Über Tobias Seidel

Tobias Seidel wurde 1981 geboren und hat sein Hobby IT zum Beruf gemacht. In seiner Freizeit beschäftigt er sich viel mit den Themen Reisen, Triathlon, Motorräder, Fotografie und Tanzen (Standard).

Kroatientour 2014 – Tag 3 – 370km – vier Laender

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Tag Drei der Tour begann mit leichten blauen Fetzen am Himmel. Wir fassten neue Hoffnung, dass wir trotz des schlechten Wetterberichtes zumindest einen Teil des Tages trockene Straßen hätten. Beim Frühstück stellte sich heraus, dass wir die einzigen Gäste im Gasthof Golob waren. Wir genossen die Ruhe und erfreuten uns am Ausblick auf die Berge.

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Nach der Stärkung, dank Packroutine zügig zu den Motorrädern gekommen, starteten wir heute schon gegen 9:30 in die geplanten 360 km. Auf dem heutigen Programm standen immerhin vier Länder: Österreich, Italien, Slowenien und Kroatien. Am Ende des Tages sollten wir unsere Unterkunft für die nächste Woche in Jadronovo erreichen.
Von Kirchbach bis zur Italienischen Grenze am Naßfeld (Passo di Pramollo 1530m) ging es zügig voran. Auf der Höhe beschlossen wir einen kurzen Rundgang zu machen und den heute tatsächlich vorhanden Ausblick zu genießen.

Die Abfahrt auf der italienischen Seite des Passes ist in einem deutlich schlechteren Zustand. Macht aber deswegen nicht weniger Spass. Von Pontebba aus strebten wir neben der Autobahn her nach Raccolana. Hier verliesen wir die hervorragend ausgebaute und zum zügigen cruisen einladende SS13 nach links in Richtung Lago di Predil. Bevor dieser jedoch in Sicht kam durften wir noch den Sella Nevea (1190m) genießen.

Am Lago di Predil mussten wir uns dann entscheiden ob wir die volle geplante Distanz über den Vrsič Pass (1611m) fahren wollten oder die kurze Distanz über den Predel (1156m). Aufgrund des bisher trockenen Wetters und eines prüfenden Blickes zum Himmel entschlossen wir uns für die lange Distanz. Also am Lago di Predil nach links weg, in Richtung Tarvisio. Am Passo die Fusine (950m) überqueren wir die Slowenisch-Italienische Grenze, nach Kranjska Gora ist es nur noch ein Katzensprung. Nun geht es wieder in Richtung Süden den bekannten Vrsič Pass hinauf. Von Kranjska Gora kommend sind auf der Auffahrt viele der Kehren mit Kopfsteinpflaster ausgeführt. Der Fahrbahnbelag ist im allgemeinen als eher schlecht zu bezeichnen. Dafür entschädigt uns der Ausblick auf das Bergmassiv.

Die Abfahrt vom Vrsič ist weiterhin geprägt von engen Kehren allerdings ohne Kopfsteinpflaster. Insgesamt sind auf diesem Pass 50 Kehren zu bewältigen. Danach gleiten wir durch das Tal der Soča. Die Straße schmiegt sich am Fluss entlang und bietet viele zügige Kurven. Ein Genuss! Über Bovec und Kobarid geht es so bis Tolmin dahin. Es könnte ewig so weitergehen. Wir wechseln den Fluss, es geht ab jetzt an der Idrijca entlang. Immer wieder zwingen uns Baustellen zum anhalten und es beginnt „endlich“ zu regnen. Die Wassermenge hält sich noch in Grenzen also beschließen wir, erstmal so weiterzufahren. Kurz vor Idrija nutzen wir eine OMV Tanktstelle für eine Rast. Es ist bereits kurz nach 15 Uhr und wir bekommen langsam Hunger. Ein paar Sandwiches und eine kurze Unterhaltung später ziehe ich noch Regenklamotten über und Anja führt Ihren Rukka, Daytona und Held Test fort. Ich weiß aus Erfahrung dass meine bald 10 Jahre alten Klamotten starken Dauerregen nicht mehr standhalten.

Über Godovič udn Postojna gehts es nun zielstrebig durch grün bewaldete Kurvenreiche Landschaften zielstrebig in Richtung kroatische Grenze. Nach Ilirska Bistrica zeigen die gigantischen Hinweisschilder auf Wechselstuben die Nähe zur Grenze an. Als wir diese erreichen legen wir noch einen kurzen Stopp ein. Die Regenklamotten packe ich wieder weg, die letzten Kilometer waren bereits wieder trocken.

Schnell über die Grenze, nicht einmal der Helm musste runter. Direkt danach geht es auf die Autobahn A7 in Richtung Rijeka. Den Endspurt heute legen wir gemütlich mit 120km/h hin. Für 5 Kuna pro Motorrad (nicht ganz ein Euro) kommen wir bis zur Abfahrt zur D8 nach Crikvenica. Der erste Blick aufs Meer weckt freudige Gefühle in uns. Allerdings ist es nicht dasselbe wie wenn man von Šestanovac durch die Berge ans Meer kommt. Wir verlassen die D8 um nach Jadronovo abzubiegen und begeben uns auf die Suche nach dem Restoran Kloštar. Schräg gegenüber finden wir unsere Unterkunft vor. Danke nochmal an Tom für die Vermittlung der Ferienwohnung. Absolut ruhige Lage und eine geniale Wohnung. Zum ersten Mal in meinem Leben haben wir eine Spülmaschine in einer Ferienwohnung!
Wir machen die Koffer leer und gehen erstmal duschen.
In Laufreichweite (5min) gehen wir in einem kleinen Konzum noch einkaufen und decken uns mit dem Nötigsten für heute Abend und morgen früh ein. Dann lassen wir den Tag auf dem Balkon beim Abendessen ausklingen. Es ist inzwischen 21 Uhr und ich beschließe den Bericht auf morgen zu verschieben.

Unser 4 Tag begrüsst uns mit Wolken und einem eher trüben Ausblick. Trotzdem beschließen wir auf dem Balkon zu Frühstücken. Der heutige Tag wird eher ruhig. Ein wenig lesen, den Bericht schreiben, gegen Nachmittag eine größere Runde durch Jadronovo und evtl. nach Crikvenica drehen. Dann noch an den Strand. Während dem Schreiben dieser Worte bestätigt uns leichter Regen in unserer Entscheidung. Zum Ende hin klart es auf und die schnell ziehenden Wolken geben den blauen Himmel frei. So muss es sein.

