Insgesamt hat uns die Tour sehr gut gefallen. Wir haben in 9 Tagen knapp 3000km zurückgelegt wobei wir einen Tag Pause gemacht haben. Lediglich die Unterkunft in Schwerin können wir nicht empfehlen. Wir haben 8 Bundesländer durchquert, viele Ferienstrassen Deutschlands angeschnitten und von flachem nordischem Küstenland bis hin zu deutschem Mittelgebirge alles gesehen. Mal schauen vielleicht ergibt es sich 2014 dass wir eine der anderen drei Routen der MSD befahren.

Solltet ihr unsere GPS Tracks als Grundlage für die Planung einer eigenen Tour verwenden wollen schaut sie bitte nochmal durch. In den Artikeln zu den Tagen sind mitgeloggte Tracks enthalten in welchen auch kleine Verfahrer enthalten sind.

Vielen Dank an alle die uns hier online begleitet haben, wir hoffen die Art wie wir euch hier haben teilhaben lassen hat gefallen gefunden.

Anbei nochmal die Gesamtstrecke mit Hotels:

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