 

Und nun noch ein paar Infos zu Anjas Klamotten Test:
Testszenario: Ein Tag Dauerregen und Nebel, zweiter Tag mit ca. 100km und 1,5 Std. Starkregen.
Daytona Evoque GTX Stiefel: Dicht!
Rukka Focus Hose: Dicht!
Rukka Viktoria Jacke: vermutetet Undichtigkeit die sich als vollgesaugtes Baumwollhalstuch herausstellte –Y Jacke ist dicht!
Held Handschuhe: Nach ganztägigem Dauerregen innen zäh.
Fazit: Die Investitionen haben sich ausgezahlt. Die Trägerin ist mit den Kleidungsstücken vollauf zufrieden. Zu beachten ist bei den Rukka Klamotten dass die äußere Schicht aufgrund fehlender Laminat Technik irgendwann durchnässt und ein kühles Gefühl auftritt. Außerdem kann sich zwischen Membran und äußerer Schicht eine Wasseransammlung bilden (z.B. am Unterarm) dies kann den Eindruck vermitteln dass das Kleidungsstück durchlässig ist.

 

Kroatientour 2014 – Tag 2 – 217km

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Da für heute nur gute 220km angedacht waren starteten wir gemütlich in den Tag. Frühstück um 8 Uhr, es ist ja schließlich
Urlaub. Die Unterkunft im Waidachhof können wir wärmstens weiterempfehlen. Das Wetter sah auch noch nicht so schrecklich aus.

Es war Wolkenverhangen, aber trocken. Als wir uns dann endlich auf die Socken machten (die Packroutine ist noch nicht
wirklich wieder da) war schon einiges an Zeit vergangen. Das Wetter tat auch endlich seine Schuldigkeit und pünktlich zum
Start begann es zu nieseln.
Wir waren froh gestern noch eine Runde zu den Krimmler Wasserfällen gedreht zu haben. Die heutige Tour begann mit dem Weg zum Gerlospass. An der Mautstation siegte meine Erinnerung an die letzte andauernde Regenfahrt und ich streifte die Regenklamotten über. Anjas neue Rukka Klamotten sollten heute beweisen was sie drauf haben.
Den Gerlospass (1507m) und den Weg nach Zell am See liesen wir so flott wie möglich bei stehendem Wasser auf der Fahrbahn
hinter uns, in der Hoffnung mit dem Schwenk nach Süden auf die Großglocknerstraße einen Wetterwechsel zu erleben.
An der letzten Tankstelle vor der Mautstation füllten wir die Moppeds und kamen noch mit ein paar Holländern übers Wetter ins Gespräch. An der Mautstation traf uns fast der Schlag. Wir hatten im Vorfeld keine Infos eingeholt und waren doch ein wenig
überrascht über 24 € Maut pro Motorrad!!! Im Vergleich: am Gerlos standen 5,50 Eur zu buche. Naja wenn schon denn schon. Also gezahlt und durch die Moppedschranke direkt vor 4 Corvettes aus Norwegen gestartet. Auf den ersten Metern noch Hoffnung geschöpft dass wir Glück mit dem Wetter hätten bestätigte sich dies leider nicht.


Fotostops waren schlichtweg unmöglich. Die Bilder der Gopro zeigen quasi nur Tropfen auf der Linse. Es war Kalt, es war nass,
es war neblig. Wir haben uns bemüht den Großglockner schnellstmöglich hinter uns zu lassen. Es war definitiv eine gute
Entscheidung für den heutigen Tag weniger Kilometer zu veranschlagen. Regen und Nebel kosteten enorm viel Kraft. Die Pässe Futscher Törl (2394m) und Hochtor (2576m) sahen wir nur im vorbeifahren. Der Rest des Tages war dann schnödes wir wollen endlich ins Trockene. Über den Iselsberg Pass (1204m) und den Gailbergsattel (981m) liesen wir uns gen Italien spülen. Das eigentliche Ziel des Tages war Tröpolach. Uns verlies aber ca. 10km vorher in Kirchbach die Lust als wir einen Supermarkt
genau gegenüber eines Gasthofes erblickten.


Im Gasthof Golob war auch tatsächlich noch ein Zimmer für uns frei. Also erstmal unter die heiße Dusche nachdem die
Motorräder in der Garage geparkt waren. Frisch geduscht noch kurz was zum Essen und trinken einkaufen und dann raus auf den
Balkon und den Tag ausklingen lassen. Gut gesättigt nun noch das kostenlose WLan nutzen und euch Lesestoff liefern.
Morgen wollen wir dann den Rest des Weges nach Jadranovo unter die Räder nehmen.

Kroatientour 2014 – Tag 1 – 407km

Der Jahresurlaub 2014 steht an. Kurzfristig stellt sich die Frage was machen wir und vor allem wo? Anja hat inzwischen selbst den Motorradschein und die Honda NTV ist reaktiviert. Meine Zeit an Krücken ist vorbei. Kurzfristig beschließen wir nach Kroatien zu fahren. Hatten wir doch schon öfter. Nein nicht so. Wir waren bisher immer mit dem Auto in Kroatien.

Die Planungsphase schlug um in akute Planungsunlust. Also einfach drauflos. Wer uns kennt weiß dass dies nicht in unserer Natur liegt. Wenigstens ein Ziel in Kroatien brauchen wir. Dies ist schnell gefunden. Ein Bekannter aus dem V-Stromforum vermittelt uns eine Unterkunft in Jadronovo. Wann es los gehen soll wissen wir auch schon: Heute!
Gestern noch bis spät die Koffer gepackt naja das meiste eigentlich heute früh. Als Grundlage für die Anfahrt freundlicherweise von Tom alias Idefix aus dem V-Stromforum zur Verfügung gestellte GPX Dateien mit zu Rate gezogen und schon gehts los.

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Wir starten Richtung Roth da wir so wenig wie möglich Autobahn fahren wollen. Das erste Zwischenziel ist Greding.
War da nicht was? Achja in Roth stellen wir fest dass quasi nahezu alle Wege aufgrund der Datev Challenge Roth gesperrt sind. Wer braucht eigentlich Triathlon? Na gut, ich muss schon sagen dass jene Leute welche es durchziehen meine Hochachtung verdient haben. Ich fahr lieber Motorrad als eine Höllen Distanz mit Schwimmen, Fahrrad fahren und Laufen zu überwinden. Fakt ist: Der Triathlon kostet uns richtig Zeit und Nerven!
Nachdem wir diesen endlich irgendwie umfahren haben (teilweise mit den Radfahrern auf der Strecke) gehen wir in Greding auf die A9 um endlich ein wenig vorwärtszukommen. Denkste. 20 km Stau und das bei guten 30° Grad in einer ewigen Baustelle mit engen Spuren und ohne Standstreifen, mit voll beladenen und somit breiten Motorrädern. Ungünstige Situation. In Allershausen die Überlegung die A9 zu verlassen und München großräumig zu umfahren. Aber einmal heute treffen wir die richtige Entscheidung und bleiben auf der Bahn. Nach weiteren 2 km ist der Stau verschwunden. Wir lassen fliegen und umrunden München auf der A99. In Holzkirchen verlassen wir die Autobahn und wenden uns Richtung Tegernsee. Kurz vor diesem legen wir eine längere Pause an einem kleinen Parkplatz ein und genießen den Blick in den Himmel.

 

Ein kurzer Anruf im Gasthof Waidachhof vor dem Gerlospass sichert uns unsere Unterkunft für diese Nacht. Frisch gestärkt durch im Tankrucksack geschmolzene Schokolade (neue Art von Fondue oder Schokobrunnen), welche Anja mit Ihrem „Göffel <- unverzichtbares Werkzeug!“ vernichtet hat starten wir wieder.
Über den Achenpass (941m) fahren wir nach Österreich. Noch ist es schwül warm und trocken. Dies ändert sich schlagartig am Achensee. Prasselnder Regen und heftige Windböen schütteln uns durch. Wir überqueren zügig den Inn und fahren ins Zillertal ein. Hier lässt der Regen nach und es beginnt auzuklaren. In Hainzenberg (nahe Zell am Ziller) kommen wir gegen 16 Uhr am Gasthof Waidachhof an. Kurzer Check in, zwei Stücke Kuchen und was zu trinken. Dann geht es noch mal auf eine kleine Runde zu den Krimmler Wasserfällen. Um zu diesen zu gelangen müssen wir den Gerlospass (1507m) überwinden. In Krimml freuen wir uns über die kostenlosen Motorradparkplätze mit Schließfächern für Helm und Klamotten. Wir drehen eine kurze Fotorunde zu Fuß, heben einen kleinen Cache und machen uns wieder auf den Weg zurück zum Gasthof.

 

Zum zweiten Mal heute queren wir den Gerlos und dürfen dies fast ohne Verkehr genießen.
Schnell unter die Dusche, dann endlich was zu essen und schon fallen wir fast ins Bett. Das einzige was uns noch daran hindert ist dieser Bericht.
Morgen soll es dann bis kurz vor die Italienische Grenze gehen.

Fivefingers – Die neue Art zu laufen?!

Heute greife ich ein Thema auf welches ich schon länger im Kopf habe. Genauer gesagt wollte ich dies tun seit Spiegel online einen Artikel über eine Sammelklage in den USA gegen Vibram, den Hersteller der immer beliebter werdenden Barfußschuhe, veröffentlicht hat. Ein in Deutschland undenkbarer Vorgang in dieser Form. Allerdings finde ich die Reaktion des Familienunternehmens äußerst gelungen. Absolut offen und Direkt mit dem Thema umgegangen.

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Ich wurde 2011 durch einen Kumpel,welcher plötzlich so komische Dinger an den Füßen hatte und äußerst begeistert war, auf die Vibram Fivefingers Zehenschuhe aufmerksam. Damals gab es noch kaum einen Laden welcher die Schuhe im Sortiment hatte und auch die Modellvielfalt war noch deutlich beschränkter als heute. Ich zögerte noch bis Anfang 2012 bis ich mir auch solche Teile bestellte. Fortan wurde ich komisch beäugt, wenn ich mit meinen Vibram Fivefingers KSO daherkam. Letztes Wochenende war es nun soweit, meine Frau wollte unbedingt auch endlich Fivefingers. Inzwischen gibt es auch Läden vor Ort welche die Schuhe im Sortiment haben. Wir besuchten also kurzerhand den Outdoorladen Mountain Sports in Ansbach und wurden nach einigem Probegehen und ausführlicher Beratung mit dem Vibram Fivefingers Bikila Evo Woman fündig.

Was macht diese Schuhe so besonders? Dem Betrachter fällt als erstes die Form auf. Der Schuh sieht aus wie ein Fuss. Jede Zehe kommt in eine eigene Tasche. Typisch für trendige outdoor Artikel sind die grellen Farbvarianten. Es gibt aber durchaus auch Modelle welche deutlich mehr „casual“ wirken, was allerdings durch die Form relativiert wird.

Für den Träger der Schuhe ergibt sich ein völlig neues Gefühl beim laufen. Nunja so neu ist es auch wieder nicht. Eigentlich kennt es jeder. Oder steigt ihr früh morgens mit Schuhen aus dem Bett? Durch die sehr dünne, aber trotzdem robuste Sohle fühlt es sich an als ob man barfuß laufen würde. Sogenannte Barfußschuhe gibt es auch von anderen Herstellern, bei diesen muss man allerdings seine Zehen nicht sortieren wenn man diese anzieht. Beim ersten Mal überziehen ist man auch ein wenig beschäftigt bis jede Zehe genau dort sitzt wo sie hin soll, dies gelingt aber von mal zu mal schneller.

Warum nun nicht einfach Barfuß laufen wenn es doch das gleiche ist? Manchmal möchte man dies einfach nicht. Sei es aus hygienischen Gründen oder zum Schutz der Fußsohlen (z.B. vor Scherben oder im Wasser vor nicht sichtbaren Gefahren). Ein für uns entscheidender Vorteil bei der Anschaffung dieser Schuhe ist das Packmaß. Vor der Anschaffung der Fivefingers hatte ich auf Motorradtouren lediglich Flip Flops und die Motorradstiefel dabei, jetzt habe ich einen vollwertigen und universell einsetzbaren Schuh welcher mir z.B. beim Baden im Meer auch noch als Schutz vor Seeigeln dient. Übrigens kann man die Fivefingers einfach in die Waschmaschine stecken, wenn sie mal schlammig, salzig oder verschwitzt sind.

Abebe Bikila, Rom 1960: Olympiasieg und Weltrekord im Marathon. Barfuß!

Zola Budd, Los Angeles 1984: Olympiasieg und Weltrekord Disziplin: 5000m. Barfuß!

Um zurück zum Laufgefühl zu kommen. Wer einmal mit Fivefingers statt mit festen Schuhen durch einen Wald gelaufen ist oder über Schotter der wird sie nicht mehr missen wollen. Man fühlt sich der Natur näher, spürt jede Unebenheit (je nach Sohlenmodell intensiver oder auch weniger intensiv). Freilich gibt es keine wissenschaftlichen Studien welche Belegen dass diese Schuhe nun gut für uns sind oder nicht. Aber so falsch können sie nicht sein, sind sie doch deutlich natürlicher als ein Luftgepolsterter Turnschuh und bilden lediglich eine Schutzschicht.

Das Laufen muss man allerdings wieder erlernen, gibt es doch keine dämpfenden Polster in der Sohle. Man sollte also in den ersten Tagen nicht übertreiben. Die Muskeln welche durch unsere Hightech Schuhe und Sohlen unterstützt werden müssen erst wieder trainiert werden. Das korrekte Abrollen um die Dämpfung aufrechtzuerhalten muss wieder eingeübt werden.

Beim Gehen stellen Füße und Wirbelsäule eine funktionale Einheit dar. Hierbei wirkt eine durch regelmäßiges Barfußgehen durchtrainierte Fußmuskulatur als Stoßdämpfer, was den Bandscheiben sehr zugutekommt. In den Feinheiten des Bewegungsablaufs stimmen sich Füße und Wirbelsäule automatisch aufeinander ab. Deshalb können sich durch die intensive Bewegung der Füße beim Barfußgehen auf abwechslungsreichem Boden schmerzhafte (oftmals psychisch bedingte) Wirbelblockaden lösen. Solange die Zehenbeweglichkeit in Schuhen eingeschränkt ist, kann diese Wirkung nicht zum Tragen kommen. Umgekehrt sind Beeinträchtigungen des Körpers (Körperfehlfunktionen, Verspannungen usw.) an der Fußsohle spürbar. Durch Fußreflexzonenmassage oder Barfußgehen lässt sich die Einschränkung gut therapieren. Eine Alternative stellen Barfußschuhe dar, welche die Fußmechanik kaum einschränken. (Zitat aus Wikipedia Artikel zum Thema Barfüßigkeit)

Meine Frau und ich (und auch noch einige Leute aus unserem Bekanntenkreis) sind sich jedenfalls einig. Wir wollen nicht mehr auf die freakigen Zehenschuhe verzichten.

Gehörschutz beim Motorradfahren

Die Anregung für mein heutiges Blogthema habe ich durch ein Gewinnspiel von Sascha Duus (unterwegens.de) bekommen. Er hat zusammen mit Alpine Gehörschutz fünf Alpine Motosafe verlost. Ich war einer der Glücklichen Gewinner.

Das Thema Gehörschutz beim Motorradfahren wird oft unterschätzt oder missverstanden. Es geht beim Thema Gehörschutz darum die Umgebungsgeräusche (z.B. Martinshorn eines Einsatzwagens oder eine Hupe) wahrzunehmen, aber gleichzeitig störende und schädigende Geräusche (z.B. Windgeräusche) auszuschalten. Sich einfach Irgendetwas in die Ohren zu stecken ist also keine Lösung. Außerdem muss der Gehörschutz auch unter dem Helm Platz finden.

Bisher war ich mit den Hearos welche ich vor vielen Jahren bei Louis erworben hatte unterwegs. Ein Ohrstöpsel aus einem weichen Silikonmaterial welcher einen Filter enthält und die Geräuschkulisse nicht nur dumpf macht, sondern die Lautstärke absenkt. Dieses Konzept überzeugte mich bereits vor vielen Jahren. Die Filter liesen sich entnehmen und der Silikonohrstöpsel ist waschbar. Nach über 7 Jahren Benutzung haben diese nun ausgedient.

Hearos

Die Firma Alpine Gehörschutz ist bekannt für Ohrstöpsel Lösungen mit wechselbaren Filtereinsätzen. Meine Frau und ich besitzen bereits seit 2 Jahren das Modell Music Safe Pro welches wir in der Regel auf Konzerten tragen. Filter mit drei verschiedenen Lärmdämpfungseigenschaften garantieren einen optimalen Schutz gegen schädliche Geräuschpegel, während die Musikqualität erhalten bleibt. Bei einem Konzert hat man keinen Einfluss auf die Lautstärke. Die Ohrstöpsel ermöglichen es diese zu regulieren.

MusicSafePro

Warum nun sollte man beim Motorradfahren Ohrstöpsel tragen? Zugegebenermaßen stellte sich mir diese Frage früher auch. Auf der kurzen Feierabendrunde über Landstraßen sehe ich einen relativ geringen Bedarf für einen Gehörschutz. Aber während tagelangen Fahrten oder Hochgeschwindigkeitsetappen auf der Autobahn sollte man die Belastung für das Gehör nicht unterschätzen.

Zitat aus den Kundenrezensionen der Alpine Motosafe auf der Herstellerwebseite:“Der beste Nebeneffekt ist Allerdings das man den Auspuff nun deutlich besser hört!“

In der Hauptsache (mal abgesehen von den Krawalltüten welche sich einige Motorradfahrer unbedingt antun müssen) sind es Windgeräusche welche unser Gehör belasten. Diese werden durch eine eventuelle Verkleidung und den Helm maßgeblich beeinflusst. Hier lässt sich nicht immer mit einfachen Mitteln eine Verbesserung erzielen. Außerdem nimmt Sitzposition und Körpergröße des Fahrers auch noch Einfluss auf diese Faktoren. Ohrstöpsel stellen eine günstige und einfach zu regulierende Möglichkeit zum Schutz dar.

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von links nach rechts: Alpine Motosafe, Hearos, Alpine Music Safe Pro

Die zwei verschiedenen auswechselbaren Filter der Alpine Motosafe sind so konstruiert das Sprache und Umgebungsgeräusche weiterhin gut wahrnehmbar sind, die schädlichen Windgeräusche aber ausgefiltert werden. In Diesem Zusammenhang sollte auch noch der § 23 Abs. 1 Satz 1 StVO erwähnt werden:

„Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.“

Das weiche Material der Ohrstöpsel sitzt dank seiner Lamellen angenehm im Ohr und „verstopft“ dieses nicht. Das Lamellensystem ist auch der größte Unterschied zu den Hearos. Dieses trägt sich deutlich angenehmer und wirkt weniger „hermetisch dicht“. Unter dem Helm fällt der Gehörschutz nicht negativ auf. Im Lieferumfang enthalten ist ein Ersatz Stöpsel. Außerdem wird bei Alpine immer eine Transportlösung mitgeliefert. Im Falle der Motosafe ist dies ein kleines Reißverschlusstäschchen mit passenden Aussparungen für die Filter und Stöpsel. Selbstverständlich sind die Ohrstöpsel abwaschbar.

Vielen Dank an Sascha Duus von unterwegens.de und die Firma Alpine Gehörschutz für dieses paar neue Alpine Motosafe welche es mir in Zukunft komfortabler gestalten mein Gehör zu schützen ohne auf die angenehmen Klangerfahrungen des Motorradfahrens zu verzichten.

Benutzt Ihr einen Gehörschutz beim Motorradfahren? Oder bei Konzerten? Falls ja welche Produkte setzt ihr ein?

USB – eine Lösung für ein Mobiles Stromversorgungskonzept

Früher hatte man bei Motorradtouren zum Navigieren eine Landkarte dabei. Die Kamera benötigte minimal Strom. Ein bis zwei Sätze Ersatzbatterien reichten Ewigkeiten. Handys gab es nicht. Heute lassen wir unsere technischen Helfer nur ungern zurück. Wir wollen aber auch nicht unendlich Reservebatterien für jedes Gerät mitführen. Diese Aufgabenstellung gilt es zu meistern.

Welche technischen Geräte kommen bei uns für längere Touren in Frage und wie werden sie geladen?

– Spiegelreflexkamera Nikon D7000
wechselbarer interner Akku EN-EL15, das Standardladegerät ist nur per Eurostecker zu betreiben
Batteriegriff optional mit 6 Stück AA Akkus zu betreiben

– Samsung Galaxy S3 (Android Handy)
wechselbarer interner Akku, per Micro USB zu laden

– Garmin GPSMap 62s
zwei Stück AA Akkus, optional Stromversorgung über Mini USB möglich – nicht wasserdicht, nicht vibrationssicher

– Google Nexus 7 (Android Tablet)
fest verbauter interner Akku, per Micro USB zu laden

– Huawei E5331 (mobiler UMTS Router)
wechselbarer interner Akku, per Micro USB zu laden

– Samsung NC10 Anynet (Netbook)
wechselbarer interner Akku, Standardnetzteil mit Eurostecker

– Kobo Glo (ebookreader)
fest verbauter interner Akku, per Micro USB zu laden

-Led Lenser H7 (Kopflampe)
3 Stück AAA Akkus

In Summe überwiegt also der USB Anschluss. Dies war noch vor einigen Jahren anders und man verbaute am Motorrad meist eine 12Volt Steckdose. Ich entschloss mich aufgrund der Summe der Geräte 3 USB Anschlüsse am Motorrad anzubringen. Zwei davon im Cockpit und einen unter der Sitzbank.

Nun stellt sich noch die Frage wann man welches Gerät lädt und wie adaptiert man die Geräte welche nicht USB als Standard haben. Um noch ein bisschen flexibler zu sein und nicht nur während der Fahrt sondern auch im Zelt Laden zu können setze ich einen Anker Astro3E Akkupack ein. Dieser wird per Micro USB Kabel während der Fahrt am USB Anschluss unter der Sitzbank geladen. Abends sichert er mir dann am Ort meiner Wahl die Stromversorgung. Mit einer Kapazität von 10.000 mAh Stunden und zwei USB Anschlüssen (1A und 2A Ausgangsleistung) ist man ausreichend Flexibel beim Anschluss der zu ladenden Geräte.

Die Herausforderung AA (Sanyo Eneloop XX) und AAA (Sanyo Eneloop) Akkus  wieder mit Energie zu befüllen übernimmt ein Sanyo USB-Ladegerät MDU01.

Somit bleiben aktuell nur zwei Geräte welche noch nicht per Micro-USB versorgt sind.

Das Samsung Netbook konkurriert mit dem Google Tablet. Wir haben immer nur eines der beiden Geräte dabei. Das Netbook nur wenn wir spätestens jeden dritten Tag eine Steckdose zur Verfügung haben.

Für die Akkus der Nikon D7000 habe ich inzwischen ein Alternatives Ladegerät mit USB-Anschluss gefunden, allerdings noch nicht angeschafft. Sollte sich der Bedarf ergeben mehr als zwei Akkuladungen auf einer Tour zu vebrauchen und es nicht möglich sein den Batteriegriff dabei zu haben so würde ich auf das Baxxtar 5 in 1 Ladegerät für Nikon EN-EL15 zurückgreifen.

Gerhard hat auf seinem Blog andersreisen.net über den Einsatz der Easy Acc Powerbank berichtet. Sein Fazit war auch durchweg positiv.

Wie sorgt ihr dafür dass euch unterwegs nicht der Strom ausgeht? Habt ihr eine andere Lösung für den Nikon Akku gefunden?

Sturzbügel Taschen, Seitenständerauflage und Fussrasten

Winterzeit ist Bastelzeit. Mein Material für die aktuellen Basteleien lieferte mir diesmal zum Großteil Marcel Šurab. Er betreibt einen kleinen aber feinen Webshop mit passgenauen Taschen und Zubehörteilen aus Aluminium für viele verschiedene Motorräder. Ich war schon lange auf der Suche nach Taschen für meine Fehling Sturzbügel. Bei Marcel wurde ich endlich fündig. Das Modell 10-01 welches ursprünglich für die Givi Sturzbügel gedacht ist passt auch perfekt an die Fehling.

Die Verarbeitung der Taschen lässt keine Wünsche offen. Reissverschlüsse und Nähte sind absolut hochwertig. Sie werden mit fünf Klettbändern am Sturzbügel fixiert. Diebstahlsicher sind diese Taschen natürlich nicht, daher sollte man sich gut überlegen was man in diesen verstaut. Ich plane meine Regenhose und Regenjacke darin unterzubringen. Schnell im Zugriff und wenn ich sie mal nass verpacken muss getrennt vom restlichen Gepäck. Die Abwicklung des Kaufes über den Webshop von Marcel und der Kontakt per Email waren absolut Problemlos. Leider ist nur eine Bezahlung per Vorkasse möglich, dies sollte einen aber nicht davor abschrecken zuzugreifen.

Seitenstaender

Nachdem ich zufällig auch noch über die Auflagenvergrößerung für den Seitenständer gestolpert war musste ich diese auch gleich mit bestellen. Mir war bewusst dass diese nicht gleichzeitig mit dem originalen Suzuki Hauptständer verwendbar ist. Der Plan diesen abzumontieren und nur zu Wartungszwecken zu Hause anzubauen geisterte aber schon länger in meinem Kopf herum. Auch das Aluteil ist absolut passgenau gearbeitet und liefert bei losem Untergrund eine deutlich erhöhte Standfestigkeit.

Auf meiner Wunschliste standen bereits seit einiger Zeit die MK3 Fussrasten von Pivot Pegz. Allerdings schlagen diese mit weit über 150 EUR eine gewaltige Bresche in den Geldbeutel. Ich hatte Glück und konnte gebrauchte über das V-Stromforum beziehen. Diese Passgenauen Fussrasten sind in 5 Minuten gegen die originalen ausgetauscht. Allerdings ist das Gefühl welches sich bei der ersten Fahrt einstellt nicht in 5 Minuten zu beschreiben. Unglaubliche 60mm breit sind diese Rasten. Man hat das Gefühl fest auf dem Boden zu stehen. Trotz der enormen Breite gibt es keine Probleme beim Schalten oder Bremsen da diese Rasten nach Hinten sowie auch nach Vorne zu je 20° Grad flexibel sind. Durch diese geniale Konstruktion steht man absolut sicher aber doch flexibel auf dem Motorrad. Eine Anschaffung die ich mit Sicherheit nicht bereuen werde! Die ersten Meter mit den neuen Fussrasten waren jedenfalls genial.

 

SIGG Trinkflaschen (Ausrüstung)

Ich möchte hier heute eine Lanze brechen, eine Lanze für Trinkflaschen. Im Zeitalter von PET Flaschen für 25cent Anschaffungskosten möchte ich einen kleinen Blick auf Trinkflaschen der Firma SIGG geben.

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Der Schweizer Traditionshersteller produziert seit 1908 Trinkflaschen aus Aluminium. Über die Jahre hat sich Aussehen und Form immer wieder sinnvoll weiterentwickelt. Seit 2013 bietet SIGG nun auch Thermosflaschen an. Ich selbst kam bereits 1993 zu meiner ersten SIGG Trinkflasche.

Damals war mir wichtig dass die leere Flasche ein Leichtgewicht ist. Gleichzeitig sollte die volle Flasche dicht sein. Anno 1993 war der Markt noch nicht mit PET Flaschen zum Einwegpfand von 25 cent überschwemmt. Im Gegensatz zu Glasflaschen waren die SIGG Flaschen bruchsicher und wesentlich leichter. Die damals blauen und roten Flaschen waren gerade „In“ und so bekam ich auch eine. Diese sollte mich viele Jahre lang täglich in die Schule begleiten. Irgendwann war es dann uncool sein Trinken von zu Hause mitzubringen. Die SIGG wanderte in den Schrank.
Vor einiger Zeit entdeckte ich sie dort direkt neben meiner Isosteel Thermoskanne und beschloss sie wieder in Betrieb zu nehmen. Fortan kochte ich jeden Tag Tee und füllte diesen im erkalteten Zustand in die Flasche. Schnell erkannte ich die nach wie vor vorhandenen Vorteile dieser genialen Flasche. Auch nach Jahrzehnten, vielen Dellen und kleineren Lackabplatzern war die Flasche immer noch absolut dicht, völlig geruchs- und geschmacksneutral und im leeren Zustand angenehm leicht.

Ich hatte wieder Blut geleckt. Der Hersteller bietet inzwischen die verschiedensten Verschlüsse für die klassische Flasche an:

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Standard Schraubverschluss (früher lies sich die Dichtung wechseln, inzwischen ist diese fest vergossen)

Retro Schraubverschluss (lediglich eine andere Optik)
Active Bottle Top (Einhandbedienung, für Sport geeignet, Schutzkappe)
3 Stufen Sport Verschluss (ähnlich dem klassischen „Fahrradflaschenverschluss“, mit dem Mund bedienbar, verriegelbar)
Kid Bottle Top (fehlt auf dem Bild, extra Kinderfreundlich gestalteter Verschluss)
Bis auf den für Kinder optimierten Verschluss habe ich inzwischen alle getestet und jeder hat seinen Einsatzzweck. Am liebsten ist mir aber auf der klassischen Flasche immer noch ein Schraubdeckel.
Letztes Jahr kamen zu meinem Klassiker dann noch zwei neue Wide Mouth Bottles mit dem New Active Top hinzu. Eine in der 1l Variante und eine in 0,75l (Vielen Dank nochmal an SIGG für die Sauber F1 Team Bottle welche aus einem Gewinnspiel stammt).

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Die neuen Flaschen zeichnen sich durch die große Öffnung aus welche die Reinigung der Flasche erheblich erleichtert. Der völlig neu konstruierte Verschluss ist ein ausgeklügeltes Trinksystem welches es dank eines Strohalmes ermöglicht zu trinken ohne die Flasche anzuheben. Außerdem hat der Verschluss eine Funktion zur Entlüftung welche es vereinfacht kohlensäurehaltige Getränke zu genießen. Es versteht sich dabei von selbst dass der Verschluss in sämtliche Einzelteile zerlegbar ist um ihn gewissenhaft reinigen zu können.
Anfang 2014 erhielt ich noch eine weitere klassische 1 Liter Flasche in Blau. Im direkten Vergleich mit meiner identischen alten sieht diese quasi noch wie aus dem Laden aus obwohl beide das gleiche Baujahr haben.

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Um meine Flaschen in Zukunft vor Kratzern zu schützen und um sie draußen ein wenig gegen Kälte zu isolieren setze ich passgenaue Neopren Hüllen ein. Außerdem hat sich eine Flaschenbürste des Herstellers bei den klassischen Flaschen zur Reinigung bewährt. Die speziellen Reinigungstabletten welche angeboten werden sind nichts anderes als Zahnspangen bzw. Gebissreinigungstabletten welche deutlich günstiger bezogen werden können.

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Fazit: Hast du einmal eine SIGG Flasche so wirst du sie immer und immer wieder einsetzen. Mit jeder Delle und jedem Kratzer an dieser Flasche verbindest du dann eine Geschichte. Sie hält ewig, sie ist immer dicht, sie schont die Umwelt und langfristig den Geldbeutel.

WordPress Plugins – Sinnvolle Ergänzungen (Webmaster Friday)

webmasterfridayDen Ausschlag für den heutigen Artikel gibt der Webmaster Friday. Ich verfolge die Artikel dort schon seit längerem, hatte bisher allerdings noch nicht die Gelegenheit daran teilzunehmen. Ich habe vor kurzem erst eine Seite auf luckyloser.info eingebaut welche immer die aktuell verwendeten Plugins auflistet. Oft sehe ich interessante Gestaltungen oder Features auf anderen Blogs und ich würde gerne wissen wie diese eingebaut wurden. In den meisten Fällen muss man nun nachfragen. Ich möchte dies so transparent wie möglich gestalten um anderen Bloggern die Möglichkeit zu geben aus meinen Erfahrungen zu profitieren.

Hier nun nicht nur eine Liste der Plugins welche ich aktuell nutze und für sinnvoll erachte, sondern auch ein paar kurze Worte zu ihnen:

  • 2 Click Social Media Buttons – Fügt die Buttons für Facebook-Like (Empfehlen), Twitter, Flattr, Xing, Pinterest, t3n, LinkedIn und Googleplus dem deutschen Datenschutz entsprechend in euer WordPress ein. Dies wird leider durch immer verwirrendere Datenschutzbestimmungen notwendig. Das Plugin ist eine WordPress-Adaption der Lösung von heise.de wie in ihrem Artikel 2 Klicks für mehr Datenschutz beschrieben.
  • Antispam Bee – Blog-Spam bekämpfen ist die Stärke von Antispam Bee. Seit Jahren wird das Plugin darauf trainiert, Spam-Kommentare zuverlässig zu erkennen (auf Wunsch auch sofort zu beseitigen). Dabei greift Antispam Bee auf unterschiedliche Techniken zu, die sich zur Identifizierung von Spam-Nachrichten bewährt haben.
  • Broken Link Checker – Dieses Plugin überwachte den Blog auf defekte Verlinkungen und informiert den Administrator darüber.
  • Cachify – optimiert Ladezeit der Blogseiten, indem Seiteninhalte in statischer Form wahlweise in der Datenbank, auf der Festplatte (HDD) oder dank APC (Alternative PHP Cache) im Speicher des Webservers abgelegt und beim Seitenaufruf ohne Umwege ausgegeben werden. Die Anzahl der DB-Anfragen und PHP-Anweisungen reduziert sich je nach gewählter Methode gegen Null.
  • Custom Meta Widget – Das Standard Meta Widget erlaubt leider keine Anpassung. Dieses Plugin ermöglicht es Standard Links auszublenden.
  • Follow Me – Eine optisch ansprechende Möglichkeit Social Media Profile zu verlinken.
  • Google Publisher Plugin – Ganz neu und noch eine beta Version. Der Google Publisher bindet bisher AdSense und die Webmaster Tools auf einfachstem Wege in eure WordPress Seite ein.
  • Google XML Sitemaps – Dieses Plugin generiert eine spezielle XML Sitemap welche es Suchmaschinen erleichtert den Blog zu indexieren.
  • Gwolle GuestbookEin simples Gästebuch für euren Blog. So Simpel gehalten dass seit über 2 Jahren kein Update nötig war!
  • Instagram image gallery – Ein Widget welches es ermöglicht Instagram Fotos in den Blog einzubauen.
  • Jetpack von WordPress.com – Zu viel um alles aufzuzählen. Jetpack liefert viele Funktionen auf einen Schlag und ersetzt somit eine Menge anderer kleiner Plugins. Um einige Beispiele zu nennen: Statistiken, Verbindung und automatisches Veröffentlichen von Artikeln auf sozialen Netzwerken, Mosaik Bildergalerien, Sichtbarkeit von Widgets steuern,  und vieles mehr
  • Simple Lightbox – Eine einfach einzubindende Lightbox.
  • Super Simple Google Analytics – Plugin um den Google Analytics tracking code einzubinden.
  • WordPress Backup to Dropbox -Zeitgesteuerte automatische Backups in eine Dropbox.
  • WordPress SEO by YOAST – Eine umfangreiche Unterstützung bei der Suchmaschinen Optimierung eures Blogs.
  • WP-GPX-Maps – Einfach eine GPX Datei hochladen und diese in einer Karte dargestellt einbinden. Google Maps oder OSM Karten sind möglich. Wegpunkte oder auch Tracks werden angezeigt.

Ihr seht es werden hier einige Plugins eingesetzt. Ich teste immer wieder neue und baue Funktionen am Blog um. Für mich ist diese WordPress Installation nicht nur ein reiner Blog, sondern auch eine Möglichkeit mich mit der Technik dahinter auseinanderzusetzen. Ich würde mich freuen wenn mehr Blogger über die technischen Gegebenheiten ihres Blogs berichten und damit alles transparenter gestalten.

Weitere Informative Beiträge von Bloggern zum Webmaster Friday vom 17.01.2014:
http://ebolgo.com/der-weg-zum-erfolgreichen-blog-wordpress-plugins/
http://www.norddeutsche-goere.de/hilfreichsten-wordpress-plugins/
http://www.tages-gedanken.de/2014/01/16/wordpress-plugins-welche-sind-hilfreich/
http://www.arbeiten-unterwegs.de/meine-wordpress-plugins/
http://www.wp-easy.de/meine-top-wordpress-plugins/
http://code-bude.net/2014/01/17/welche-wordpress-plugins-sind-hilfreich/
http://schnurpsel.de/plug-and-play-die-zweite-1949/
http://trommelschlumpf.net/meine-top-5-wordpress-plugins/
http://www.sabienes.de/plugins-wordpress/
http://www.pr-up.de/die-hilfreichsten-wordpress-plugins/
http://blog-test24.de/welche-plugins-nutzt-ihr
http://jockel2009.wordpress.com/2014/01/17/die-hilfreichsten-worpress-plugins-kw-3-2014/
http://saphirasworld.de/wer-die-wahl-hat-hat-die-qual/
http://www.search-one.de/die-besten-wordpress-plugins-fuer-seo-und-so/
http://pressengers.de/news/meine-hilfreichsten-wordpress-plugins/
http://www.internetmarketing-news.de/2014/01/17/13-interessante-wordpress-plugins-zum-webmaster-friday/
http://blog-und-mehr.de/hilfreiche-wordpress-plugins/
http://netzexil.de/webmaster-friday-hilfreiche-plugins-gesucht/
http://web-development-blog.de/immer-wieder-freitags-wordpress-plugins/
http://www.seo-experte.at/10-unverzichtbare-wp-plugins-fuer-wordpress-profis-788/
http://alltagsschrott.de/2014/01/webmaster-friday-die-hilfreichsten-wordpress-plugins/
http://horst-scheuer.de/meine-wordpress-plugins/
http://www.henning-uhle.eu/informatik/webmaster-friday-auf-ein-neues-mit-den-wordpress-plugins

Ein Adventswochenende in Salzburg

Zum Jahresende 2013 hatten wir noch ein wenig Urlaub zur Verfügung. Eine kurze Städtereise an einem verlängerten Wochenende bot sich an. Ein Motto war auch schnell gefunden -> Advent. Nach ein wenig Brainstorming und „googeln“ fanden wir die Aussage: „Der Advent gehört unbestritten zu den allerschönsten Zeiten in der Stadt Salzburg“ auf www.salzburg.info sehr vielversprechend.

Eine kurze Recherche führte auch gleich zur Buchung im Ibis Budget Salzburg. Dieses liegt etwas außerhalb, ist allerdings durch die Nähe zum Flughafen sehr gut mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln angebunden. Diese sind auch gleich eine der ersten Besonderheiten in Salzburg. Hier kommt weder eine U-Bahn noch Straßenbahnen zum Einsatz. Das Straßenbild ist trotzdem geprägt von Oberleitungen, allerdings ohne Schienen. Salzburg besitzt das fünftgrößte elektrisch betriebene Oberleitungsbusnetz der Welt. Insgesamt gibt es 11 Linien mit 154 Haltestellen und ca. 100 Wagen. Ein weiteres Prägendes Element des Stadtbildes sind die Fiaker.

Dank der Salzburg Card konnten wir für 72 Stunden alle öffentlichen Verkehrsmittel nach belieben nutzen. Sie sicherte uns auch kostenlose Eintritte in viele Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das Prinzip mit den Städtekarten war uns bereits aus Wien, Berlin und München bekannt und hatte sich für uns bewährt. Der Erwerb der Karte führte uns auf einen kurzen Abstecher in den Flughafen von wo aus uns die OBus Linie 10 innerhalb von 15 Minuten direkt in den Kern von Salzburg brachte.

Panorama1

Als Startpunkt für unsere Tour am Freitag hatten wir uns den Weihnachtsmarkt am Mirabellplatz auserkoren. Ein übersichtlicher Markt welcher direkt am Mirabellgarten angesiedelt ist. Nach einem kurzen Rundgang beschlossen wir durch den Mirabellgarten über den Makartsteg in die Altstadt zu überzugehen. Der Mirabellgarten bot uns noch einen schnellen Fund bei dem gleichnamigen Geocache.

Der Markartsteg ist geprägt von dem Brauch Liebesschlösser aufzuhängen, welchen der italienische Schriftsteller Federico Moccia durch seinen Roman „Ich steh auf dich“ populär gemacht hat. Eine sehr gute Idee ist der hier versteckte Geocache „Per Sempre“. Leider blieb es uns verwehrt diesen zu finden. Beim Schlendern durch die Getreidegasse, Judengasse, Goldgasse, Kaigasse und noch einige andere Gassen konnten wir die Salzburger Altstadt genießen. Der Markt am Universitätsplatz bot einiges an lokalen Köstlichkeiten auf und verzauberte vor allem unseren Geruchssinn. Die Kollegienkirche bot uns einen ersten Einblick in die sakrale Kunst in Salzburg.

Das große Ziel des heutigen Tages war der Salzburger Christkindlmarkt direkt am Dom. Dies ist der größte der vielfältigen Weihnachtsmärkte in Salzburg. Von Handwerkern über Essenstände bis hin zu verschiedensten Darbietungen werden hier alle Sinne gereizt. Den Höhepunkt stellt dann der Besuch des Domes dar. Die Reizüberflutung auf dem Markt führte zu einem deutlichen Hungergefühl welches wir zum Abschluss des ersten Tages in einem der ältesten Salzburger Bierhäuser stillten. Das Zipfer Bierhaus bietet gut bürgerliche und typische Salzburger Küche in einem rustikalen und sehr gemütlichen Ambiente. Im Verlaufe des Abends hatte sich noch der ein oder andere Cachefund ergeben: Mozarts Premiere, Der Salzburger Dom und 424,250 (Most found Cache in Salzburg!!!).

Panorama3

Den Samstag starteten wir bei bestem Wetter mit der Besichtigung der Erzabtei St. Peter mit dem dazugehörigen Friedhof. In den Katakomben zeigte sich uns an dem gleichnamigen Cache ein wundervoller Ausblick über die hier dicht stehenden Kirchen. Dank der Salzburg Card konnten wir uns nicht nur den Eintritt für die Katakomben sondern auch gleich noch das Ticket für die Standseilbahn zur Festung Hohensalzburg sparen. Ein zweiter Positiver Effekt ergab sich da wir direkt durch die Schranken gehen konnten und nicht erst an der Kasse anstehen mussten. Ein Rundgang durch die alten Gemäuer er Burg zieht sich ganz schön. Im Innenhof der Anlage findet man nicht nur den Salzburger Festungsadvent sondern auch noch einen Geocache mit dem Titel Festung Hohensalzburg.

Panorama4

Nach soviel geschichtlichem machten wir uns an den zügigen Abstieg mit der Festungsbahn um uns im Tal den Sternadventmarkt am Kajetanerplatz zu gemüte zu führen. Dieser Markt ist von sehr überschaubarer Größe gehalten so dass wir uns bald mit dem Citybus Linie A aufmachten da heute noch der Kapuzinerberg auf dem Programm stand. Zum einen wollten wir noch die beiden Earthcaches Geologie am Kapuzinerberg und Salzburger Stadtberge erkunden. Und zum anderen erwartete uns noch der Adventsmarkt im Franziskischlössl. Für den doch ein wenig anstrengenden Fussmarsch den Kapuzinerberg hinauf wird man leider am Franziskischlössl nicht hinreichend entlohnt. Der Adventmarkt ist eigentlich nur eine Erweiterung der auch sonst angebotenen Gastronomie um vier Buden im Innenhof der Anlage. Wir traten zugegebenermaßen etwas enttäuscht den Rückweg an um wenigstens noch den Ausblick auf Salzburg bei Dunkelheit vom Kapuzinerkloster aus genießen zu können. Nach einer ausgiebigen Fotosession brachte uns dann die bewährte OBus Linie 10 zurück zum Hotel.

Den Sonntag starteten wir an der barocken Marstallschwemme – einer Pferdeschwemme aus dem 17. Jahrhundert. Der Mönchsbergaufzug brachte uns (dank Salzburg Card kostenlos) zu einem grandiosen morgendlichen Ausblick über Salzburg. Das Museum der Moderne reizte uns nicht so dass wir uns ins Haus der Natur begaben um uns einen kleinen Teil der dortigen Ausstellung anzusehen. Das Haus der Natur ist so umfangreich dass man für einen vollständigen Besuch mindestens einen ganzen Tag einplanen sollte. Einen besonderen Anreiz haben die aktiven Ausstellungsteile zum Anfassen und Mitmachen im Science Center. Auch hier durften wir dank der Salzburg Card ungehindert eintreten.

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Zwei Highlights standen nun noch aus. Wenn man schon in Salzburg ist sollte man auch die Salzburger Nockerln probieren. Eine typische lokale Süßspeisen-Spezialität die zu einem großen Teil aus zu Schnee geschlagenem Eiweiß besteht. Es sei dazu gesagt es genügt eine kleine Portion für zwei Personen. Wir kämpften uns zu zweit durch zwei Portionen.

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Das letzte Ziel unseres Wochenendtrips sollte „Waldklang – Weihnachten im Waldbad Anif“ werden. Hier fanden wir auch das adventliche Highlight der drei Tage. Ein rund um einen See gelegener Weihnachtsmarkt der besonders durch seine Lichterstimmung wirkt. Viele erleuchtete Zelte mit zahlreichen Handwerkern die auch aktiv ihre Tätigkeit vorstellten schaffen eine ganz besondere Atmosphäre.

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Leider waren die drei Tage in Salzburg viel zu schnell vergangen. Einige besondere Sehenswürdigkeiten dieser Stadt blieben uns aufgrund der Jahreszeit verwehrt. So ist zum Beispiel Schloss Hellbrunn mit seinen bekannten Wasserspielen im Dezember geschlossen und die Salzachschifffahrt legt auch eine Winterpause ein. Unsere persönlichen Höhepunkte der Stadt waren die Gassen der Altstadt mit ihren sehr unterschiedlichen aber außergewöhnlich nahe beieinanderliegenden Kirchen und die Festung Hohensalzburg.

Hier nun noch einige weiter Impressionen: